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  • Fr., 12. August 2022, 14:18 Uhr
    MITGLIEDERVERSAMMLUNG VOLKSBÜHNE: Erster Vorsitzender Frank Griesheimer im Amt bestätigt / Ehrungen aktiver Mitglieder

    Vorstellungen im Oktober und November geplant

    Die Ehrungen aktiver Mitglieder fanden zum ersten Mal im Rahmen einer Jahreshauptversammlung der Volksbühne Lampertheim statt. (v.l.) Erster Vorsitzender Frank Griesheimer, Jula Bischof, Hartmut Prüssing, Angelika Jenner, Geschäftsführer Florian Uhl, Maria Baum, Spielleiter Michael Tschirner, erste Beisitzerin Ilse Prüssing, Christel Altenau. Foto: Petra Gahabka


    LAMPERTHEIM – „Wir wollen unbedingt spielen“, machte der Erste Vorsitzende der Volksbühne Lampertheim, Frank Griesheimer, bei der Mitgliederversammlung in der Notkirche am Mittwochabend deutlich. Die Aufführungen der Komödie „´s Disgo-Fiewa“ fielen letztes Jahr coronabedingt aus. Seit Mitte Juli wird nun wieder kräftig geprobt, am 21. Oktober soll Premiere gefeiert werden.

    Man habe leider zum falschen Zeitpunkt die falschen Entscheidungen getroffen, stellte Griesheimer rückblickend fest. Angesichts des Abflachens der Pandemie wurde im August mit den Proben begonnen, in den Planungen die Besucherzahl verkleinert, der Kartenverkauf auf ein EDV-gestütztes Ticketing umgestellt und sich auf einen erhöhten Aufwand im Bereich Einlasskontrollen vorbereitet. Ende September fiel die Entscheidung, die Spieltermine für den November abzusagen. Ein paar Tage zu früh, wie sich herausstellte, denn die folgende 2G-Regel hätte eine Aufführung bei vollem Haus erlaubt. Die Hoffnung, im Januar spielen zu können, wurde dann durch eine Abstandsbeschränkung, die nur 80 Besucher in der Notkirche erlaubt hätte, zunichte gemacht. „Dennoch war es für mich bewundernswert, wie alle bis zum Schluss an einem Strang gezogen und ihre Freizeit geopfert haben, um zu proben und für mögliche Aufführungen zur Verfügung zu stehen“, dankte der Volksbühnen-Chef allen Spielenden, Souffleusen und dem technischen Apparat.

    „Des hott gezeigt, dass in dem Veroin noch rischdisch Lewe drin is“, schloss sich Spielleiter Michael Tschirner den Worten seines Vorredners an. Jeder habe mitgezogen, auch am Bühnenbild sei weitergebaut worden. Geschäftsführer Florian Uhl informierte über den Kassenstand, die Umstellung des Mitgliederverwaltungssystems und den zusätzlichen Kartenvorverkauf über Ticket Regional, der online oder telefonisch möglich ist. Der Mitgliederzahl belief sich Ende Dezember nach 13 Austritten (davon 7 verstorben) und 3 Neuzugängen auf 536. Nachdem Revisorin Angelika Jenner Florian Uhl eine ordnungsgemäße Kassenführung bestätigt hatte, erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes bei einer Enthaltung. Bei der Wahl des Ersten Vorsitzenden wurde Frank Griesheimer in seinem Amt bestätigt, ebenso zweiter Beisitzer Sven Soldan. Die Nachfolge von Schriftführerin Jula Bischof, die sich weiterhin um den Bereich Geburtstage und Jubilare kümmert, übernimmt die in Abwesenheit gewählte Saskia Fischer.

    Da pandemiebedingt 2020 und 2021 keine Ehrungen in gewohntem Rahmen stattfinden konnten, waren letztes Jahr verdiente aktive Mitglieder zu einem Ehrenabend eingeladen. Die Liste der zu Ehrenden, davon 28 passive Mitglieder, war auch dieses Mal lang. Bei der Versammlung am Mittwoch wurden die langjährige Treue und das Engagement Aktiver gewürdigt. Seit 25 Jahren ist Christel Altenau da, „wenn wir sie gebraucht haben“, freute sich Griesheimer beim Überreichen der Urkunde. Schon 40 Jahre halten der Volksbühne die Treue: „Ober-Souffleuse“ Angelika Jenner (sorgt dafür, dass kein Spieler sprachlos ist), Maria Baum (immer ein Lächeln auf den Lippen), Hartmut Prüssing („Mann für alle Fälle“ beim Bühnenbau, Aufbau, Ausschank) und Michael Tschirner, der seit 2018 Regie führt, die Stücke in Lampertheimer Mundart umschreibt und das Bühnenbild entwirft. Blumensträuße gab es auch für Jula Bischof, die seit 1973 maßgeblich an der Vorstandsarbeit beteiligt ist und für die erste Beisitzerin Ilse Prüssing, die seit 30 Jahren dem Vorstand angehört.

    „Wir werden versuchen in dieser Saison zu spielen“, erklärte Griesheimer abschließend. Man beschränke die Aufführungen des Dreiakters „´s Disgo-Fiewa“ auf Oktober und November, der Januar, der in weiter Ferne liege, sei ausgeklammert. Auch mit Blick auf etwaige Einschränkungen sei es existenziell überhaupt zu spielen und die einzige Chance medienwirksam aufzutreten. Einstimmig sprach sich die Versammlung dafür aus, dass der Mitgliedsbeitrag bei 12 Euro bleibt.

    Petra Gahabka

    Info:

    Termine und Karten für „´s Disgo-Fiewa“

    • Vorstellungen: 21. (Premiere), 22., 24., 28. und 29. Oktober sowie 5., 6., 11., 12. 18. und 19. November.

    • Der Kartenvorverkauf startet am 24. September im Häuschen vor der Notkirche, Römerstraße 94, sowie über Ticket Regional.

    • Die Karte kostet 10 Euro.

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