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Di., 08. Mai 2018, 07:56 Uhr
Familientag der Bürgerkammer Neuschloß als Auftakt der diesjährigen Jubiläumsfeier mit vielen Aktionen rund um das Thema Wald
Wald-Familientag anlässlich des 550. Jubiläums
An den Fühlkästen ging es darum, verschiedene Naturgegenstände des Waldes zu ertasten und zu erraten. Foto: Sigrid Samson
NEUSCHLOSS – Die Wurzeln des vor 550 Jahren erstmals erwähnten Neuschloß liegen im Freien: Dass das Jubiläum gefeiert werden kann, verdanken die Neuschlößer dem Wald und dem dortigen Wild. Denn die Pfalzgrafen liebten es, hier zu jagen und bauten deshalb eine Schlossanlage, was den Beginn der Geschichte des heutigen Neuschloß darstellt – ein kleiner liebens- und lebenswerter Stadtteil Lampertheims . „Als Neuschloß erwähnt wurde, gab es zunächst nur den Wald und das Schloss“, erwähnte Carola Biehal, Vorsitzende der Bürgerkammer, gegenüber dem TIP. „Heute ist nur noch der Beamtenbau übrig aus dieser Zeit“, erklärte sie. Als Auftakt der diesjährigen Jubiläumsfeier, dessen Highlight das große Jubiläumswochenende am 18. und 19. August sein wird, fand bereits am 5. Mai ein Familientag im Wald an der beliebten Grillhütte statt - „wir möchten zu unseren Wurzeln zurückkehren“ merkte Biehal an. Auf die Besucher wartete am Nachmittag ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Viele Gäste konnten angenehme und unterhaltsame Stunden im Wald verbringen.
Zunächst ertönte das Jagdhorn der Jägerin Beatrix Holz, bevor die Veranstaltung offiziell eröffnet wurde. „Die Freude an der Jagd war wohl der Grund, das Jagdschloss damals hier zu bauen“, so Biehal - „Auch heute haben viele Bürgerinnen und Bürger ihre Freude an diesem Naherholungsgebiet.“ Sie dankte allen Anwesenden für ihre Teilnahme und übergab das Wort an Bürgermeister Gottfried Störmer, dessen Dankesworte Biehal und ihren Mitstreitern von der Bürgerkammer galt. Er freute sich über das große Aktivitäten-Angebot unterschiedlichster Facetten bei fantastischem Wetter.
Kurz darauf startete der Waldpädagoge Mirko Klein mit einer Gruppe zu einer Walderlebnistour. Nach dem Motto „back to the roots“ („zurück zu den Wurzeln“) ging es vorbei an den historischen Punkten. Neben Informationen zur Geschichte erwartete die Teilnehmer auch allerlei Wissenswertes über die Natur. Währenddessen konnten die Kinder an einem spannenden Waldrätsel teilnehmen. Mirko Klein hatte eine Quiz-Rallye entwickelt – mittels QR-Code konnte auf dem Walderlebnispfad das Lösungswort ermittelt werden. Bürgerkammer-Mitglied Gitte Weidenauer hatte sich ein zusätzliches Waldrätsel für die ganz kleinen Teilnehmer ausgedacht - Eis-Gutscheine und Süßigkeiten warteten auf die Gewinner. Spannend für die Kinder waren auch die bereitgestellten Fühlkästen, bei denen Moos, Zapfen, Rinde oder Schneckenhäuser ertastet werden konnten. Auch ein Kletterwald war von dem Waldpädagogen vorbereitet: Der Niedrigseilgarten mit drei Stationen stellte verschiedenartige Herausforderungen für die Kleinen dar und faszinierte große und kleine Kinder. Bürgerkammer-Mitglied Eric Lunkenbein beaufsichtigte hier die Kleinen beim Balancieren auf der 'Slackline'. Auch die neunjährige Ellen hatte Spaß auf dem aufgebauten Niedrigseilgarten im Wald. Foto: Sigrid Samson
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Gegrilltes sowie Kaffee und selbstgebackene Kuchen, Softgetränke und Bier wurden von Mitgliedern der Bürgerkammer kostengünstig angeboten. Bierzeltgarnituren auf dem Rasenplatz boten genügend Sitzplätze zum Verweilen. Ein offenes Zelt sorgte zusätzlich für schattige Plätze. Decken für die ganz kleinen Besucher waren auf dem Rasen ausgebreitet – Kisten mit Spielsachen und Bilderbüchern standen bereit und die Eltern konnten sich gemütlich dazu gesellen.
Informationen rund um das Thema Jagdhund gab es von Jägerin Beatrix Holz. Sie erklärte, was ein Jagdhund so allen können muss, und führte mit ihrem 'Kleinen Münsterländer' unter anderem die Leinenführigkeit vor. Die dreijährige Aune zeigte sich dabei sehr kinderfreundlich. Die Teilnahme des Waldkindergartens „Fuchsbau“ musste leider aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung abgesagt werden. Das beliebte Spielmobil „Flitze Feuerstein“ bot allerlei Spielmöglichkeiten: vom Torwandschießen über Bobby Car- oder Roller-Fahren bis hin zum Tischtennis-Spielen war alles dabei, was den Kindern Spaß machte. Zum Abschluss spielte die Bläserklasse des 6. Jahrgangs des Lessing-Gymnasiums – in diesem Rahmen wurde auch das Preisrätsel gelöst.
„Die angekündigte Festschrift wird in Kürze vorgestellt werden“, gab Biehal erfreut bekannt. Die Mitglieder der Bürgerkammer konnten sich über eine gelungene Auftaktveranstaltung des diesjährigen Jubiläums freuen. Sigrid Samson