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  • Di., 26. März 2024, 10:30 Uhr
    STADTVERORDNETENVERSAMMLUNG: Bürgermeister-Direktwahl am 9. März 2025 / Auswahl an Mitteilungen und Beschlüssen / Betrieb von GGEW geführt

    Waldschwimmbad bleibt im Besitz der Stadt

    Das Waldschwimmbad bleibt im Besitz der Stadt Bürstadt. Archivfoto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Der Haushaltsplan 2024 wurde von der Kommunalaufsicht in Heppenheim genehmigt. Diese gute Nachricht lag den Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag letzter Woche zur Kenntnis vor. In ihrem Bericht aus dem Magistrat teilte Bürgermeisterin Barbara Schader mit, dass bereits viele Weichen gestellt wurden. Für den Bau einer Obdachlosenunterkunft in den Rodstücken wird ein Bauplan erstellt, der Auftrag sei vergeben. Weiter teilte Schader mit, dass im Bürgerbüro für Ausweisbilder eine Fotobox installiert ist, deren Benutzung für acht Euro angeboten wird. Zu entscheiden hatten die Parlamentarier über den Wahltermin für die Bürgermeister-Direktwahl, nachdem Schader beim Jahresempfang der Stadt Bürstadt ihre Entscheidung bekannt gegeben hatte, nach Ablauf ihrer zweiten Amtszeit nicht mehr zu kandidieren. Einstimmig entschieden wurde, dass die Wahl am Sonntag, 9. März 2025 stattfindet, der Termin für eine mögliche Stichwahl ist am 30. März 2025.

    Badespaß unter Aufsicht von GGEW

    Von den einstimmig beschlossenen vertraglichen Änderungen werden die Schwimmbadbesucher kaum etwas mitbekommen. Die Stadt Bürstadt hat mit der GGEW Bensheim einen Betriebsführungsvertrag für das Waldschwimmbad geschlossen. In ihrer Wortmeldung erklärte die CDU-Fraktionsvorsitzende Ursula Cornelius, dass das Schwimmbad im Besitz der Stadt Bürstadt bleibt, aber die technische Betriebsführung und die Beaufsichtigung des Badebetriebs von der GGEW übernommen wird. Auch über Gebühren und Öffnungszeiten bestimme die Stadt, für die Pflege der Außenanlagen sei die Stadtgärtnerei zuständig. Einsparungen und eine Entlastung des Haushalts begrüßte sie. Ihren Vorschlag für eine Bäderverbundkarte, zum Beispiel mit dem Lorscher Freibad, griff der SPD-Fraktionsvorsitzende Lothar Ohl auf, der einen größeren Verbund vorteilhaft findet. Der Vertrag mit der GGEW sei „sicherlich ein Gewinn“, meinte Ohl. Die einstimmig beschlossenen Änderungen der Gebührensatzung für das Schwimmbad betreffen die wenigen Kombikarten, die noch von Energieried ausgestellt wurden und nach der Fusion mit GGEW im Jahr 2023 jetzt aus der Satzung gestrichen wurden. Die wenigen existierenden Kombikarten können für die Freibadsaison 2024 anerkannt werden, die Stadt Lampertheim gebe keine mehr aus, heißt es im Beschluss.

    Kita Kunterbunt provisorisch auf Freizeitkickergelände

    Wegen Schimmelbefalls musste die Kita Kunterbunt im letzten Sommer umziehen – provisorisch in das Bürgerhaus Riedrode, das seither für Veranstaltungen der Vereinen nicht mehr nutzbar ist. Bürgermeisterin Schader machte die Dringlichkeit deutlich, einen neuen Standort für eine provisorische Kindertagesstätte in Form einer Container-Anlage zu bestimmen. Ihr Vorschlag: Die Stadtverordneten sollten über einen Standort auf dem Freizeitkickergelände entlang der Forsthausstraße nachdenken. Andere Standort wie Gelände an der TSG-Halle in der Gartenstraße und bei St. Peter kämen wegen des Zeitdrucks nicht in Betracht und die Bewegungs-Kita auf dem Bildungs- und Sportcampus mit 75 Plätzen werde erst im März 2025 betriebsbereit sein. Der Druck durch den Rechtsanspruch, den Zuzug und die Bleibeberechtigung sei groß, es gebe bereits eine Warteliste und die Kinderzahlen werden weiter wachsen, gab Schader zu bedenken. Auf dem ursprünglich angedachten Areal auf dem Beethovenplatz werde die Behindertenhilfe Bergstraße ein Wohnheim bauen. Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Eberle regte zur Beratung eine zehnminütige Unterbrechung der Sitzung an. In der anschließenden Debatte teilten Stadtverordnete ihre Bedenken mit, stimmten jedoch letztlich bei einer Gegenstimme dem Vorhaben zu. Lothar Ohl ging es in vier Punkten unter anderem um die Feststellung der Befristung und dass das übrige Gelände für Freizeitaktivitäten zu ertüchtigen sei. Bürgermeisterin Schader erklärte, dass das Thema bis zur Lieferung der Container im Mai in den Bauausschuss komme und bekräftigte, dass die Container-Anlage nicht dauerhaft betrieben werden könne. Dr. Gerhardt Weitz (CDU) mahnte eine schnelle Entscheidung an, um Eltern Planungssicherheit zu geben. Chantal Stockmann (FDP) wollte nur zustimmen, wenn es bei einer temporären Lösung bleibe, denn grundsätzlich sei die FDP gegen eine Bebauung des Freizeitkickergeländes. Alexander Bauer (CDU) sprach sich dagegen für eine Bebauung des gut erschlossenen Geländes aus und wies auf die Wohnungsnot hin. Das Areal habe die Stadt einst für den Wohnungsbau erworben.

    Hannelore Nowacki

    Spatenstich für den Bewegungs-Kindergarten auf dem Bildungs- und Sportcampus im August 2023, betriebsbereit im März 2025. Archivfoto: Hannelore Nowacki

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