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  • Fr., 25. Mai 2018, 08:51 Uhr
    Besuch des Hessischen Landtags und Neroberg

    Wanderfreunde Bürstadt auf Besichtigungstour

    Die Wanderfreunde Bürstadt besuchten bei ihrer Tour nach Wiesbaden auch den CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Bauer im Hessischen Landtag. Foto: oh

    BÜRSTADT – Am 23. Mai besuchten 42 Männer und Frauen der Wanderfreunde Bürstadt die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Zunächst folgten sie einer Einladung des Landtagsabgeordneten Alexander Bauer (CDU) und besuchten den Hessischen Landtag.
    Den Gästen aus Bürstadt wurde zu Anfang des Besuchsprogramms eine fachkundige Einführung in die Arbeitsweise des Landtags und die Aufgaben des Parlaments geboten. Eine Schlossführung konnte auf Grund der zur Zeit stattfindenden Sanierungsarbeiten am Stadtschloss nicht stattfinden. Dafür konnte man nach einem Einführungsvortrag von der Besuchertribüne des Plenarsaals den hessischen Abgeordneten bei der Arbeit zuschauen.
    Nachdem man einen Eindruck vom parlamentarischen Betrieb bekam, nahm sich Alexander Bauer, bei Kaffee und Kuchen, noch Zeit für ein längeres Gespräch. Die Wanderfreunde nutzten ausgiebig die Gelegenheit mit dem Abgeordneten über die sie bewegenden Themen zu diskutieren. „An solchen Plenartagen schauen uns die Bürger auf die Finger. Wir tagen öffentlich und das ist auch gut so“, findet Bauer und meint, „Gäste sind immer herzlich willkommen, denn für mich ist es eine gute Gelegenheit zu erfahren, wo dem Bürger der Schuh drückt.“
    Nach diesem sehr eindrucksvollen Besuch ging das Besichtigungsprogramm mit der Erkundung des Nerobergs weiter. Bereits 1851 wurde die Kuppe im Zusammenhang mit der Entwicklung Wiesbadens zur Weltkulturstadt als kleiner Bergpark gestaltet. Hinauf ging es mit der wasserbetriebenen Nerobergbahn.
    Der Turm auf dem Neroberg ist der bescheidene Rest des 1880 errichteten Neroberghotels, einem ehemals äußert beliebten Ausflugsziel der Wiesbadener und ihrer Kurgäste, das allerdings nach Bränden in den Jahren 1986 und 1989 wegen Einsturzgefahr abgerissen wurde. Das benachbarte Freilichttheater bot den 42 Wanderfreunden ausreichend Platz, um eine vom Verein vorbereitete kleine Zwischenmahlzeit zu sich zu nehmen. So gestärkt ging es weiter zum 1851 erbauten Nerobergtempel. Auf dem Weg dahin besichtigten die Wanderfreunde noch das Opelbad, das mit 1.500 qm hoch über den Dächern der Stadt gelegen, durch seinen einzigartigen Ausblick über die Stadt bis hin zur Rheinebene und den Ausläufern des Taunus besticht.
    Die Besichtigung der russisch-orthodoxen Kirche hinterließ, wegen ihrer majestätischen Ausstrahlung von außen und ganz besonders von innen, bleibende Eindrücke. Die Kirche mit ihren fünf weiterhin leuchtenden vergoldeten Kuppeln wurde zwischen 1849 und 1855 als Grabkapelle für die Tochter des russischen Großfürstenpaares gebaut, die mit 19 Jahren bei der Geburt ihres 1. Kindes verstarb. Auch auf dem benachbarten russisch-orthodoxen Friedhof konnten die Wanderfreunde beeindruckende Gräber zahlreicher bedeutender russischer Persönlichkeiten bis in die heutige Zeit bestaunen.
    Nach diesen, bei besten Wetter, interessanten und erlebnisreichen Stunden, ließen die Wanderfreunde den Tag in fröhlicher Runde in einem Gutsausschank im Rheingau ausklingen. zg

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