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  • Fr., 12. Mai 2017, 09:25 Uhr
    Informativer Vortrag der Polizei im Seniorenwohnheim Dieselstraße

    Warnung vor kreativen Trickbetrügern

    LAMPERTHEIM – Am Donnerstagnachmittag waren Polizeihauptkommissarin Christel Shelton und ihre Kollegin Polizeikommissarin  Daniela Rudolph zu einem Vortrag im Städtischen Seniorenwohnheim Dieselstraße zu Besuch. Nach dem obligatorischen Kaffeetrinken wurden die Senioren über die Gefahren im täglichen Leben mit Bilder- und Filmmaterial umfangreich informiert. Für Fragen waren beide Polizistinnen offen und alle noch so kleinen Fragen wurden ausführlich beantwortet.

    „Sie haben gewonnen!" – Wer freut sich nicht, das zu hören. Wer aber eine solche Nachricht bekommt, per Telefon, E-Mail oder Post, sollte vorsichtig sein. Denn dabei kann es sich um eine Betrugsmasche mit Gewinnversprechen handeln. So ist beispielsweise die Zahl der Strafanzeigen wegen telefonischer Gewinnofferten seit 2010 bundesweit kontinuierlich gestiegen. In Einzelfällen sind Schadenssummen im fünfstelligen Eurobereich entstanden. 

    Ganz besonders häufig haben es Betrüger an der Haustür auf Senioren abgesehen, die sich in ihren vier Wänden vermeintlich sicher fühlen. Ziel dieser unliebsamen Besucher ist es, Einlass in die Wohnung zu finden; denn dort sind in aller Regel weder Zeugen noch andere Personen zu erwarten, die die eigenen Pläne durchkreuzen könnten.

    Einem Betrüger sind seine finsteren Absichten in den seltensten Fällen anzusehen. Die Täter treten in ganz unterschiedlichen Rollen auf: Mal geben sie sich als seriös gekleideter Geschäftsmann, mal werden sie als Handwerker in Arbeitskleidung, als Hilfsbedürftiger oder sogar als angebliche Amtsperson vorstellig. Um ans Ziel zu gelangen, überraschen die Täter immer wieder durch außerordentlichen Ideenreichtum. Der durch sie verursachte finanzielle Schaden ist oft nicht wieder auszugleichen. 

    Unerlaubte Werbeanrufe sind verboten.Sie bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Angerufenen. Das schreckt aber viele  zumeist unseriöse Unternehmen nicht ab: Die Zahl der Beschwerden über unerlaubte Werbeanrufe reißt nicht ab. In solchen Fällen rät die Polizei sich Datum, Uhrzeit und Grund des Anrufs sowie Namen, Unternehmen und Rufnummer des Anrufers zu notieren und sich damit an die örtliche Verbraucherzentrale zu wenden. Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der oft existenzielle Folgen haben kann. zg
     

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