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Mo., 07. Mai 2018, 15:06 Uhr
Beim Tag der Städtebauförderung waren die Bürger gefragt
„Was wünschen Sie sich in Biblis?“ und „Was wünscht DU dir in Biblis?“
Die Ideenwand im Pavillon füllte sich schnell mit ausgefüllten Zetteln, für die vielen abgegebenen Malbögen wurde eine weitere Leine gespannt. Hannelore Nowacki
BIBLIS – Das Leben ist kein Wunschkonzert ist ein beliebter Spruch, doch in Biblis stand das Wünschen am Samstag hoch im Kurs, war von der Gemeinde Biblis mit Bürgermeister Felix Kusicka und seinem Rathausteam sowie von den am „Stadtumbau Biblis“ beteiligten Beratungsfirmen NH ProjektStadt und der Energy-Effizienz GmbH gewünscht. Der bundesweite „Tag der Städtebauförderung“ war in Biblis der eigenen Stadtentwicklung gewidmet, bei der die Einwohner aller Generationen mit ihren Wünschen, Ideen und Vorschlägen in die zukünftige Gestaltung der Stadtentwicklung einbezogen werden sollen. Die Frage war „Was wünschen Sie sich in Biblis?“ In vielen Gesprächen mit den Bürgern erläuterte das ProjektStadt-Team mit Projektleiterin für Integrierte Stadtentwicklung Corinna Berger das Konzept und den anstehenden Stadtumbauprozess, der sich über mehrere Jahre erstrecken wird. Auf dem Parkplatz am Rathaus kamen am Samstag aber auch viele Bürger miteinander ins Gespräch, oft dachte man gemeinsam intensiv nach, bevor die Ideenwand mit Wunschzetteln gefüllt wurde. Bürger diskutierten an den Stehtischen im Zeltpavillon und unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein. Zu Buntstiften und Malbögen griffen die sehr interessierten jüngsten Besucher, um ihre Wünsche und Ideen aufs Papier zu bringen – bald musste eine weitere Leine gespannt werden, um die gemalten Wünsche aufzuhängen. „Was wünscht DU dir in Biblis?“ Der neunjährige David wünscht sich einen Skatepark und zur Ausstattung hat er bestimmte Vorstellungen, die er aufgemalt hat und Projektteam-Mitglied Gregor Steiger erläuterte. Ein anderes Kind wünschte sich an der Wattenheimer Straße einen Blitzer und ein paar Ampeln. Mit zahlreichen Vorschlägen und Ideen beteiligte sich die Bibliser Jugend an der Aktion. Wie Bürgermeister Kusicka anmerkte, werden sie erwachsen sein, wenn der Stadtumbau abgeschlossen ist. Die Gemeinde Biblis hatte für Kaffee und Kuchen, Essen und Trinken sowie weitere Attraktionen gesorgt, die wie das Karussell und die Ballonkünstlerin bei den Kindern gut ankamen. Spaß machten den kleinen Besuchern auch die Spielgeräte vom Spielmobil des Sportkreises Bergstraße. Als Bürgermeister Kusicka seine Rede zur offiziellen Eröffnung hielt, war schon eine Menge los, die Ideenwände gut gefüllt und viele, viele gemalten Wünsche schmückten als Girlande den Pavillon. Drei Gespräche habe er selbst geführt, berichtete Kusicka, und dabei erfahren, dass es manchmal Kleinigkeiten sind, die man selbst nicht im Blick hat, die aber insgesamt eine Schlüssigkeit ergeben. Die Ergebnisse dieses Tages werden ausgewertet und noch vor der Sommerpause in der Politik widergespiegelt, kündigte Kusicka im Gespräch mit dem TIP an. Ergebnisse und Malarbeiten der Kinder sollen auch auf der Homepage der Gemeinde Biblis veröffentlicht werden. Die Bibliser Jugend beteiligte sich mit zahlreichen Vorschlägen und Wünschen für die Ideenwand im Pavillon. Foto: Hannelore Nowacki
Neu und bislang die einzige in Biblis ist die Elektro-Tankstelle von EWR auf dem Parkplatz am Rathaus, die Bürgermeister Kusicka am Samstag einweihte. Zwei Parkplätze stehen für E-Fahrzeuge jeweils zwei Stunden zum gleichzeitigen Betanken zur Verfügung. Wie der Energieversorger mitteilte, sogar kostenlos in den nächsten drei Monaten. Die Schnellladung mit einer Dauer von etwa einer Stunde erfolge mit 2 x 22 kW, bis zu zehnmal schneller als bei einer normalen Haushaltssteckdose, warb EWR-Vertriebspartnerleiter Jürgen von Massow für die E-Tankstelle. Nur ein paar Schritte weiter kann man sein Elektrofahrrad aufladen. Außerdem darf sich die Gemeinde Biblis über ein neues Elektroauto freuen, das dank mehrerer Sponsoren die Gemeindefinanzen in der Anschaffung nicht belastet. Bürgermeister Kusicka verband seinen Dank an die Sponsoren mit der Überreichung von Urkunden der Gemeinde Biblis. Hannelore Nowacki