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  • Do., 07. März 2024, 11:01 Uhr
    WSV-JUGEND: Sport-Nachwuchsförderung mit Hausaufgabenbetreuung, Zeit für Training und Spielen

    Wassersportverein feierte Einweihung der Jugendräume

    Auf der Bühne versammelt (von links) Barbara Hofmann, Dieter Brechenser und Rainer Vetter vom WSV und die Verantwortlichen des Vereins Anpfiff Dietmar Pfähler und Sebastian Ebeling am Mikrofon. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Schulkindbetreuung der Kanuakademie und die Jugendarbeit des Wassersportvereins Lampertheim (WSV) haben sich einen guten Ruf erworben, der auch den Verein Anpfiff überzeugte – mit bedeutender Wirkung: Für den Umbau und die komplette Sanierung der früheren Gaststätte im WSV-Vereinsheim zu Jugendräumen hat Anpfiff mit 50.000 Euro die höchste mögliche Fördersumme bewilligt. Aus eigenen Mitteln hat der WSV etwa 30.000 Euro beigesteuert.

    Beworben hatten sich 140 Vereine, 60 waren in die engere Wahl gekommen, wie der Anpfiff-Jugendräume-Projektleiter Sebastian Ebeling berichtete. Diese wurden besucht, am Ende hat Anpfiff 20 Vereine in die Förderung aufgenommen, die neben den Baumaßnahmen sechs Workshops in Walldorf und Beratung beinhaltet. Großes Lob für den WSV – der Wassersportverein sei bei den Workshops immer zahlreich vertreten gewesen. Auch die tolle Atmosphäre beim WSV war ihm aufgefallen. Aus den Nähten geplatzt war die Schulkindbetreuung in den alten Räumen, die nun auf der Fläche der früheren Gaststätte über einen Seminarraum mit Terrasse, eine große Küche und einen Arbeitsraum für die Hausaufgaben verfügt – der schöne Blick auf den Altrhein und den Biedensand inklusive.

    Das erfolgreiche Konzept ist die Vereinbarkeit von Schule und Sport und Nachwuchsförderung für den Kanurennsport. Von anfänglich vier Kindern ist die Nachwuchsschar seit 2014 auf 30 Kinder angewachsen, ursprünglich nur aus den Klassen 1 bis 4, jetzt bis zur Klasse 6. Projektleiterin und 2. Vorsitzende der Kanuakademie Barbara Hofmann erklärte den Tagesablauf: Die Kinder werden von der Schule abgeholt, haben eine Erholungspause, dann gibt es Mittagessen, bei den Hausaufgaben werden die Erst- und Zweitklässler engmaschig unterstützt. Wie das warme Essen sind auch Getränke und Obst inklusive. Nach den Hausaufgaben stehen Spiel und Training auf dem Programm. Der Sport findet im Sommer draußen statt. Die Verbindung von Bildung und Sport biete die Möglichkeit in diese Sportart reinzuschnuppern. Ein Erfolgsmodell, denn einige Nachwuchstalente seien im Hessenkader angekommen.

    Der neue Seminarraum regte die Gäste zu Gesprächen an. Großes Interesse fanden die ausgestellten Bilder von der Abriss- und Umbauphase. Foto: Hannelore Nowacki


    Anerkennung der Jugendarbeit

    Zur Einweihungsfeier mit Ansprachen, Besuch der Jugendräume und kaltem Büffet waren Gäste aus dem Sport wie der Vizepräsident des hessischen Kanuverbandes, der Vorsitzende der Sportkommission der Stadt Lampertheim Joachim Stumpf sowie Vertreter der Fraktionen, Bürgermeister Gottfried Störmer, der Erste Stadtrat Marius Schmidt und Vereinsmitglieder gekommen. Bürgermeister Störmer nannte den WSV einen besonderen Verein in Lampertheim, der hier Regatten durchführt und Ergebnisse feiern könne.

    Eine geniale Idee findet Störmer bei der Kanuakademie die Verbindung von Bildung und Sport. Seine Anerkennung materialisierte Störmer mit der Übergabe eines Umschlags an den Ersten Vorsitzenden Rainer Vetter. Anpfiff-Vorsitzender Dietmar Pfähler machte aus seiner Begeisterung für den WSV keinen Hehl: „Sie sind ein starker Verein und haben eine ganz fantastische Jugendarbeit“. Beeindruckt zeigte sich Pfähler auch, mit welcher Kraft der WSV etwas auf die Beine stellt.

    Sportwart und WSV-Projektleiter Dieter Brechenser machte dem Publikum deutlich, welche Anstrengungen beim Umbau nötig waren. Große Mengen von Abrissmaterial habe man entsorgen müssen, alles musste raus, die Elektrik aus den 1950er Jahren, die Holzdecke, Wasser- und Abwasserleitungen. Viele helfende Hände seien nötig gewesen und auch Sponsoren wie das Küchen-Center Klotz und eine Schreinerei. Nun ist im Seminarraum und in der Küche alles auf dem neuesten Stand der Technik, die Elektrik funktioniert mit einem Bus-System. Ein Bad und eine behindertengerechte WC-Anlage sowie die Außenfassade sind geplant, doch fehle es noch an Unterstützern.

    Hannelore Nowacki

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