Di., 20. August 2019, 11:16 Uhr
Bürgermeister Störmer bezieht zu Aussage des Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Hüttenfeld, Thorsten Schröder, Stellung
„Wehren sind voll einsatzfähig!“
LAMPERTHEIM – „Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in Lampertheim und den Stadtteilen leisten hervorragende Arbeit“, betont Bürgermeister Gottfried Störmer. „Ich kann ihnen nicht genug danken, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit ihre Arbeits- und Freizeit opfern, um für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger in Lampertheim zu sorgen – und das komplett ehrenamtlich!“ Umso irritierter zeigt sich der Rathaus-Chef über die teils heftige Kritik an der Stadtverwaltung, welche der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Hüttenfeld, Thorsten Schröder, im Rahmen der CDU-Sommertour geäußert hatte. „Es entsteht der Eindruck, als müssten die Lampertheimerinnen und Lampertheimer Angst haben, dass die Freiwillige Feuerwehr Hüttenfeld im Notfall keine Einsätze mehr fahren kann“, so Störmer. „Ich kann jedem in Lampertheim und den Ortsteilen versichern, dass unsere Wehren voll einsatzfähig sind!“
Störmer verweist auf den Bedarfs- und Entwicklungsplan und die rechtlichen Vorgaben, die auch von der Stadt Lampertheim eingehalten werden müssen: „Hiernach sind wir so aufgestellt, dass unsere freiwilligen Feuerwehrleute ihr Ehrenamt ordentlich und vor allem sicher ausüben können.“ Zur Art und Weise, wie die Kritik ins Stadthaus gelangte, zeigt sich der Verwaltungschef irritiert: „Die Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr in Hüttenfeld hat bisher immer gut funktioniert. Die Wehr wird gegenüber der anderen Wehren weder bevorzugt noch benachteiligt.“ In den letzten fünf Jahren wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hüttenfeld beispielsweise die bestehenden Gebäude renoviert und eine neue dreizügige Fahrzeughalle errichtet. „Bei diesen Investitionen in Höhe von 540.000 Euro sind kleinere Anschaffungen wie Schutzkleidung oder ähnliches noch nicht eingerechnet“, erklärt Störmer. Dass es in einzelnen Fällen bei Bestellungen aufgrund langer Lieferzeiten der Hersteller zu einem zeitlichen Verzug kommen könne, sei laut Störmer zwar ärgerlich, könne von der Verwaltung aber kaum beeinflusst werden.
Komplett freisprechen möchte sich das Stadtoberhaupt allerdings nicht. „Wir müssen unsere internen Abläufe und die Kommunikation zwischen Feuerwehren, Stadtbrandinspektor und den zuständigen Abteilungen bei der Verwaltung überprüfen und gegebenenfalls an den Stellschrauben drehen“, so Störmer. „Im Endeffekt haben wir nämlich alle das gleiche Ziel: den Schutz der Bürgerinnen und Bürger Lampertheims.“ zg