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  • Fr., 15. Februar 2019, 09:21 Uhr
    Empfang der Stadt Lampertheim für Stadtrat Hans Schlatter zum 80. Geburtstag

    „Weil es einfach gut ist, wenn man für andere etwas tun kann“

    Beim Empfang der Stadt Lampertheim Hans Schlatter (2. von links) mit Familie, Bürgermeister Gottfried Störmer (rechts) und Erstem Stadtrat Jens Klingler (links). Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Stadt Lampertheim gab am Mittwochnachmittag einen Empfang zu Ehren von Stadtrat Hans Schlatter, der an diesem Tag seinen 80. Geburtstag feierte. In den Sitzungssaal des Alten Rathauses waren auf Einladung von Bürgermeister Gottfried Störmer Vertreter aller Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrats gekommen und auch Ehefrau Christel mit der großen Familie des Stadtrats waren an seiner Seite. Ohne Unterbrechung seit 1964 war Schlatter in städtischen Gremien ehrenamtlich aktiv, bis März 1985 war er Stadtverordneter, ab April 1985 bis heute engagiert sich Schlatter als ehrenamtliches Magistratsmitglied. Die zahlreichen Gratulanten trafen auf einen höchst vitalen und tatkräftig wirkenden Jubilar, dem man seine Leidenschaft für Süßes nicht ansieht. Bürgermeister Störmer überreichte ihm als Geburtstagsgeschenk eine große Platte süßer Blätterteigstangen, während Ehefrau Christel einen prächtigen Blumenstrauß erhielt. In seiner Ansprache mit Gedanken zum Alter und Älterwerden ging Bürgermeister Störmer der Frage nach, ob nicht jedes Lebensjahr ein Geschenk und eine Chance sei und jeder Geburtstag ein Anlass für ein frohes Fest. „Wir meinen ja - und haben Sie deshalb heute hierher eingeladen“. In einer sich ständig verändernden Welt habe Schlatter nicht nur zuschauen wollen, wie die Gesellschaft sich entwickelt. „Sie wollten aktiv mitgestalten, Sie sind in die Politik gegangen, um auf die Entwicklung Ihres Geburtsortes Einfluss zu nehmen“. Im politischen Wirken Schlatters sieht Störmer auch seinen Beitrag „ein Abrutschen nach rechts“ zu verhindern, was auch ein Auftrag an alle im Raum anwesenden Politiker sei. Seit über 55 Jahren ist Schlatter aktives SPD-Mitglied, Anerkennung für sein Engagement habe er in seiner Partei und im politischen Lampertheim bekommen. Störmer zählte die Ehrungen auf, angefangen vom Landesehrenbrief 1981 bis zur höchsten Auszeichnung der SPD, der Willy-Brandt-Medaille 2015 für 55 Jahre aktive Mitarbeit. 1984 wurde Hans Schlatter zum Ehrenstadtverordneten ernannt, heute lautet der Titel Ratsherr. 2011 wurde er für 25 Jahre Mitgliedschaft im Magistrat geehrt, mit der Stadtplakette in Gold wurde er 2014 ausgezeichnet, die Partnerschaftsmedaille erhielt er 2008. Zugleich habe Schlatter offenkundig das Familienleben pflegen können und 36 Jahre als Lehrer Physik, Chemie und Sport in Viernheim und Lampertheim unterrichtet. Störmer, der selbst Schüler bei Schlatter war, berichtete mit einem wissenden Schmunzeln, was das bedeutete: „Dieser Unterricht war sehr geprägt von Disziplin, Ruhe und Ordnung – ich traute mich nicht, unaufmerksam oder gar unvorbereitet zu sein“. Etwas sei hängengeblieben. Auch die sportliche Seite des Jubilars beschrieb Störmer, die geprägt sei vom Einsatz für die Vereine und in der Sportkommission des Magistrats. Früher sei die Leichtathletik sein Schwerpunkt gewesen, heute ist Schlatter als Läufer und mit dem Fahrrad aktiv. Weiterhin viel Energie, Schaffenskraft und Neugier wünschte Störmer dem Jubilar. Erster Stadtrat und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jens Klinger gab seiner Bewunderung Ausdruck, dass Schlatter sich mit 80 Jahren „so reinhängt“. Froh sei er, dass Schlatter den runden Geburtstag nicht zum Anlass genommen habe aufzuhören. Immer gut vorbereitet komme Schlatter jeden Montag in die Fraktionssitzung. „Das ist ein Markenzeichen von dir“. In seiner kurzen Ansprache ging Schlatter zurück zu Bürgermeister Hans Pfeiffer, dem er zu verdanken habe, dass er in die SPD kam, der ihn in die Arbeit der Stadtverordnetenversammlung gebracht habe. „Ich bereue keinen Tag, weil es einfach gut ist, wenn man für andere etwas tun kann.“ Hannelore Nowacki

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