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  • Do., 31. Januar 2019, 22:15 Uhr
    Bürgerstiftung Bürstadt spendet der Tafel 500 Euro für Tankgutschein 

    Weitere ehrenamtliche Fahrer gesucht 

    Peter Tschirch (von links hinten), Hans-Jürgen Brems und Hans-Werner Vetter vom Vorstand der Bürgerstiftung Bürstadt wussten, dass sie mit der 500-Euro-Spende fürs Tanken bei den Tafel-Mitarbeitern dankbare Freude auslösen. Im Bild vorne: Tafel-Logistikleiter Werner Straus, Helferin Gabi Kohl und Tafel-Koordinatorin Ute Weber-Schäfer. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Bei der Tafel in Bürstadt gibt es immer viel zu tun. Die Ausgabezeit am Dienstagnachmittag von 14 bis 16.30 Uhr war gerade vorbei und die Regale leergeräumt. Doch für das ehrenamtliche Helferteam war der Arbeitstag noch nicht zu Ende. So ist es auch an jedem Freitagnachmittag, dem zweiten Ausgabetag in der Woche. Doch diesmal war Besuch von der Bürgerstiftung Bürstadt gekommen, Peter Tschirch, Hans-Werner Vetter und Hans-Jürgen Brems vom Vorstand hatten einen symbolischen großen Spendenscheck über 500 Euro mitgebracht, zweckgebunden fürs Tanken. Der ehrenamtliche Logistikleiter Werner Straus, der für die Tafel die Fahrer einteilt und auch selbst den Lieferwagen fährt, hatte schon den Tankgutschein bei der Stammtankstelle besorgt. Täglich holen die Fahrer Lebensmittelspenden von Geschäften ab und bringen sie zur Tafel Im Bildstock 79, diese Wege brauchen Treibstoff. Wie die  hauptamtliche Tafel-Koordinatorin Ute Weber-Schäfer vom Diakonischen Werk Bergstraße freute er sich und ist für diese Spende dankbar. Aber ein Anliegen hat er: Die Tafel braucht mehr Fahrer. Elf Rentner tun derzeit ihren Dienst, doch immer wieder einmal fällt ein Fahrer wegen Krankheit aus oder muss sogar ganz aufhören. 30 Helferinnen sorgen dafür, dass die Waren gepflegt und richtig gelagert werden, um sie den Tafel-Kunden im Laden anbieten zu können. Die Tafel-Koordinatorin informierte die Spender über die neueste Statistik, Zahlen, hinter denen immer Schicksale stehen. Zuständig ist sie für die Tafeln in Bürstadt, Lampertheim und Rimbach. 120 Bedarfsgemeinschaften mit 343 Personen werden von der Bürstädter Tafel zurzeit unterstützt. 29 Bedarfsgemeinschaften sind Flüchtlinge mit Kindern, die 44 Prozent ausmachen. 14 Bedarfsgemeinschaften sind Menschen im Rentenalter über 63 Jahre. Jede Bedarfsgemeinschaft darf einmal wöchentlich kommen. „Das ist relativ hoch“, betonte Weber-Schäfer. In Lampertheim beispielsweise können die Kunden nur alle zwei Wochen versorgt werden. Warteschlangen gebe es nie, weil die Tafel-Kunden in Gruppen zu bestimmten Ausgabezeiten kommen, wer jedoch dreimal unentschuldigt fehlt, werde von der Liste gestrichen. Ein Anruf genüge, wenn zum Beispiel ein Kind erkrankt ist. Zu bedenken gab die Tafel-Koordinatorin, dass sich im Bereich aller Tafeln im Kreis Bergstraße mit den Tafeln in Viernheim und Bensheim nur geschätzte 20 Prozent der Menschen mit Einkommen auf Grundsicherungsniveau  dort melden. Andererseits seien die Tafeln dennoch an ihren Kapazitätsgrenzen und immer auf Spenden angewiesen. Wer sich als ehrenamtlicher Fahrer in Bürstadt betätigen will, kann sich bei Ute Weber-Schäfer telefonisch unter 0151 22545114 oder per E-Mail an ute.weber-schaefer@dw-b.de melden. Hannelore Nowacki

     

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