Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 22. Juni 2020, 12:54 Uhr
    FC Olympia und VfB Lampertheim zielen mit Spielgemeinschaft auf Erfolg

    Weiterentwicklung des Kaders und mögliche Fusion

    Die Spielgemeinschaft mit dem FC Olympia und dem VfB Lampertheim ist gegründet. Beim Pressetermin waren (von links) Trainer Thomas Düpre, Manuel Tiefel (Sportausschuss), Patrick Andres (Sportausschuss-Vorsitzender SG), Thomas Sickinger und Sascha Betz (bei im VfB-Vorstand), Reinhard Wistuba (FOC-Vorsitzender), Moderator Uwe van gen Hassend und Trainer Tim Feldhinkel. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Für die Mitglieder ist diese Nachricht keine Überraschung, sie wurden schon vor Wochen über die Gründung der Spielgemeinschaft von FC Olympia 09 (FCO) Lampertheim und VfB 1948 Lampertheim informiert. Weil ein Verein allein die Herausforderungen nicht mehr schafft, kann Zusammenarbeit die Lösung des Problems sein. 

    In der kommenden Saison 2020/21 startet die Spielgemeinschaft (SG) FC Olympia/VfB Lampertheim mit zwei Seniorenmannschaften in der B- und D-Liga. Der Kader mit etwa 40 Spielern im Alter von 18 bis 38 Jahren wird von zwei Trainern weiterentwickelt. Thomas Düpre, B-Lizenzinhaber und bisher FCO, trainiert die 1. Mannschaft. Für die 2. Mannschaft ist C-Lizenzinhaber Tim Feldhinkel zuständig, der bisher die VfB-Jugend trainiert hat. Die sportliche Leitung übernehmen der FOC-Sportausschussvorsitzende Patrick Andres und Manuel Tiefel, der sich als Bindeglied zwischen VfB und der SG um die 2. Mannschaft kümmert. Der Spielbetrieb ruht wegen der Coronakrise, aber die Verantwortlichen der beiden Vereine haben in dieser Zeit eine beachtliche Wende herbeigeführt. Beim Pressetermin am Sonntagvormittag präsentierten Vertreter der beiden Lampertheimer Traditionsvereine mit Moderator Uwe van gen Hassend die neue Lösung mit dem Potenzial einer möglichen Fusion beider Vereine in absehbarer Zukunft. Die beiden Vereine sind Nachbarn im Adam-Günderoth-Stadion, die Vereinsheime sind nur durch eine Mauer getrennt, doch in der Vergangenheit trennte sie noch mehr. Das war kein Geheimnis, soll sich jetzt aber ändern. Erstes Ziel sei es, sich nun besser kennen und schätzen zu lernen, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung. Das erklärte Ziel wird mit Leben gefüllt, wie die zuversichtliche Stimmung beim Pressetermin zeigte. Moderator van gen Hassend, bekannt als Vorsitzender des erfolgreichen Tischtennisclubs TTC 1957 Lampertheim, ist auch vom Fußball begeistert und seit 35 Jahren Mitglied im VfB. Im 11-köpfigen VfB-Arbeitskreis, der nach der gescheiterten Vorstandswahl nach der Generalversammlung im Februar gebildet wurde, ist van gen Hassend Mitglied. Noch vor einem Jahr wurden Fusionsgespräche aller im Adam-Günderoth-Stadion beheimateten Vereine nach VfB-Absage abgebrochen. Die jetzt gegründete SG, die nach Verbandsvorschrift maximal zwei Mannschaften für höchstens drei Jahre vereinen darf, gilt den beiden Vereinen nun als Vorstufe zu einer möglichen Fusion. Sportlich hat sich die SG ambitionierte Ziele gesetzt: Die 1. Mannschaft will sich in der Saison 2020/21 unter die TOP 5 katapultieren. Die 2. Mannschaft zielt auf die obere Tabellenhälfte. In drei Jahren will die 1. Mannschaft in der A-Liga, die 2. Mannschaft in der C-Liga spielen. Die Kreisoberliga und B-Liga soll innerhalb der nächsten fünf Jahre erreicht werden. „Ohne Ziele kein Erfolg“ ist das Motto. FOC-Vorsitzender Reinhard Wistuba erklärte, wie sich das „sichere Fahrwasser“ für die Zukunft auswirken soll – Sponsoren sollen gewonnen werden, die Mitgliederzahlen sollen steigen und die Jugendarbeit, bisher beim VfB, stärker gebündelt werden. Patrick Andres sieht Lampertheim als „schlafenden Riesen“ in Sachen Fußballjugend, obwohl der FOC immer bereit gewesen sei. „Es geht nur zusammen“, ist er überzeugt. Beim Blick zur „Sonnenstadt“ zeige sich, was möglich ist. An Mitgliedern sind die beiden Vereine gut aufgestellt: Der VfB Lampertheim stützt sich auf 287 Mitglieder, der FC Olympia zählt 175 Mitglieder. Wegen der Corona-Regeln, die der städtische Pandemiestab angeordnet hat, muss immer noch der 1,5-Meter-Abstand eingehalten werden, was Torschießen, Pässe und Laufwege beim Training ermöglicht, jedoch dürfen sich nur 10 Spieler auf einer Platzhälfte aufhalten. „Die Disziplin der Mannschaft muss gegeben sein“, machte Andres deutlich. Die Duschen sind gesperrt, auch macht die Lage nicht einfacher. Die Vereine leben auch von der Begeisterung, vom Zusammenhalt und der Geselligkeit, deshalb hat sich die SG vorgenommen, das Wir-Gefühl zu entwickeln und gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren, die auch die dringend benötigten finanziellen Mittel beisteuern können. Alles soll sich entwickeln, wie auch das Vertrauen. „Eins nach dem anderen“, wie Wistuba meinte. Der Rasen im Stadion liegt wie ein schöner grüner Teppich vor Augen, ist jedoch noch von der Stadtverwaltung gesperrt. Das Tribünendach ist bereits saniert, das Gerüst steht noch. Ob das wegen der Corona-Regeln verschobene Hans-Pfeiffer-Turnier tatsächlich am Sonntag, den 6. September stattfinden kann und das Turnier „Unsere Stadt spielt Fußball“ wie vorgesehen am Samstag, den 12. September, werden die nächsten Wochen zeigen, hofft der Sportausschussvorsitzende Andres. Hannelore Nowacki

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 1