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Do., 18. November 2021, 12:56 Uhr
WIRTSCHAFTSREGION BERGSTRASSE: Besuch bei Firma HEESS / Sechs Thementage zu Branchenschwerpunkten absolviert
Weltweit erfolgreich im Maschinen- und Anlagenbau
Die Besucher der Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB) informierten sich bei der Firma HEESS über neue Forschungsprojekte und Produkte. Landrat und WFB-Aufsichtsratsvorsitzender Christian Engelhardt (rechts, hier im Gespräch mit Geschäftsführer Thomas Streng) war fasziniert von der Vielseitigkeit der Produktion. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Im Lampertheimer Stadtteil Hofheim hat ein Weltmarktführerim Maschinen- und Anlagenbau mit 90 Mitarbeitern seinen Standort: Die Firma HEESS. Fährt man an der Adresse in der Bahnhofstraße vorbei, ist das Firmenschild nicht zu übersehen, aber wer es nicht besser weiß, wird vielleicht nicht vermuten, dass hier für gefragte Spezialanlagen geforscht, entwickelt und produziert wird, die fast in die ganze Welt exportiert werden. Dabei gibt es das Inhaber geführte Familienunternehmen schon seit 1945, damals als Schmiede- und Reparaturbetrieb gegründet. Eine Erfolgsgeschichte, die auf stetiger Innovationskraft, Erfahrung und Flexibilität gründet, wie Geschäftsführer Thomas Streng seinen Besuchern der Wirtschaftsregion Bergstraße (WFB) und Bürgermeister Gottfried Störmer am Dienstag beim WFB-Thementag der Sparte „Maschinen- und Anlagenbau“ erläuterte. Fünf Thementage mit Besuchen überregional bedeutender Unternehmen hatte die Wirtschaftsregion Bergstraße bereits hinter sich, an diesem Tag besuchten Landrat Christian Engelhardt, der auch Vorsitzender des WFB-Aufsichtsrats ist, WFB-Geschäftsführer Dr. Matthias Zürker und Projektmanager für Unternehmerservice Felix Fischer vier Firmen. Erklärtes Ziel dieser Thementage ist die Vielfalt der Branchen und damit die unterschiedlichen Facetten der Region und die Stärke der Wirtschaftsregion Bergstraße auch nach außen stärker sichtbar zu machen. Bei einer Führung in der Montagehalle der Firma HEESS erfuhren die Besucher von Geschäftsführer Streng und den Prokuristen Hans Moh Amar und Harald Juretzko interessante technische Details der Anlagen, die gerade gefertigt werden, aber auch worauf es auf dem Weltmarkt ankommt und wie die großen Anlagen an ihrem Ziel beim Kunden, zum Beispiel in China, von eigenen Mitarbeitern installiert und in Betrieb genommen werden – Spezialaufgaben, die vor Ort Wochen, oft sogar drei Monate und mehr dauern. Wegen der In China jeweils geltenden Coronaregeln seien die Mitarbeiter mindestens zwei Wochen in Quarantäneunterkünften untergebracht bis sie mit ihrer Arbeit beginnen können. Als Technologieführer im Bereich Fixturhärteanlagen mit vielen Patenten und großer Fertigungstiefe von der Konstruktion bis zum weltweiten Service hat die Firma HEESS auch die Zukunft mit der E-Mobilität und der Windenergie im Blick. Namhafte Automobil- und Getriebehersteller, Unternehmen aus den Bereichen Windkraft, Luftfahrt und die Landmaschinenindustrie gehören zu den Kunden. Bei der Produktion selbst werde auf energiesparende Prozesse und Maschinen gesetzt. Das Leistungsspektrum umfasst zudem die Bearbeitung großer Schweißteile am mechanischen Großbohrwerk, das Fitmachen von Altmaschinen mit innovativer Technik sowie die Ersatzteilversorgung und Maschinenwartung bei Bestandskunden. Die Besucher erfuhren, dass die Ausbildung eigener Fachkräfte im kaufmännischen Bereich, als Zerspanungsmechaniker und Mechatroniker im Unternehmen eine wichtige Rolle spiele. Gesucht werde neues Personal im Bereich Projektingenieurwesen und Außenmontage.
In der Montagehalle werden gleichzeitig mehrere, völlig unterschiedliche Anlagen produziert, die sich die Besucher von der Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB) erklären ließen. Im Bild (von links): Felix Fischer, Dr. Matthias Zürker, Bürgermeister Gottfried Störmer, HEES-Geschäftsführer Thomas Streng, Prokurist Harald Juretzko, Landrat Christian Engelhardt und Prokurist Hans Moh Amar. Foto: Hannelore Nowacki
Viele Mitarbeiter seien langjährig beschäftigt, sogar ein 50-jähriges Jubiläum sei gefeiert worden. Ausgewählte Unternehmen hatten bei den Thementagen nach den Branchenschwerpunkten „IT, Software & Telekommunikation“, „Medizintechnik, Pharmazie & Biotechnologie“, „Maschinenbau, Elektro- & Metallindustrie“, „Kunststoff-, Gummi- & Chemische Industrie“ sowie „Automobil- & Fahrzeugindustrie“ und „Maschinen- und Anlagenbau“ vom WFB Besuch bekommen. Hannelore Nowacki