CDU Bürstadt stellt mit neuem Konzept die Weichen für Kommunalwahl in 2021
Weniger Plastik, mehr Grünflächen
Zehn Handlungsfelder, in denen konkrete Maßnahmen in Angriff genommen werden müssen, haben Alexander Bauer und Jürgen Eberle mit dem neuen Programm vorgestellt. Auch der Beethovenplatz steht auf der Agenda. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – Die CDU Bürstadt stellte diese Woche ihr neuen Handlungskonzept „Agenda 2030: Zehn Ziele für mehr Umwelt- und Klimaschutz in der Stadtentwicklung“ vor. Es soll sozialer, ökologischer und nachhaltiger werden in Bürstadt. Das Zehn-Punkte-Programm widmet sich Themen, „die in der gesellschaftlichen Debatte eine große Rolle spielen“, machten der CDU-Vorsitzende Alexander Bauer und Fraktionsvorsitzender Jürgen Eberle deutlich und soll Leitbild für die Kommunalwahl in zwei Jahren sein. Zehn „Baustellen“ für mehr Umwelt- und Klimaschutz haben die Christdemokraten dabei umrissen, die alte, aber auch neue Ideen ins Spiel bringen. „Wir sind überzeugt, dass gerade in Sachen Klimaschutz Verbote nichts bringen. Vielmehr müssen wir alle mit ins Boot nehmen und zu einem breiten Konsens zurückkehren“, betonte Bauer. „Es bringt nichts, die Probleme nur zu benennen. Mit dem Programm wollen wir uns abgrenzen zum planlosen Agieren“, erklärte Bauer und bezog sich damit auf den Antrag der Grünen, die gefordert hatten in Bürstadt den Klimanotstand auszurufen. Das Programm sei als roter Faden für die Stadtentwicklung der nächsten Jahre zu sehen. Konsequenter Kilmaschutz, soziale Akzeptanz und wirtschaftiche Entwicklung gehöre für die CDU zusammen. Deshalb müsse man auch die Wettbewerbsfähigkeit von Industrie und Mittelstand bei allem im Blick im haben. „Wir können in Sachen Nachhaltigkeit nicht nur auf Ökologie setzten, sondern müssen im umfassenden Sinn auch wirtschaftliche und soziale Aspekte beachten“, so der Landtagsabgeordnete. Ein Punkt auf der Agenda, eine nachhaltige kooperative Siedlungsentwicklung, sieht unter anderem vor, dass Neubaugebiete und Investorenprojekte zukünftig energieautark werden. Auch Dachbegrünungen auf Garagen und Hausdächern sollen etabliert werden. In Sachen Bodenschutz könne zudem einiges verbessert werden, indem man Ausgleichsmaßnahmen sinnvoll bündle und dadurch eine ökologische Aufwertung bereits vorhandender Flächen erfolge. Konkrete Maßnahmen sollen zur naturnahen Intensivierung der Stadtbegrünung entwickelt werden und mit Wettbewerben oder anderen Werbekonzepten will das Programm auch zur Minimierung von Schottergärten motivieren. Schließlich soll zukünftig auch überprüft werden, ob bestehende Auflagen von Grudnstücksbesitzern überhaupt umgesetzt wurden. „Das ist bisher nicht gemacht worden“, informierte Bauer. Weiterer Punkt ist der Beethovenplatz, den die CDU schrittweise zum „Grünen Herz“ der Stadt umbauen will. Hier soll nur eine Teilfläche verwertet werden, vor allem aber urbanes Grün die Lebensqualität verbessern. Mit einer Umgestaltung der Friedhöfe zu Friedhofsparks will die CDU dem Wandel in der Friedhofskultur begegnen. „Die Friedhöfe werden sich verändern, diesen Veränderungsprozeß wollen wir aktiv gestalten“, so Eberle. Außerdem wünscht sich die CDU eine plastikfreie Festkultur in Bürstadt. So könne mit einer Anpassung der Vereinsförderrichtlinien, die ökologische Investitionen fördern würden, vielleicht ein Umdenken erreicht werden. „Wir wollen nichts verbieten, aber Mehrweggeschirr fördern“, machte Bauer deutlich. Durch Auflagen und Anreize soll schrittweise eine plastikfreie Veranstaltungskultur, auch durch die Erneuerung des Spülmobils, gefördert werden. Der gesamte Wortlaut der „Agenda 2030:Zehn Ziele für mehr Umwelt- und Klimaschutz in der Stadtentwicklung“ findet sich auf der Homepage der CDU Bürstadt und kann dort auch kommentiert und bewertet werden. Eva Wiegand