Volles Haus beim Theaterabend mit den „Nordemer Kuckucks“ / „Im Doppelhaus geht’s rund“ – noch einmal am 30. November / Verlass auf Helfer-Team
„Wenn die auspacken, können wir einpacken“
„Im Doppelhaus geht’s rund“ und wer am Ende zu gierig ist wie Frau Huber, wird von Hannibal von Eschersheim mit der Schubkarre hinausbefördert. Foto: Hannelore Nowacki
NORDHEIM – Ein stiller Novemberabend in Nordheim, der leichte Wind holte sich letzten Blätter von den Bäumen und auffallend viele Autos parkten auf Plätzen und am Straßenrand, sogar zahlreiche auswärtige und linksrheinische Kennzeichen wurden gesichtet. Was war da los? In der Kultur- und Sporthalle ging es rund, denn die „Nordemer Kuckucks“ hatten zur Premiere ihrer Komödie „Im Doppelhaus geht’s rund“ eingeladen und spielten vor fast 300 Zuschauern. Das Theaterstück in drei Akten war um 23 Uhr zu Ende - das Publikum feierte die Darsteller mit viel Applaus. Die beiden Pausen nutzten die Zuschauer zu angeregten Gesprächen und einer kleinen Stärkung, auch die Sektbar im Foyer war gut besucht. Bei Familie Rauscher und Familie Wacker im Doppelhaus ging es allerdings mächtig rund als alle hellwach waren.
Im Garten saßen Hilde Rauscher (Gabi Haas) und Lore Wacker (Ricarda Pawlitschek) und hatten ihre Männer im Blick, nur ein kleiner Zaun trennt die Nachbarn. Willi Wacker (Frank Schneider) und Heini Rauscher (Klaus Engelhardt) schliefen ihren Rausch aus und schnarchten dabei gemütlich vor sich hin. Wenn die beiden Frohnaturen zum Beispiel bei ihrem jährlichen Ausflug unterwegs sind und dabei die Damenwelt einschließlich des Bibliser Popchors erkunden, haben sie viel Spaß. Davon erfuhr das Publikum aus den Männergesprächen. „Wenn die auspacken, können wir einpacken“, fürchtete der Heini. Auch die Gattinnen haben es faustdick hinter den Ohren, wie sich zeigen sollte. Ganz cool hatte Hilde zuvor noch gemeint: „Was ich net waaß, macht mich net haaß“. Für Frau Huber (Tanja Karb) ergaben sich dabei die herrlichsten Einsichten, die sie sofort im Ort erzählte, so etwas erfährt man ja nicht alle Tage. In Rechtsanwalt Hannibal von Eschersheim (Wilhelm Uihlein) findet sie schließlich einen Verbündeten, der so gar nicht singen kann. Auch das Baby, das auf unerklärliche Weise vor dem Doppelhaus abgelegt war, ließ sich vom engagierten Gesang des netten alten Herren nicht begeistern.
Die Hauptfrage jedoch bewegte beide Familien: Wer ist der Vater des Babys? Sogar die innig in den Nachbarssohn Bernd Rauscher (Stefan Uihlein) verliebte Tochter Karin Wacker (Manuela Haas) glaubt nicht mehr so ganz an die Treue ihres Verlobten. Dass auch die Damen (fast) nichts auslassen, zeigte eine Party mit Giovanni (Matthias Walch), die mit einem Polizeieinsatz abrupt endete. Am Ende war alles gut und auch das Baby fand zu seiner Mama (Silke Folz). Der „Hallewart“ (Tanja Karb) zeigte sich zufrieden, hatte sich doch das Publikum im Wesentlichen an die anfängliche Empfehlung gehalten auch mal laut zu lachen. Die Theatergruppe kann sich auf zahlreiche Helfer stützen, die beim Bühnenbau, am Ausschank, an der Kasse und anderen wichtigen Positionen mitwirken. Acht „Schilderkinder“ informierten das Publikum laufend über den aktuellen Ablauf. Die Freiwillige Feuerwehr Nordheim hielt die Brandwache.
Hannelore Nowacki
Einen unterhaltsamen Abend verbrachten die Zuschauer bei der Premiere am Samstagabend in der Kultur- und Sporthalle. Foto: Hannelore Nowacki
Noch Karten für die zweite Vorstellung am 30. November im Vorverkauf
Für die zweite Vorstellung in der Kultur- und Sporthalle in Nordheim, Wormser Straße 8-12, am Samstag 30. November gibt es noch Karten im Vorverkauf für 7 Euro (an der Abendkasse 7,50 Euro) bei allen Beteiligten sowie telefonisch bei Stefan Uihlein: Telefon 0160 478 77 21. Gabi Haas: Telefon 06245/908768. Wilhelm Uihlein: 06245/5435. Beim evangelischen Pfarrbüro zu den normalen Öffnungszeiten. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn der Vorstellung um 20 Uhr.
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