DIABETES: Dr. Matthias Doll seit einem Jahr in Internistischer Praxis Lampertheim kompetenter Ansprechpartner
Wenn Zucker für den Körper zur Gefahr wird
Dr. Matthias Doll (l.) erläutert den richtigen Umgang mit dem Glukosemonitoring. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Es ist ein wichtiges Thema, welches knapp zehn Prozent der Menschen in Deutschland betrifft: Diabetes mellitus. Seit einem Jahr ist Dr. med. Matthias Doll in der Internistischen Praxis Lampertheim in der Moltkestraße 2 ansässig und bietet als Ansprechpartner vor Ort für alle Menschen aus Lampertheim und Umgebung rund um das Thema Diabetologie kompetente und fachliche Unterstützung.
„Diabetes ist eine Krankheit, die leider omnipräsent ist”, betont Dr. Doll im Gespräch mit dem TIP. „In Deutschland ist jeder Zehnte von dieser Krankheit betroffen, das sind knapp 8 Millionen Menschen mit steigender Tendenz“.
Wichtig ist, in Diabetes mellitus Typ 1 und Diabetes mellitus Typ 2 zu unterscheiden. Während bei Typ 1 nahezu kein Insulin produziert wird und daher eine lebenslange Insulintherapie notwendig ist, kann der Diabetes mellitus Typ 2 – der 90 Prozent aller Betroffenen ausmacht – zu Beginn oft auch durch eine Lebensstilveränderung in Kombination mit Tabletten therapiert werden. Bei Diabetes mellitus Typ 2 stehen das Übergewicht, die ungesunde Ernährung, fehlende Bewegung und eine Insulinresistenz im Vordergrund. Daher ist ein Therapieansatz aus mehreren Komponenten wichtig.
„Wir essen oft zu viel und meist zu energiereich. Dies führt somit häufiger zu Übergewicht als in den vergangenen Jahrzehnten. Parallel dazu nimmt die tägliche körperliche Aktivität ab. Zu oft wird das Auto, der E-Roller oder der Fahrstuhl benutzt“. Experten empfehlen einen Bewegungsumfang je nach Alter von 8.000 bis 10.000 Schritte am Tag.
Sowohl die nicht medikamentöse als auch die medikamentöse Therapie sind beim Diabetes mellitus Typ 2 entscheidend. Was macht eine gesunde Ernährung aus, wie ernähre ich mich richtig, was ist an Bewegung wichtig? Hierzu bietet Dr. Doll und sein Team strukturierte Schulungskurse an. Die Schulungsthemen umfassen die Entstehung der Erkrankung, Motivation zur Bewegung, Ernährungslehre, aber auch einen Überblick über die medikamentösen Therapiemöglichkeiten.
Der Diabetes ist aber nicht nur eine reine Stoffwechselerkrankung, sondern die betroffenen Patienten können häufiger im Vergleich zu nicht Betroffenen an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall erkranken. Generell werden die Gefäße der Patienten geschädigt, was in einer Störung der Nierenfunktion und des Augenhintergrundes resultieren kann. Ebenso kann es zu einer Schädigung der Nervenfunktion kommen, was Betroffene als „Ameisenlaufen an den Füßen“ beschreiben.
Hinsichtlich der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 stehen mittlerweile eine Fülle unterschiedlicher Medikamente zur Verfügung. Manche davon haben neben der gewünschten Blutzuckersenkung auch einen positiven Einfluss auf die Gewichtsentwicklung sowie auf das Entstehen von Folgeerkrankungen.
Im Bereich des Diabetes mellitus Typ 1 ist eine dauerhafte Behandlung mit Insulin nötig, da es sich hier um eine Erkrankung handelt, bei der die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin produziert. Hier besteht mittlerweile auch die Möglichkeit den Zuckerspiegel im Körper mit einem Sensor zu messen und zu überwachen. Diese können auch über das Smartphone vom Patienten und Außenstehenden eingesehen werden, wenn dies vom Patienten gewünscht wird. „Dies führt bei den Betroffenen zu mehr Lebensqualität”, so Dr. Doll. Benjamin Kloos