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  • Fr., 15. Juli 2022, 14:00 Uhr
    ORGELSOMMER: 18. Auflage an vier Sonntagen im August in der Domkirche / Karten an Abendkasse erhältlich

    Werke von Olivier Messiaen erklingen in der Domkirche

    Die Initiatorin des Orgelsommers Heike Ittmann freut sich auf die 18. Auflage des Konzertereignisses – traditionell gestaltet sie am 28. August selbst das Programm. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Er ist jedes Jahr ein musikalischer Höhepunkt des Sommers – so auch in diesem Jahr: Am 7. August startet der 18. Lampertheimer Orgelsommer in der Domkirche. Sowohl kulturell als auch musikalisch ist dieses Event etwas ganz besonderes, vier Sonntage in Folgetpräsentieren jeweils um 20 Uhr  Organistinnen und Organisten ihre ausgewählten Stücke. In diesem Jahr stehen die Werke des französischen Komponisten Olivier Messiaen im Mittelpunkt, dessen Todestag sich 2022 zum 30. Mal jährt. In drei der vier Konzerte sind zudem Stücke von César Franck zu hören, der vor genau 200 Jahren geboren wurde. 

    „Der Orgelsommer ist auch in diesem Jahr wieder ein wunderbares Ereignis”, strahlte Domkantorin Heike Ittmann bei der Vorstellung des Konzertprogramms. „Ich bin stolz, dass wir auch über die Coronazeit jedes Jahr diese beliebte Konzertreihe durchführen konnten, trotz aller Auflagen. Diese sind in diesem Jahr nicht nötig, aber natürlich kann jeder, der das möchte, während des Konzertbesuchs eine Mund-Nasen-Maske tragen. In diesem Jahr ist auch keine Anmeldung mehr erforderlich, Karten sind daher ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.” Einen Dank richtet Heike Ittmann an cultur communal, das den Orgelsommer auch in diesem Jahr unterstützt. 

    „Olivier Messiaen ist ein sehr bekannter Komponist, sehr mystisch angehaucht und as merkt man auch an seinen Stücken. Er hat eine eigene Tonsprache entwickelt, die gleichzeitig sehr modern ist und eine unglaubliche Tiefe hat. Jeder Ton drückt die starke Gläubigkeit von Olivier Messiaen aus, gleichzeitig spürt man Farben in den Klängen, die sehr gut zu unserer Orgel passen”, zeigt sich Heike Ittmann bereits im Vorfeld zu den Konzerten begeistert.

    Lässt am 14. August die „Große Blaue” in der Domkirche erklingen: Jörg Josef Schwab, Münsterorganist des Freiburger Münsters. Foto: oh


    Karten für die Konzerte gibt es jeweils an der Abendkasse, der Eintrittspreis beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Zudem gibt es eine Abokarte für alle Konzerte, die am 7. August an der Abendkasse zum Preis von 33 Euro, ermäßigt 22 Euro, erhältlich ist. Im Anschluss an jedes Konzert besteht bei gutem Wetter die Möglichkeit, auf dem Domplatz bei einem Glas Wein oder Wasser mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. „Das ist immer eine besondere Zeit, es kommen Menschen, die man sonst nie sieht“, freut sich Heike Ittmann schon auf die schöne Atmosphäre, die stets bei den Veranstaltungen herrscht. 

    Musikalischer Genuss für das Ohr und das Herz

    Das erste Konzert wird am 7. August um 20 Uhr durch Stefan Schmidt gestaltet. Der Würzburger Domprganist, der als Honorarprofessor auch an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf im Studiengang Kirchenmusik eine Orgelklasse für Interpretation und Improvisation leitet, ist ein international gefragter Interpret und Improvisator. In dieser Funktion begleitet er auch regelmäßig künstlerisch wertvolle Stummfilme. Sein Konzert in der Domkirche wird er aus aktuellem Anlass unter das Motto „Dona nobis pacem” stellen, die Werke von Franck, Martin, Bach oder Demessieux spiegeln dabei die Bedeutung des Friedens wieder. Von Messiaen wird er „Das himmlische Gastmahl” darbringen.

    Insgesamt drei Improvisationen wird am 14. August Jörg Josef Schwab in sein Konzert integrieren, darunter eine Hommage an Messiaen. Der Münsterorganist des Freiburger Münsters, der immer wieder in zahlreichen deutschen und europäischen Kathedral- und Domkirchen konzertiert, spielt zudem Stücke von Händel, Bach und Fletcher. Gespannt sein dürfen die Konzertbesucher auch auf die Improvisation „Trumpet Tune”.

    Mit Tobias Horn kommt am 21. August ein Gewinner mehrerer internationaler Orgelwettbewerbe nach Lampertheim. Der Kirchenmusikdirektor unterrichtet eine Klasse für Orgelliteraturspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Auch er wird neben einem Werk von Messiaen ein Stück von Franck darbieten, zudem wird von Liszt die Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam” in der Domkirche erklingen,

    Den Abschluss des Orgelsommers wird am 28. August traditionell Domkantorin Heike Ittmann übernehmen. Die Initiatorin des Orgelsommers und Organistin in der Domkirche wird ein komplett französisches Programm erklingen lassen. Neben Messiaen und Franck spielt sie Stücke von Gigout und Boellmann. 

     Weitere Informationen zum Orgelsommer sind bei Heike Ittmann telefonisch unter 06206/157301 sowie per E-Mail an heikeittmann@gmail.com erhältlich. Benjamin Kloos

     

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