Mi., 19.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 12. Dezember 2016, 09:47 Uhr
    CDU Veranstaltung zum Thema Integration/ Kreis hat Vielzahl von Programmen entwickelt

    „Wertschätzende Begegnung wichtig“

    Landrat Christian Engelhart machte bei der Veranstaltung im Briebelsaal deutlich: „Integration muss eingefordert werden. Das Wichtigste ist Spracherwerb“. Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT - Auf großes Interesse stieß die im Oktober 2015 anberaumte Informationsveranstaltung der CDU Bergstraße zum Flüchtlingsthema in Bensheim. Gut 14 Monate später wollten die Christdemokraten einmal nachfragen, was sich seit dieser Zeit im Kreis Bergstraße allgemein und speziell in Bürstadt getan hat. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister hatte Zahlen dabei: "Über 200.000 Menschen kamen vor gut einem Jahr, aktuell sind es nur noch 15.000 im Monat". So habe sich der Fokus der Diskussion sehr verändert. Deshalb beschäftigten sich nicht nur CDU Mitglieder im Briebelsaal des Caritaszentrums mit den zentralen Themen: Wie haben sich die Flüchtlinge integriert? Welche Erfahrungen haben die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfer gemacht? Welche Angebote gibt es im Kreis Bergstraße und speziell in der Stadt Bürstadt und welche Zukunftsperspektiven ergeben sich? Bürstadt hat dank zahlreicher Ehrenamtlicher, die von Anfang an tatkräftig anpackten, vieles richtig gemacht, dennoch steht der Stadt und auch allen anderen Kommunen im Kreis Bergstraße, wie Landrat Christian Engelhardt klarmachte, mit der tatsächlichen, gelebten Integration, die nicht nur das Erlernen der Sprache, sondern auch das Vermitteln der Werte, der Kultur, das Unterbringen in einer dauerhaften Bleibe sowie einer Arbeitsstelle beinhaltet, eine große Aufgabe ins Haus. In Bürstadt leben zurzeit 238 Flüchtlinge, etwa 80 Prozent haben eine Bleibeperspektive. „Eine große Herausforderung“, meinte der Landrat und ergänzte: „Integration muss hart eingefordert werden.“ Zur Lage in Bürstadt konnte nicht nur Bürgermeisterin Barbara Schader etwas sagen, auch Michael Held vom Netzwerk Asyl meldete sich zu Wort und betonte, gerade die wertschätzende Begegnung sei wichtig für die Menschen. Ein großes Thema ist derzeit nicht nur der Familiennachzug, auch die Suche nach bezahlbarem Wohnraum stellt eine riesige Aufgabe dar. „Hier gibt es ganz großen Nachholbedarf“, betonte Held. Auch der Bericht des hauptamtlichen Koordinators Jürgen Knödler machte unmissverständlich deutlich, dass gerade im Bereich der Sprache weitere, intensive Anstrengungen nötig sind. Voraussetzung, um überhaupt auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden zu können, ist das Erreichen des Sprachniveaus B1. Die in Bürstadt lebenden Flüchtlinge haben im Schnitt nur das Sprachniveau A1 erreicht. Deshalb plant Knödler ein Sprachcafé in der Alten Schillerschule. Als letztes kam der Schulleiter der Schillerschule, Torsten Wiechmann zu Wort. Hier bestehe eine ganz andere Situation: „An der Schule sind nicht so viele Flüchtlinge, aber viele Kinder mit Migrationshintergrund.“ Es mache deshalb keinen Unterschied, wo die Kinder herkämen, wichtig sei das Vermitteln der Sprache. Und hierzu gibt es an der Schillerschule mit den Vorlaufkursen, Vorschulklassen und Intensivkursen zahlreiche Fördermöglichkeiten. Eva Wiegand

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1