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  • Di., 14. April 2026, 09:40 Uhr
    WASSERSPORT: Ein Zweier-Kajak trägt den Namen „Hans Schlatter“ / Wassersportverein Lampertheim feierte Saisoneröffnung mit Bootstaufen

    „Wetter gut, Wasser haben wir“

    Im Gedenken an ihren Vater Hans Schlatter gaben Anke Diehlmann und Katja Sterzenbach dem Zweier-Kajak seinen Namen.
    Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Ruhig lag der Altrhein den Besuchern und Vereinsmitgliedern zu Füßen, trübe das Wetter am Sonntagvormittag, aber beste Stimmung beim Wassersportverein Lampertheim (WSV) auf dem grünen, baumbestandenen Freigelände mit dem weiten Blick aufs Wasser und in die Landschaft: Der Saisonbeginn wurde mit Gästen und Mitgliedern gefeiert, verbunden mit der Taufe einiger Schülerboote, deren Anschaffung durch Spendengelder unterstützt wurde. Eine große Schar junger Nachwuchssportler mit Jacken in den blauen Vereinsfarben hatte sich an den aufgereihten Booten platziert, während Rainer Vetter, der 1. Vorsitzende, die zahlreich erschienenen Besucher begrüßte. Was heute der Saisonbeginn ist, war früher das Anpaddeln im Frühling, erklärte Sportwart Dieter Brechenser in seiner Rede. Entsprechend wurde im Herbst das „Abpaddeln“ gefeiert, die Boote anschließend in die Winterruhe geschickt. Doch durch den Klimawandel änderten sich die Termine und wenn nicht gerade eine Eisschicht auf dem Altrhein liegt wie in diesem Winter, dann wird gepaddelt. Zum Fithalten seien dann die Ergometer im Einsatz. Seine aktuelle Einschätzung: „Wetter gut, Wasser haben wir“. Und für die Saison 2026 sei der WSV gerüstet. Schmerzlich vermisst werden drei langjährige Mitglieder, die innerhalb von drei Wochen verstorben waren und eine große Lücke hinterlassen. Als „Urgesteine“ des Vereins bezeichnete Vetter die drei Mitglieder Ehrfurcht gebietend, unter ihnen mit 48 Jahren Mitgliedschaft Hans Schlatter, der auch lange Jahre Vorsitzender der Sportkommission war. Anstatt Blumen zur Beerdigung hätten die Angehörigen in seinem Sinn um Spenden für den WSV gebeten. Es sei reichlich Geld geflossen. Hans Schlatters Töchter Anke Diehlmann und Katja Sterzenbach tauften das Zweier-Kajak auf den Namen des Vaters. Die Namen der Schülerboote seien aus Vorschlägen der jungen Leute hervorgegangen, teilte Vetter mit. „Taifun“ und „Speedy“ lassen ahnen, was die Schüler vorhaben. Drei Schülerboote wurden getauft, ein privates Boot erhielt den Namen „Gerda“. 

    Das erste der drei Schülerboote trägt den Namen „Taifun“.
    Foto: Hannelore Nowacki

     

    Was der WSV leistet

    Rückblickend wies Dieter Brechenser auf viele sportliche Erfolge mit vielen Medaillen hin. Marco  Brechenser habe es in die Nationalmannschaft geschafft, ist Deutscher Vizemeister und fünfter in der Europameisterschaft geworden. Für die vielen Kinder im Verein hätten die Trainer die C-Kurse abgeschlossen. Die neuen Schülerboote habe der Verein schon letztes Jahr bestellt, geliefert wurde erst am Freitagnachmittag – bei den Bootsbauern fehle es an Fachkräften. Mit der Kita Farbenfroh habe der Verein eine Kooperation, die Kinder werden mit Bussen zur Schwimmausbildung gefahren, teilte Brechenser mit und hob hervor, dass die Rotarier dies unterstützen. Applaus für die Unterstützung durch die Stadt Lampertheim und die Stadtverordneten spendeten die Zuhörer, als WSV-Vorsitzender Vetter die Stadt als größten Sponsor des Vereins hervorhob, denn die Finanzen seien ein großes Problem. „Dafür sind wir sehr dankbar“. Beispielsweise stelle die Stadt Trainingszeiten im Hallenbad zur Verfügung. Doch nur durch das Engagement der ehrenamtlichen Trainer und der Eltern funktioniere der Verein. Die neue, behindertengerechte Toilettenanlage ist der Stolz des Vereins, ein Umbau, der erst nach der Schließung der Vereinsgaststätte möglich geworden sei. Vetter betonte, dass der WSV ortsansässige Betriebe beauftragt hatte, die Hand in Hand gearbeitet hätten. Zusätzlich seien Arbeiten fachgerecht von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich ausgeführt worden. 

    Hannelore Nowacki

     

     

     

     

     

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