NATUR ERFORSCHEN: Viel los beim 15. Forschertag der Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen im Stadtpark
Wie die Kräfte wirken und Dinge sinken
Eine Bogenbrücke steht – die Freude ist riesig. Am Stand der Pestalozzischule wurde die Kunst des Brückenbauens erkundet. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Naturwissenschaften für Groß und Klein mit Experimenten zum Mitmachen – dieses Angebot beim 15. Forschertag der Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen im Stadtpark am Donnerstagnachmittag kam gut an. An den 16 Ständen, die in großer Runde auf der Wiese aufgestellt waren, sammelten sich die interessierten Besucher, Erwachsene, teilnehmende Kita-Kinder und Schüler, die sich die Experimente erklären ließen und auch gerne selbst ausprobierten. Stolze Eltern schauten sich die Arbeiten ihrer Sprösslinge an und wanderten von Stand zu Stand. Erstaunliche Phänomene waren zu beobachten, für die es naturwissenschaftlich belegte Erklärungen gibt. Fachkundig und mit Freude bei der Sache vermittelten die Kinder und Jugendlichen den Besuchern an den Ständen ihr Wissen, ebenso engagiert unterstützt von ihren Erzieherinnen und Lehrkräften.
An dieser Station der Alfred-Delp-Schule war die Warteschlange lang. Gleich fliegt die Flasche mit Ball in die Höhe, eine Teamarbeit. Foto: Hannelore Nowacki
Zauberhafte Kräfte der Natur
An den Ständen der Alfred-Delp-Schule ging es um „NaWi“ (Naturwissenschaft) für Groß und Klein. Beim anspruchsvollen Experiment mit Solarmodulen musste richtig gestöpselt werden, damit der Strom zum kleinen Ventilator und Handy fließen konnte, ein Messgerät zeigte Volt und Ampère an. Um Kraft und Gegenkraft ging es beim Hochziehen. „Ich will ganz nach oben“, sagte ein mutiges Mädchen. Bei der Kita Guldenweg zeigte sich, dass die schön bemalten Wasserrosen aus Papier schwimmen können. Großer Auflauf bei der Kita Falterweg zur Frage, was gut schwimmt und was untergeht. Erzieherin Jana Preschke unterstützte den sechsjährigen Chem, der die Experimente erklärte. Eine Banane zum Beispiel schwimmt auf dem Wasser.
Foto: Hannelore Nowacki
Einen Wassertornado zu erzeugen ist ziemlich einfach, wie die Besucher bei der Kita Rosenstock sehen und ausprobieren konnten. Man muss nur wissen wie es genau geht: Flasche gut schütteln und dann mit dem Auslauf nach unten halten. Salzwasser hält die Dinge oben, das merkten die Kinder als sie ein Ei hineinlegten. Wasser und Luft spielen zusammen, wie man bei der Schillerschule beim Experiment mit Weingläsern sehen konnte. Nico und Martin, beide sieben Jahre, führten es vor.
Foto: Hannelore Nowacki
Am Stand der Biedensandschule, die Luca als die beste Schule lobt, ging es um die Sinne Riechen, Hören und Schmecken. Bei den komplexen Experimenten wurden die Schüler von ihren Fachlehrern Laura Carocci und Jannik Said unterstützt. Ordentlich pusten, dann fliegen die gebastelten kleinen Röhren-Raketen aus Papier wie sich bei der Nibelungenschule zum Thema Luft zeigte. Am Stand der Kita Pater Delp ging es um Schmetterlinge aus Papier, die ausgeschnitten, bemalt und trickreich mit Streichholz und zwei Ein-Cent-Stücken beklebt wurden.
Die Naturwissenschaftliche AG (NaWi-AG) der 5. Klasse des Lessing-Gymnasiums mit Fachlehrer für Mathematik und Biologie Hauke Eifert begeisterte die jungen Mitmacher mit dem Prinzip des Rückstoßes, der Autos durch Aufblasen eines Luftballons zum Laufen bringt. Die Kitas Europaring und Saarstraße hatten sich zum Thema Gleichgewicht zusammengetan – Waage, Wippe und Flaschenzug waren Teil der Experimente. Um die Bienen ging es beim Waldkindergarten Fuchsbau, ein Stand mit schönen Blumen, die die Bienen lieben, Modellen von allen Entwicklungsstadien und Informationen, die es zu entdecken galt. Das interessierte viele Besucher, die auch Broschüren für Balkon und Garten erhielten. In bunten Säckchen zum Mitnehmen waren Samen verpackt. Bienen gibt es schon viel länger als Menschen auf der Welt leben, war zu erfahren. Die Kita-Kinder und die Erzieherinnen Heidi Teufel und Melanie Zuber hatten viele Fragen zu beantworten.
Forschernetzwerk aktiv bei Kitas und Schulen
Zur Eröffnung sprach die langjährige Koordinatorin des Veranstalters, des Lampertheimer Forschernetzwerkes, Dr. Sabine Nieter, und lud die Besucher ein, sich von der naturwissenschaftlichen Bildung vom Kindergarten bis zum Abitur beeindrucken zu lassen. Erster Stadtrat Marius Schmidt zeigte sich überzeugt, dass dieser Tag Lust mache auf Naturwissenschaft, die alle Sinne anspreche. Erzieherinnen und Lehrern dankte er für ihren Einsatz neben der täglichen Arbeit, um diese Projekte möglich zu machen. Auch den Kindern und Jugendlichen dankte er. Schmidt wies auf die preisgekrönte Qualität des Forschernetzwerkes hin, dessen roter Faden der naturwissenschaftlichen Bildung von den Kitas bis zu den weiterführenden Schulen reiche. Der Abiturjahrgang 2025 des Lessing-Gymnasiums bot Kuchen und Getränke an, Schüler der Alfred-Delp-Schule standen als Sanitätspersonal bereit.