
HOFHEIM – Mit dem „Küken-Kucken“ hatte der Kleintierzuchtverein Hofheim am Karfreitag für eine große Attraktion gesorgt. In einer geschützten Ecke des Vereinsheims staunten Kinder und Erwachsene, was sich hinter den Glasscheiben des Kükenkastens abspielte. Aus mehreren Eiern waren bereits ein paar Küken geschlüpft, mit einem Sprung aus der halben Eischale kam ein Küken frei, andere ruhten sich nach den Anstrengungen aus und schauten die Besucher neugierig dicht hinter der Scheibe an. Ein leises Fiepen war von den gefiederten Winzlingen zu hören, deren zartes Federkleid bei 37 Grad Celsius trocknete. Leicht beschlagen waren die Scheiben, denn die Küken brauchen recht feuchte Luft. Nicht irgendwelche Hühnerküken hatten das Licht der Welt erblickt, es handelt sich um Rassegeflügel, das sich durch seine Schönheit auszeichnet. Hell waren die Orpington-Küken, dunkel die Bielefelder Zwerghühner-Küken. Im Brutkasten nebenan bei 37 Grad Celsius zogen die künstlich bebrüteten Eier die Blicke an.
Foto: Hannelore Nowacki
Fragen beantwortete Vereinsmitglied Kai Schnellbächer gerne, die auch das Geschehen im Blick hatte und erklärte, dass sich der Nachwuchs in den kleinen Eiern der Zwerg-Italiener noch Zeit ließ. Im kleinen Gehege, ähnlich einem Vogelkäfig mit der wärmenden Kunstglucke drängten sich ein paar gelbe flauschige Küken dicht aneinandergeschmiegt an die Wand – hier kommen alle unter, wenn ihr Federkleid trocken war. „Das haben wir bisher nur im Fernsehen gesehen“, erzählte Viktoria Weibert begeistert. Töchterchen Milana hob sie hoch, damit sie die gelben Küken erspähen konnte. Auf dem Infotisch mit bebilderten Hinweisen waren Nester mit Eiern von Hühnerrassen und von Gänsen ausgestellt, die auf dem 10.000 Quadratmeter großen Vereinsgelände in 16 Parzellen ein gemütliches Zuhause haben. Zum ersten Mal veranstaltete der Kleintierzuchtverein eine Kükenschau, wie Kai Schnellbächer dem TiP berichtete, der Verein wollte im Gespräch bleiben, denn wegen der Vogelgrippe habe der Verein das Gelände für die Öffentlichkeit schließen müssen und eine Lokalschau habe es auch nicht gegeben.
Bei bestem Ausflugswetter mit blauem Himmel und Sonnenschein zog es viele Besucher hinaus auf die Anlage mit der großen saftig grünen Wiese, den blühenden Büschen und Osterglocken und den Gehegen, in denen wahre Schönheiten ihr Federkleid zeigten, auch elegante Tauben gurrten. Hähne begrüßten die Besucher in allen Tonlagen, hoch und tief, lautstark und ausdauernd. Mit großem Appetit pickten die Hühnerfamilien im Grünen und im Sand. Die schwarz-weiß gemusterten Amrock-Hühner von Züchterin Laura Hamm brüten selbst, der süße kleine Hahn auf ihrem Arm ist am 6. März aus dem Ei geschlüpft und lässt sich tiefenentspannt streicheln. Auch die erwachsenen Amrock-Schönheiten erfreuen Laura Hamm mit ihrem entspannten Verhalten. Als besondere Überraschung für die Besucher war Vereinsmitglied und Züchterin von Vorwerk-Hühnern Jasmina Kleber mit ihrer Nichte fleißig beim Verstecken bunter gekochter Hühnereier entlang der Wege. Nach den ersten vierzig Eiern holten sie palettenweise Nachschub. Einen goldenen Hasen erhielten die Finder der nicht so häufigen nummerierten Spieleier. Ein appetitliches Kuchenbüffet erwartete die Besucher im Vereinsheim, Pommes und Backfisch schmeckten im Freien und unter Zeltdach.
Hannelore Nowacki
























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