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Do., 17. Oktober 2019, 13:18 Uhr
Fachstelle Jugendberufshilfe lädt zum Elterninfoabend am 30. Oktober ein
„Wie unterstütze ich mein Kind auf dem Weg in den Beruf“
Diplom-Sozialpädagogin Kerstin Biehal (links) und Diplom-Sozialarbeiterin Tatjana Maier-Borst von der Fachstelle Jugendberufshilfe des Diakonischen Werks Bergstraße beraten Eltern und Jugendliche neutral. Zum Elterninfoabend am 30. Oktober freuen sie sich auf viele teilnehmende Eltern. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Warum sind gerade die Eltern gefragt, wenn es um die Berufsausbildung geht? Weil Eltern für die Heranwachsenden die wichtigsten Bezugspersonen bei der Berufswahl sind. Studien belegen, dass überwiegend die Eltern die Berufswahlentscheidung ihrer Kinder beeinflussen. Eltern kennen ihre Kinder besser als jeder andere und sind daher die idealen Berater und Begleiter – sie können zu einem gelungenen Berufseinstieg ihrer Kinder beitragen. Davon sind Diplom-Sozialpädagogin Kerstin Biehal und Diplom-Sozialarbeiterin Tatjana Maier-Borst von der Fachstelle Jugendberufshilfe des Diakonischen Werks Bergstraße überzeugt, die Eltern und Interessierte einladen, am Mittwoch, 30. Oktober um 19 Uhr den Elterninfoabend in den Räumen der Fachstelle in der Industriestraße 35 in 68623 Lampertheim zu besuchen. Zuständig ist die Jugendberufshilfe für Lampertheim, Bürstadt, Biblis, Groß-Rohrheim und Lorsch. Die Teilnahme ist kostenlos wie auch das sonstige Beratungsangebot für Jugendliche. Wegen der begrenzten Plätze wird um Anmeldung bis zum 28. Oktober gebeten. Schwierig ist die Berufswahl häufig, weil man gar nicht den Überblick über die Vielzahl der Ausbildungswege hat, die von der betrieblichen und schulischen Ausbildung bis hin zum Dualen Studium reichen. Wichtig sind auch Informationen über die aktuelle Ausbildungsmarktsituation. Wenn jedoch ein direkter Einstieg in eine Ausbildung nicht gelingt, ist es hilfreich über sinnvolle Überbrückungsmöglichkeiten Bescheid zu wissen. Dies sind Themen des Abends mit Vorträgen und Gesprächen, mit Tipps für Eltern anhand des Modells „Drei Stufen auf dem Weg zum Beruf“. Im Blick sollten Eltern haben, dass schon im Herbst häufig Bewerbungsfristen für Ausbildungen ab August nächsten Jahres ablaufen können, wie bei großen Firmen und öffentlichen Verwaltungen üblich. Viele Jugendliche interessieren sich eher für Großbetriebe, wissen die beiden Fachfrauen aus Erfahrung. Sie wollen die jungen Leute ermutigen, sich auch bei kleineren Firmen zu bewerben und den Blick öffnen für andere Berufe. Junge Leute bis 27 Jahre können mit ihren Anliegen zur kostenlosen Beratung in die offene Sprechstunde des Bewerbertreffs kommen, die zweimal wöchentlich stattfindet und durch zwei Honorarkräfte unterstützt wird. Sogenannte Passungsprobleme gebe es auch im Kreis Bergstraße, weiß man bei der Jugendberufshilfe, einerseits könnten Firme Ausbildungsplätze nicht besetzen, andererseits finden Ausbildungswillige keinen Ausbildungsplatz. Anders als bei der Arbeitsagentur möglich, könne die Jugendberufshilfe individuell beraten, Bewerbungen können verfasst und weggeschickt werden. Im Jahr 2018 kamen 132 Jugendliche zur Jugendberufshilfe. Anmeldung zum kostenlosen Elterninfoabend bis zum 28. Oktober mit E-Mail an jbh.ried@dw-b.de oder telefonisch unter 06206/929912. Hannelore Nowacki