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  • Di., 03. November 2015, 20:32 Uhr
    Deutschkurse für Flüchtlinge gut gestartet / An vier Standorten bietet die Kreisvolkshochschule Sprachkurse an

    „Wir lernen deutsch”

    KREIS BERGSTRASSE – Pünktlich zum Schulbeginn nach den hessischen Herbstferien sind im Kreis Bergstraße auch die Deutsch-Sprachkurse der Kreisvolkshochschule für Flüchtlinge gestartet. In 110 Unterrichtsstunden á 45 Minuten verteilt auf zwölf Wochen werden in zwei bis drei Pilotkursen in den Kommunen mit zahlenmäßig stark belegten Unterkünften wie Bensheim, Biblis, Grasellenbach und Lampertheim die Sprachkurse beginnen. Der Sprachunterricht, der durch professionelle Lehrer erfolgt, verfolgt das Ziel, die zugewanderten Menschen zur  Sprachniveaustufe A1 oder A2 zu führen.

    Bislang hatte der Kreis keine Mittel für die Finanzierung von Sprachkursen für Asylbewerber zur Verfügung. Diese wurden fast ausschließlich von Ehrenamtlichen angeboten bzw. aus Spenden finanziert.

    Es wurde nur ein Sprachkurs – über die Caritas – in Bürstadt aus kommunalisierten Landesmitteln vom Kreis mit 10.000 Euro bezuschusst.

    Aufgrund des zunehmenden Flüchtlingsstroms können die dringend erforderlichen Sprachkurse für die Flüchtlinge auf Dauer nicht von den Ehrenamtlichen abverlangt werden. Aus diesem Grunde wurde die Kreisvolkshochschule gebeten, ein Konzept „Deutschkurse für Flüchtlinge“ zu erarbeiten, welches gestern in die praktische Umsetzung ging.

    Ein wichtiger Schritt zur Integration: Viele Flüchtlinge im Kreis Bergstraße lernen derzeit fleißig Deutsch. Foto: oh


    Aktuell sind in vier Kommunen des Kreises 15 Sprachkurse – aufgeteilt in unterschiedliche Sprachniveaus – gestartet. Die Gesamtkosten der rund 15 Kurse belaufen sich auf rund 58.000 Euro, die fast zu gleichen Teilen vom Kreissozialamt bzw. der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. Die Kosten pro Kurs beziffern sich auf rund 3.860 Euro.

    Landrat Christian Engelhardt, der den Kurs in Grasellenbach gemeinsam mit der Leiterin der Kreisvolkshochschule Iris Hoch und der Deutschlehrerin Martine Rüdinger eröffnete, zeigte sich erfreut über die große Resonanz. „Die sprachliche Qualifikation ist der Schlüssel zum Erfolg und gilt als Voraussetzung für Integration und die gleichzeitige Befähigung zum Bestehen auf dem Arbeitsmarkt“, machte er bei der Begrüßung der Teilnehmer nochmals deutlich und appellierte an alle Teilnehmer die nächsten Wochen zu nutzen, um die deutsche Sprache zu erlernen.

    Die Kurse finden an drei Tagen in der Woche jeweils in zwei bis vier Unterrichtseinheiten statt. Die jeweilige Gruppengröße beträgt 13 bis 23 Flüchtlinge.

    Nach Beendigung des Sprachkurses erhalten alle Personen, die mindestens 80 Prozent der Unterrichtstermine besucht haben, eine Teilnahmebescheinigung. zg

     

     
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