SPD-Ortsbezirk Hofheim zeigte sich beim Jahreseinstieg mit ihrer Arbeit zufrieden
„Wir rasten nicht und wir rosten nicht“
Ortsbezirksvorsitzende Silke Lüderwald, Bürgermeister Gottfried Störmer und Geschäftsführer Hans Hahn stoßen auf das neue Jahr an. Petra Gahabka
HOFHEIM – „Wir machen eine tolle Arbeit im Ortsbeirat“, sagte die Erste Vorsitzende der Hofheimer SPD, Silke Lüderwald, beim traditionellen Jahreseinstieg im vollbesetzten Vereinsheim der Kleintierzüchter. Auch wenn man in diesem Gremium seit 2016 in der Minderzahl sei, so würden nun etliche Anträge, die bereits in den Jahren zuvor von den Sozialdemokraten gefordert worden waren, abgearbeitet.
Zahlreiche Erfolge gingen auf das Konto der Genossen, beispielsweise die Fußgängerampel in der Bahnhofstraße oder das Pilotprojekt Luisenweg. Die Mitglieder blieben auch weiterhin am Ball, die Themen reichen von der Fertigstellung der Außenanlage am Bürgerhaus über das hohe LKW-Aufkommen auf den Durchgangsstraßen bis zum Heiraten, das in Hofheim teurer ist als in Lampertheim. Der Stadtteil habe viele neue Wohngelegenheiten bekommen, etwa im Bibliser Weg und der Erzberger Straße, weitere entstünden aktuell auf dem Raiffeisen-Gelände und In den Rheinlüssen. Zufrieden zeigte sich Lüderwald auch mit derKinderbetreuung, welche sich die Stadt jährlich 1,6 Millionen Euro kosten lasse. Die Erweiterung des katholischen Familienzentrums St. Michael beginnt in Kürze. Im Arbeitskreis der Hofheimer Vereine habe die SPD ein Jahr lang den Vorsitz geführt und damit verbunden die Kerbemudder (Heike Hildebrand) gestellt und den Adventskaffee organisiert. Zu den fest installierten Aktivitäten gehören auch der Kerbestand und der Kindernikolaus am Bürgerhaus. „Wir rasten nicht und wir rosten nicht“, merkte die Vorsitzende an. Mit Blick auf die Kommunalwahl 2021 seien neue Mitstreiter, die sich für die Belange Hofheims einsetzen möchten, stets willkommen. Ein besonderer Fokus liegt hier auf jungen Menschen, senken sie doch das Durchschnittsalter in der Partei und sorgen erfahrungsgemäß für frischen Wind.
Zahlreiche Mandatsträger und Parteifreunde aus den Nachbargemeinden waren der Einladung zum Jahreseinstieg gefolgt, um mit Silke Lüderwald und Hans Hahn auf ein „stressfreie, friedliches und gesundes neues Jahr“ anzustoßen. Bürgermeister Gottfried Störmer betonte in seinem Grußwort seine enge Verbindung zum Stadtteil, in dem er mehrere Jahre gewohnt hat. Ein großes Dankeschön galt den ehrenamtlich Tätigen, diefür ihre politische Arbeit und darüber hinaus „viel Zeit aufbringen, um sich im Gemeinwesen zu engagieren und einzubringen“. Der Rathauschef sprach sich dafür aus, die Menschen dazu zu bringen, sich mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen und bewusst zu wählen. Aus Protest den rechten Parteien seine Stimme zu geben „das ist brandgefährlich“.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Marius Schmidt wünschte den Genossen auch im Namen des anwesenden Ersten Stadtrats und Lampertheimer Ortsvereinsvorsitzenden Jens Klingler alles Gute für 2020 und weiterhin viel Erfolg. „Ihr arbeitet im Ortsbeirat konstruktiv mit und seid ein sehr rühriger Ortsbezirk“. Bei der Schaffung von Sozialwohnungen nehme Lampertheim mit seinen Stadtteilen im Kreis Bergstraße einen Spitzenplatz ein, dies sei auch in Hofheim, das an allen Ecken und Enden wachse, sichtbar, so Schmidt. Auch könne nun der letzte Abschnitt im Neubaugebiet Rheinlüssen an den Start gehen. Welche Themen den Kreis beschäftigen, darüber informierte der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Karsten Krug, als Dezernent zuständig für die Bereiche Finanzen, Umwelt, Soziales und Verkehr. Neben hausärztlicher Versorgung, öffentlichem Nahverkehr sowie Erhalt und Ausbau der Biodiversität liege ein großes Augenmerk auf dem Schulentwicklungsplan, der sich mit der Frage beschäftige, wo muss erweitert, saniert oder neugebaut werden. In diesem Zusammenhang wird auch über das Schicksal der seit Jahren leerstehenden Alten Schule entschieden. Petra Gahabka