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  • Do., 10. Dezember 2020, 18:54 Uhr
    Landrat Christian Engelhardt und die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz über die aktuellen Entwicklung bezüglich des Impfzentrums sowie der Corona-Pandemie im Kreis

    „Wir sind bezüglich des Impfzentrums im Zeitplan”

    Im Impf-Zentrum in Nürtingen bereiten sich die Malteser auf die Impfungen gegen das Corona-Virus vor – auch im Kreis Bergstraße laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Foto: Malteser Neckar-Alb für Malteser Hilfsdienst e.V.


     

    KREIS BERGSTRASSE – Im Rahmen einer Videopressekonferenz informierten Landrat Christian Engelhardt und die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz über die aktuellen Entwicklung bezüglich des Impfzentrums sowie der Corona-Pandemie im Kreis.

    Landrat Engelhardt zeigte sich erfreut, dass das Impfzentrum fertig aufgebaut ist. „Wir sind im Zeitplan, ich bin dem gesamten Team außerordentlich dankbar.” Marc Häffner, Facharzt für Allgemeinmedizin und ärztlicher Leiter des Impfzentrums, erläuterte die Rahmenbedingungen für die Impfungen. Das Impfzentrum ist derzeit so aufgebaut, „dass wir acht Impfeinheiten haben, in jeder Einheit können in kurzer Zeit vier Impfungen vorgenommen werden. Die Impfungen sollen von 7 bis 22 Uhr an sieben Tagen in der Woche durchgeführt werden, hierfür benötigen wir entsprechendes Personal für Impfungen und Vorbereitung dieser sowie für die Logistik.” Insgesamt sind pro Schicht 24 Personen plus Ärzte und zehn Personen für Logistik und Registrierung der zu Impfenden notwendig. „Ich bin guter Dinge, dass wir, wenn der Impfstoff da ist, direkt starten können”, zeigt sich Marc Häffner optimistisch. Bezüglich der Impfung durch zugelassene Ärzte sieht er Probleme: „Ich glaube, dass es mit diesem Impfstoff aufgrund der schwierigen Lagerbedingungen nur möglich ist, die Impfung an lediglich einem zentralen Standort durchzuführen.”

    Landrat Engelhardt rief erneut dazu auf, sich zu melden, wenn man im Impfzentrum mitarbeiten möchte – gerne per E-Mail an personalmanagement@kreis-bergstrasse.de. Diana Stolz ergänzte, dass es „Arztpraxen gibt, die sich gemeldet haben und einen Tag schließen, um in das Impfzentrum zu gehen und hier zu arbeiten.” Bezüglich der Corona-Situation fügte sie hinzu, dass sie überwältig sei, wie sehr sich die Menschen im Kreis einbringen. „Wir bekommen täglich Rückmeldungen von Ärzten und medizinischem Fachpersonal, die sich engagieren möchten, jeder in dem Ausmaß wie er es kann.” 

    Der Inzidenzwert lag am Donnerstag bei 118,30 – „der Wert ist weiter stabil und gerade im Vergleich zur Region sehr gut. Heidelberg liegt beispielsweise bei über 160, Mannheim bei 250 und Ludwigshafen sogar bei über 400.” Für den stabilen Wert sieht die Gesundheitsdezernentin unterschiedliche Ursachen, Die Bevölkerung trägt von Anbeginn der Krise die Maßnahmen mit, auch wenn diese für viele sehr einschneidend sind. Es gibt viele Menschen, die sich in unterschiedlicher Art und Weise engagieren.” Auch die frühzeitige Anforderung der Bundeswehr trage zu den aktuellen Werten bei. Grundsätzlich werde der Kreis seine bisherige Strategie weiterführen – dass dieser Weg erfolgreich ist zeigt ein Blick auf die Schulen und Kitas: So sind aktuell deutlich weniger Schulen betroffen, mit Stand von Donnerstag nur noch 14. „Das ist sehr erfreulich”, so die Erste Kreisbeigeordnete. Bei den Kitas ist ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen: „Aktuell sind vier Kitas betroffen, vor zwei Wochen waren es noch elf”, so Diana Stolz. Im Bereich der Pflegeeinrichtungen, von denen im Kreis derzeit neun betroffen sind, hat das Land Hessen am Mittwoch angekündigt, die Pflegeheime mit Coronaschnelltests zu beliefern. „Auch das begrüße ich sehr. Bisher haben wir bereits Schnelltests gemacht, wenn es einen Verdacht oder einen tatsächlichen Fall gab. Aber es ist gut, dass die Pflegeeinrichtungen nun direkt beliefert werden und es ist zudem positiv,  wenn sich auch Besucher vorab mit einem Schnelltest testen lassen, um ein Risiko für die Bewohner und das Personal zu verringern.” Benjamin Kloos

     
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