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  • Mo., 17. Januar 2022, 15:20 Uhr
    NEUJAHRSEMPFANG: SPD mit Mütze und Maske im Freien beim Odenwaldklub zu Gast

    „Wir sind in Lampertheim gut aufgestellt“

    SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Klingler (vorne) und der SPD-Unterbezirksvorsitzende und Erster Stadtrat Marius Schmidt zogen Bilanz und gaben ebenso positive Ausblicke für ihre Tätigkeitsbereiche. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Beim Neujahrsempfang der Lampertheimer SPD am frühen Samstagnachmittag vor dem Vereinsheim des Odenwaldklubs halfen gegen das Bibbern in der Kälte des grauen Wintertages neben Mützen, vor allem die gute Laune und die guten Aussichten, die Fraktionsvorsitzender Jens Klingler und der SPD-Unterbezirksvorsitzende und Erster Stadtrat Marius Schmidt in ihren kurzen Ansprachen als Botschaft mitgebracht hatten. Wegen der Corona-Lage trugen die rund zwanzig Teilnehmer auch im Freien ihre Maske. Einzig zum Anstoßen auf das neue Jahr und zur Stärkung mit einer Brezel durfte die Maske abgenommen werden. Die Gruppe sei bewusst kleiner, erklärte Klingler. Wegen Corona ging man auf Abstand, in der Sache jedoch waren sich die Genossen nahe und spendeten Applaus. Gekommen waren Stadtverordnete und Magistratsmitglieder, weitere Mitglieder, der frühere Bürgermeister Erich Maier und Bürgermeister Gottfried Störmer, der in seinem Grußwort das Thema Demokratie als Staatsform und Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens in den Fokus rückte und unter anderem das Klima, die Mobilität und das Wohnen als kommunale Aufgaben ansprach. Für die gute Zusammenarbeit und den offenen Austausch dankte er dem Ersten Stadtrat Marius Schmidt, der seit einem Jahr im Amt ist. Klingler dankte Erich Maier für die Initiative zur Demonstration am Montag als Gegenveranstaltung zu den Corona-„Spaziergängen“. In seinem Rückblick sprach Klingler von einem „verrückten Jahr“, was er nicht so sehr auf Corona beziehen wollte, vielmehr auf die Kommunalwahl und die spätere Bundestagswahl, die den Abwärtstrend der SPD im Frühjahr in einen Wahlsieg verwandelt hatte. Den neuen Ersten Stadtrat Marius Schmidt noch vor der Kommunalwahl zu wählen, sei eine wichtige Entscheidung gewesen, im Dezernat Kinder und Soziales könne Schmidt viel bewegen. „In der Verwaltung brauchen wir jemanden, der gestaltet und nicht nur verwaltet“. Mit einer positiven Bilanz aus SPD-Anträgen für den Haushalt und Entscheidungen in der Stadtverordnetenversammlung kommt Klingler zum Ergebnis: „Wir sind in Lampertheim gut aufgestellt“. Kritisch merkte Klingler die Entwicklung als Schulstandort an, der immer mehr zu einem Container-Standort werde. Im Vergleich zu anderen Städten hänge Lampertheim hinterher, sitze am „Katzentisch“ des Schulträgers. Auch beim Biedensand-Campus müsse man wachsam sein, spannend sei, ob tatsächlich zwei Sporthallen gebaut werden. In seiner Ansprache konzentrierte sich Schmidt auf vier Themenbereiche, für die er als Dezernent zuständig ist: In der aufsuchenden Sozialarbeit nach dem Förderprogramm Gemeinwesenarbeit seien die beiden Streetarbeiter-Stellen ausgeschrieben. In der frühkindlichen Bildung, zuständig ist der Fachbereich 50, werden Kitagruppen in der Kernstadt ausgebaut, die Kita Europaring wird einen Anbau für die Mensa erhalten und die Waldkindergartenplätze werden ausgebaut. Im Bereich Kultur sei Lampertheim ein Hotspot. Die Kulturkommission werde Gelder für 15 Projekte verteilen, ein Neustart werde vorbereitet. Seit 1. Januar sei Lampertheim Partnerstadt für Demokratie, das sei verbunden mit einer jährlichen Förderung von 100.000 Euro. Bei der Sanierung der Biedensandbäder gehe es weiter mit einem wettkampftauglichen Edelstahl-Schwimmerbecken im Freibad für 1,2 Millionen Euro. Die angekündigte kleine Wanderung zur Heide und zum Spargelhäuschen führte Marius Schmidt als Wanderführer an, er ist auch Vorsitzender des Odenwaldklubs. Hannelore Nowacki

    Wanderführer war der SPD- Unterbezirksvorsitzende und Erster Stadtrat Marius Schmidt, der weiß wo es lang geht. Foto: Hannelore Nowacki

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