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  • Di., 22. April 2014, 09:24 Uhr
    Gottesdienst am Ostersonntag in der Domkirche

    „Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit“

    Der Evangelische Posaunenchor unter der Leitung von Jan Henneberger und das Kindertag-Team wirkten an der Gestaltung des Gottesdienstes am Ostersonntag mit. Fotos: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Sonne strahlte am Ostersonntag über Lampertheim und die neuen Glocken der Lukasgemeinde luden mit berührendem Klang zum Gottesdienst in die Domkirche ein. „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“, verkündete Pfarrerin Sabine Sauerwein den Gottesdienstbesuchern, die recht zahlreich zu früher Stunde um zehn Uhr gekommen waren. „Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“, sagte Pfarrerin Sauerwein an die Gemeinde gerichtet. An der Gestaltung des Gottesdienstes wirkten die Kinder vom Kindertag-Team und der Evangelische Posaunenchor unter der Leitung von Jan Henneberger mit. Die große blaue Orgel spielte Kantorin Heike Ittmann. „Lasst uns nicht mehr an den Tod glauben, sondern an das Leben“, sagte Pfarrerin Sauerwein. Ein Kindertag-Kind las: „Es ist gut zu vertrauen“. Ein anderes Kind entzündete die große Osterkerze. Kirchenvorsteher Peter Hensel las aus dem 6. Kapitel des Matthäus-Evangeliums von der Begegnung der Frauen am Grab Jesu mit dem hell gewandeten Engel, der ihnen mitteilte: „Er ist auferstanden, er ist nicht mehr hier“. Tatsächlich war der schwere Stein vom Grab gerollt, das Grab war leer. Stille in der Domkirche, eine Stille in Erwartung, was die Kinder des Kindertag-Teams zeigen werden. Mit verbundenen Augen wurden sie auf die Stufen vor dem Altar zum Mikrofon geführt, ein Kind nach dem anderen sprach. „Warum glaubst du mir das“ lautete eine Frage. „Weil du mein Freund bis“ war die Antwort. „Ich glaube nur was ich sehe“ – in ihrer Predigt sprach Pfarrerin Sauerwein über dieses Thema, das vom Glauben handelt und zu Ostern häufig mit der Auferstehung Jesu eine Rolle spielt. Aber so fragt sie die Gemeinde: „Sind Sehen, Fühlen und Hören gute Argumente für den Glauben“? Die Jünger und die Frauen, die Jesus folgten, konnten ihn noch sehen, anfassen und hören, wie er sich das Reich Gottes vorstellte, gab Pfarrerin Sauerwein zu bedenken. „Wir glauben an das lebendige Wort“, sagte sie der Gemeinde, „wir stellen uns in eine Reihe mit denen, die vor uns gelebt haben“. „Ich meine“, sagte Pfarrerin Sauerwein, „die Freundschaft ist das stärkste Argument für den Glauben – Jesus hat keinen Unterschied unter den Menschen gemacht“. Das Reich Gottes stelle die Nächstenliebe sogar über die Gesetzestreue. In einem der gemeinsam gesungenen österlichen Lieder heißt es: „Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit“. Am Ende des Gottesdienstes erteilte Pfarrerin Sauerwein den Segen und die Gemeinde bedankte sich beim Posaunenchor mit Applaus. Am Ausgang erhielten die Gottesdienstbesucher aus den Körbchen der Kindertag-Kinder bunte Ostereier. Pfarrerin Sauerwein verabschiedete die Hinausgehenden ins Osterfest. Das Abendmahl wurde beim Gottesdienst im Dom am Ostermontag gefeiert und auch die Feier der Osternacht im Dom am späten Samstagabend war mit dem Abendmahl verbunden.  Hannelore Nowacki

    Foto: Hannelore Nowacki


     

     

     

     

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