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  • Fr., 18. Dezember 2020, 14:14 Uhr
    SPD LAMPERTHEIM: Rückblick auf das Jahr 2020 und Ausblick auf die Kommunalwahl / Postkartenaktion zugunsten des Vereins Help

    „Wir wollen zuhören, ernst nehmen und bewegen”

    Berichteten digital über die wichtigsten Entscheidungen im Jahr 2020: Der Lampertheimer SPD-Vorsitzende Jens Klingler, der Fraktionsvorsitzende Marius Schmidt und für den Kreisausschuss Fritz Götz. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Traditionell lädt die SPD Lampertheim zu einem Pressegespräch anlässlich des Rückblick auf das vergangene Jahr ein – am Freitag geschah dies aufgrund der aktuellen Situation digital. Der SPD-Vorsitzende Jens Klingler ließ zunächst aus Sicht der Partei das Jahr Revue passieren. „2020 hat hoffnungsvoll angefangen, mit unserem Neujahrsempfang in einem gut gefülltem Raum. Unser nächster Neujahrsempfang am 16. Januar wird hingegen in digitaler Form stattfinden, als virtueller Neujahrsempfang. Hierzu sind alle herzlich eingeladen. Damit machen wir das Beste aus der jetzigen Situation”, erläuterte. Jens Klingler. Das Highlight des letzten Neujahrsempfang sei der Eintrag von Christine Lambrecht ins goldene Buch der Stadt gewesen und das Edeka Jochum den Fahrservice für Rosengarten zur Nahversorgung eingerichtet hat, und dies bereits weit vor Corona. „Anschließend wollten wir mit unserer Parteiarbeit starten und haben noch das Tierheim bezüglich der Wasserversorgung besucht. Es wurde jetzt in den Wirtschaftsplan der Energieried mit aufgenommen, dass 2021 die Wasserversorgung angegangen wird. Dann kam der erst große Riss ohne Veranstaltungen. Dies war schwierig, denn Politik lebt von dem Kontakt mit Menschen. Daher war es wichtig, dass wir unsere Sommertouren durchführen konnten. Denn es ist wichtig, sich vor Ort anzuschauen, wie die Situationen sind, um entsprechend helfen zu können”, so Jens Klingler weiter. Insgesamt sei in diesem Jahr das gesellschaftliche Leben zusammengeschrumpft und findet nur noch Über Videokonferenzen statt. Aber: „Wir haben die Zeit genutzt, um uns auf Jahr 2021 einzustellen. Im März 2021 haben wir die Kommunalwahl, der Wahlkampf wird jedoch völlig anders durchgeführt werden.”

    Zuhören, ernst nehmen und bewegen — dies ist der Leitspruch des SPD Lampertheim für die Kommunalwahl. Passend hierzu starten die Sozialdemokraten zu Beginn des neuen Jahres eine „tolle Aktion mit Postkarten, die eigens kreiert wurden und die unter dem Motto Nachhaltigkeit ausgegeben werden”, wie Jens Klingler betonte. Spenden für die Karten sind gerne gesehen, denn diese kommen dem Verein Help zugute. Dieser unterstützt jährlich vielfältige Projekte und Einrichtungen, unter anderem für Jugendliche und die Kita Guldenweg. „Dieser Verein hat sonst einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt, mit dessen Erlös die Projekte unterstützt werden. In diesem Jahr ist Help die Haupteinnahmequelle weggebrochen, hier möchten wir gerne helfen.” Die Postkarten sind in hellen Farben gehalten, einmal im Pop-up-Design und einem in landschaftsmalerischen Design und beide zeigen schöne Motive aus Lampertheim. Gestaltet wurden die Postkarten von Sophie Fechtig, einer Künstlerin aus Lampertheim. Erhältlich sein werden die Karten an einem Infostand, an dem man diese kontaktlos mitnehmen kann. „Wer Karten bestellen möchte, kann dies gern tun, wir fahren diese dann aus”, ergänzte Marius Schmidt, der anschließend aus der Fraktion berichtete. 

    Mit Postkarten, die durch Sophie Fechtig gestaltet wurden, möchte die SPD den Verein Help unterstützen. Bild: Sophie Fechtig


    Blick in die Fraktion

    „Eingehaltene Regelungen sind Veranstaltungen von morgen, wir hoffen, dass wir uns 2021 wieder vor Ort treffen können” blickte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Marius Schmidt, auf ein Jahr, das „unter besonderen Umständen stattfand und in dem wir dennoch viel erreichen konnten: Als Erfolge sind hierbei die Abschaffung der wiederkehrenden Straßenbeiträge zu verzeichnen, ebenso wie der baldige Wasseranschluss für das Gebiet ‚In den Böllenruthen‘ mit dem Tierheim und dem Vogelpark. Diese beiden tollen Einrichtungen bekommen nun den Wasseranschluss, was ihre Existenz sichert.” Auch der Sportstättenentwicklungsplan, dessen Idee bei einem Termin vor Ort entstanden sei, konnte angestoßen werden. Hierzu ist ein Arbeitskreis mit Fraktionsvertretern gebildet worden, um die Sportstätten fit für die Zukunft zu machen, wie Marius Schmidt erläuterte. Und auch die Vereinsförderung sei ein Schwerpunkt gewesen: „Wir haben die Verwaltung aufgefordert, die Überarbeitung der Vereinsförderrichtlinien abzuschließen. Vereine sind außerordentlich wichtig und jeder Euro, der ins Ehrenamt fließt, kommt doppelt zurück.”

    Auch inhaltlich habe die Pandemie die Fraktion beschäftigt. Lampertheim hatte als eine der ersten Kommunen im Kreis die Kita-Gebühren ausgesetzt und erlassen. „Das war ein wichtiges Signal, darüber hinaus haben wir uns dafür stark gemacht, dass mehr Busse eingesetzt werden um Infektionsrisiko zu senken”, so Marius Schmidt weiter. Positiv sei auch, dass sich die Sanierung der Biedensandbäder und Erhalt des Hallenbades auf der Zielgeraden befinden. Die Entwicklung rund um die Wahl des Ersten Stadtrates spielte ebenfalls eine Rolle, hier dankte Marius Schmidt Jens Klingler „für alles”, nachdem er nochmals die schwierige Situation für die Fraktion in diesem Zusammenhang erläutert hatte.

    Im Kreis für Lampertheim eingesetzt

    Fritz Götz fügte aus Kreissicht drei Punkte hinzu. „Der neue Nahverkehrsplan hat konkrete Auswirkungen auf die Linien für unsere Bürgerinnen und Bürger. So gibt es eine neue Anbindung von Lampertheim über Hüttenfeld nach Heppenheim und das dortige Kreiskrankenhaus. Die Buslinie 642, die von Biblis über Hofheim nach Worms führt, war unter vielen Protesten gestrichen worden. Nun soll sie zumindest als Ruf-Bus-Linie wieder in Angriff genommen werden, so dass eine Busverbindung nach Worms wieder möglich ist. Zudem soll eine Ruftaxilinie von Lorsch nach Hüttenfeld eingerichtet werden.

    Mit Blick auf die Senkung der Kreisumlage um einen halben Punkt betonte Fritz Götz: Für Lampertheim ist dies eine Ausgabeersparnis von 250.000 bis 300.000 Euro, für den Kreis bedeutet dies kreisweit einen Einnahmeverlust von drei Millionen Euro. Insgesamt 13 Landkreise in Hessen senken die Kreisumlage überhaupt nicht, zwei weitere haben nur eine geringere Senkung durchgeführt. Unser Kreis liegt im Landesvergleich an sechster Position der Landkreise, was die Entlastung der Städte und Gemeinden durch Kreisumlage betrifft.

    Auch in Bezug auf das geplante Testzentrum in Hofheim bezog Fritz Götz Stellung: „Es gab parteiübergreifende Proteste in Hofheim, der Kreisausschuss war nicht in die Entscheidung mit eingebunden. Auch ich habe die Informationen erst aus der Zeitung erhalten. Hofheim als zentraler Standort für den Kreis Bergstraße halte ich weiterhin für keine gute Lösung.” 

    Blick ins Jahr 2021

    Mit Blick auf das Defizit von 2,6 Millionen Euro im Haushalt der Stadt Lampertheim erläuterte Jens Klingler angesichts der Herausforderungen im nächsten Jahr: „Wir haben eine Besonderheit in Lampertheim, die uns in dieser schwierigen Situation hilft: Denn wir sind in einem Förderprogramm, bei dem 67 Prozent des Stadtumbaus gefördert werden, dies müssen wir nutzen. Ansonsten wären die Möglichkeiten tatsächlich sehr eingeschränkt.” Bezüglich der Biedensand Bäder äußerte er die Hoffnung, dass „die Freibadsaion anders ablaufen wird, da man mehr Erkenntnisse hat und so mehr Besucher Bad besuchen dürfen. Wie es mit der Hallenbadesaison aussieht,  muss überregional geklärt werden und durch das Land beantwortet werden. Wichtig ist, dass wir den Menschen schwimmen beibringen können.” Benjamin Kloos

    Bild: Sophie Fechtig


     

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