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  • Mo., 29. September 2014, 00:41 Uhr
    Stadtempfang für die 50-Jährigen im Bürgerhaus mit Fakten von damals

    Wirtschaftswunder und unbunte Nachrichten

    Bürgermeisterin Barbara Schader begrüßte die Gäste zum Stadtempfang mit einer Rede, in der sie persönliches Erleben mit dem Weltgeschehen und der Entwicklung in Bürstadt verband. Fotos: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Ein halbes Jahrhundert, fünf Jahrzehnte, fünfzig Jahre Lebensgeschichte – so ein runder Geburtstag muss gefeiert werden. Das ist in Bürstadt „eine lange und gute Tradition“, sagte Bürgermeisterin Barbara Schader den versammelten Geburtstagskindern der Jahrgänge 1963 und 1964, die der Einladung zum Stadtempfang am Samstagnachmittag gefolgt waren. Zur Feierstunde im großen Saal des Bürgerhauses hatten sich von 360 angeschriebenen Fünfzigjährigen nur 63 Bürgerinnen und Bürger angemeldet. Vertreter des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung waren gekommen, um den besonderen Stellenwert dieser Veranstaltung zu unterstreichen.

    Bürgermeisterin Barbara Schader lud die Gäste ein, nach dem offiziellen Programm zum lebendigen Austausch der Erinnerungen und Erfahrungen beisammenzubleiben. Schader, selbst vor erst drei Jahren in die 50-iger Region  vorgestoßen, sprach von einem Lebensabschnitt, der Erntezeit bedeute, und vom Baum als Symbol für die Entwicklung des Lebens. Was geschah damals in der Welt, was in Bürstadt, als die neuen Erdenbürger dieser geburtenstarken Jahrgänge das Licht der Welt erblickten? Bürgermeisterin Schader nannte Daten und Fakten von damals – Bürstadt hatte 12.930 Einwohner, die noch in 19 Bäckereien und 18 Metzgereien einkaufen konnten. Auch zwei Kinos gab es. Wenige Jahre später, im Jahr 1970, zur Zeit der Einschulung, hatte sich in Bürstadt einiges getan – nun hatte die Stadt 15.146 Einwohner, aber nur noch zwölf Metzgereien. „Jedes Lebensjahrzehnt hat seine eigene Bedeutung und vor allem seine besondere Kultur“, sagte Schader zum facettenreichen Rückblick.

    Im Land des Wirtschaftswunders waren die Nachrichten vor fünfzig Jahren noch unbunt, wie die eindrucksvolle  Videoaufzeichnung der tönenden schwarzweißen Wochenschauen jener Geburtsjahre zeigte, die mit Applaus bedacht wurde. Weltbewegende Ereignisse waren es, an die sich die nun 50-Jährigen selbst nicht erinnern können. „O happy Day“ war einer der schwungvollen Songs, die der Chor Inspiration vom MGV Harmonie unter der Leitung von Thomas Adelberger als Geburtstagsständchen mitgebracht hatte. An den Stehtischen entwickelten sich beim anschließenden Umtrunk schnell Gesprächsrunden, die meisten eingeladenen Geburtstagsgäste waren geblieben.

    Hannelore Nowacki

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