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  • Do., 07. November 2024, 15:20 Uhr
    ERLÖS FÜR GUTEN ZWECK: Lampertheimer Kalender 2025 und neues Buch von Ludwig Franz zu „Alt-Lampertheim“

    Wirtshäuser in der Vergangenheit in Fotografien und Texten erleben

    Eine Freude für Bürgermeister Gottfried Störmer (Mitte) und den Vorsitzenden des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins Stefan Herz (rechts): Wieder gibt es eine Hommage an das schöne alte Lampertheim – der Lampertheimer Kalender 2025 zum Preis von 10 Euro ist ab sofort erhältlich. In seinem Buch gibt Ludwig Franz (links) mit Fotografien und interessanten Beschreibungen lebendige Einblicke in frühere Zeiten von 1900 bis Mitte der 1970er Jahre.
    Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Nichts bleibt wie es ist, Leben bedeutet: Veränderungen geschehen. Die nächste Veränderung, für die nun wirklich niemand etwas kann ist das neue Jahr 2025 mit vielen Überraschungen. Aber zum Glück bleibt manche Tradition erhalten – so wie die alljährliche Neuauflage des großformatigen Lampertheimer Kalenders. Damit bekommt die Vorfreude auf das kommende Jahr 2025 reichlich Futter. Bürgermeister Gottfried Störmer erhielt bei der Übergabe eines Exemplars am Mittwochnachmittag im Stadthaus einen Vorgeschmack auf die kommenden Monate, die im Kalender zu ihren heute gebräuchlichen Namen auch die früheren bäuerlich geprägten Bezeichnungen kundtun. Das Jahr beginnt mit dem Januar oder Hartung und endet mit dem Dezember im Julmond, der Lenzing mit dem Frühling ist im März an der Reihe und der Wonnemonat Mai ist der Weidemonat. Herausgeber ist der Heimat-, Kultur- und Museumsverein, der das Geld aus dem Verkaufserlös für die weitere Ausgestaltung und Projekte des Heimatmuseums und die jährliche Spende für soziale Zwecke verwenden wird. Über die jeweiligen Spendenempfänger berät der Vereinsvorstand. Mit 10 Euro hat der Lampertheimer Kalender inflationsfest den alten Preis behalten. Beim Durchblättern wird deutlich: In Lampertheim hatte die Geselligkeit, das Essen- und Ausgehen schon immer einen hohen Stellenwert, die zahlreichen Wirtshäuser sind Beweis genug. Wie im Vorwort von Bürgermeister Störmer zu lesen, hatten die rund 330 Bürger im Lampertheim der 1780er Jahre acht Wirtshäuser zur Verfügung, alle in der Römerstraße angesiedelt, im ältesten Gasthaus von 1786 pulsiert noch heute das Leben. An viele andere Wirtshäuser werden sich noch die Älteren erinnern. Auch der schönen Erinnerung dient der Kalender, der mit seinem samtig-griffigen Papier beim Durchblättern zum beschaulichen Innehalten animiert, bevor er seinen Platz an der Wand bekommt. Ein Tipp des Bürgermeisters: Der Lampertheimer Kalender macht auch als Geschenk Freude und kann bei Familientreffen für Gesprächsstoff sorgen. Die Fotografien aus den 1920er bis 1970er Jahren hat Vereinsmitglied Ludwig Franz aus einem digitalisierten Fundus von über 4.000 Bildern ausgewählt, die der Freundeskreis „Alt Lampertheim“ über Jahre zusammengetragen hat. „Wir sind froh, ein Mitglied zu haben, das sich so engagiert“, betonte Vereinsvorsitzender Stefan Herz, der es jedes Jahr spannend findet, was Ludwig Franz entstehen lässt. Hans-Michael Platz aus Biblis hat die Gesamtherstellung der 500 Exemplare übernommen. 

    Verkauft wird der Lampertheimer Kalender 2025 (auch das Buch von Ludwig Franz) beim Stadtmarketing in der Domgasse 9, bei der Bücherkiste in der Kaiserstraße 17 sowie bei Derst Cigarren in der Ernst-Ludwig-Straße 16a und bei Coiffeur Franz in der Wilhelmstraße 38.  

    Lampertheim hat sich verändert – wie man hier einst lebte, hat Ludwig Franz in seinem Buch „Ein Rundgang durch Alt-Lampertheim“ mit historischen Fotos und informativen Texten illustriert. Der Erlös kommt dem Heimat-, Kultur- und Museumsverein zugute.
    Foto: Hannelore Nowacki

     

    Historischer Rundgang durch Alt-Lampertheim

    Auch der Erlös aus dem Verkauf des neuen Buchs von Ludwig Franz kommt dem Heimat-, Kultur- und Museumsverein zugute. Auf 72 Seiten nimmt der Autor die Leser mit auf einen Rundgang durch „Alt-Lampertheim“, wie auch der Titel heißt. Für 20 Euro ist das Buch bei den Verkaufsstellen des Lampertheimer Kalenders erhältlich. Diese erste Auflage ist mit 600 Exemplaren erschienen und mit Fotografien aus der Zeit von 1900 bis Mitte der 1970er Jahre und erklärenden Ausführungen angereichert, die das frühere Geschehen, Geschichten und das damalige Leben lebendig werden lassen.  

    Hannelore Nowacki

     

     

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