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  • Do., 21. September 2023, 10:27 Uhr
    SPD: Historische Radtour durch Bürstadt fördert viele Details zu Tage

    Wissensdurstige Teilnehmer erhielten viel Input

    Viel zu erfahren gab es für Geschichtsinterressierte bei der historischen Radtour der SPD durch Bürstadt. Foto: oh


    BÜRSTADT – Unlängst bei bester Wetterlage veranstaltete der Ortsverein der SPD Bürstadt eine historische Radtour durch Bürstadt. Zahlreiche Teilnehmer waren mit dem Rad der Einladung gefolgt. Treffpunkt war auf dem großen Parkplatz auf dem Boxheimer Hof. Dort begrüßten Stephan Thomas, der Initiator der Tour und German Dzsida, 1. Vorsitzender, die Teilnehmer. Die Ausflügler wurden durch Stephan Thomas am Ende der Fahrradkolonne mit entsprechender Bekleidung abgesichert. Die historischen Zeitreise wurde von Klaus Grinda vom Verein für Heimatgeschichte Bürstadt geführt. Grinda gab einen Überblick über die Besichtigungs- und Haltepunkte, was die Teilnehmer wissensdurstig machte.

    Grinda berichtete gleich über die Historie des Boxheimer Hof, dieser könnte aus einem römischen Gutshof entstanden sein. Auch zum Umland der Siedlung gab es eine eingehende Berichterstattung so zu Sonneneck, hier war vermutlich die älteste Siedlungsstelle Bürstadts. „Wir wissen von dem Ur-Bürstädter (ein 7.100 Jahre altes Skelett), der im Sonneck 4 im Jahre 2015 gefunden wurde“, so Grinda. Die Brandgräber der Urnenfelderzeit auf der Gärtnersiedlung oder dem Hof Hesse wurden erwähnt. Auch von den zahlreichen Hügelgräbern im Bürstädter Wald hinter der Grillhütte wurde berichtet. Der erste Halt war die Wendelinus-Kapelle auf dem Boxheimer Hof. Die ansässigen Bauern hatten sonntags einen langen Weg zum Gottesdienst nach Bürstadt oder Lampertheim. Daher stellten diese 1815 einen Bauantrag für eine Kapelle. Diese wurde dann 1818 erbaut. Es war auch möglich die Kapelle im Inneren zu besichtigen und so konnte kurz innegehalten werden. Die Teilnehmer folgten gespannt den Erzählungen. Es wurden an allen Haltepunkten Fragen an Klaus Grinda gestellt.
    Der Schatzmeister des Verein für Heimatgeschichte stellte ebenso Fragen an die Teilnehmer.

    „Wussten Sie, dass auf dem Gelände vom Forsthaus auf dem Boxheimer Hof zum Schießbuckel ein 1.000 Meter langer Schießstand des 118. Infanterieregiment aus Worms war? Wussten Sie, dass auf dem Gelände des Sonnenecks während des 2. Weltkrieges eine größere Flakstellung war?, Oder dass hier eine größere römische Siedlung war?" Im weiteren Verlauf der Tour gelangten die Ausflügler an die Bürstädter Rheinarme, die sogenannten Lachen. „Diese haben die Entwicklung Bürstadts mitbestimmt“, so Grinda, der gleich die Frage anschloss, ob bekannt sei wo das Berger liegt oder warum die Lachgärten so heißen? In der Gartenstraße wurde von Funden aus der Römer Zeit berichtet die dort gefunden wurden. Im Stadtzentrum angekommen wurde festgestellt, dass die St. Michael-Kirche eigentlich aus zwei Kirchen besteht, eine in Ost-West-Richtung und eine in Nord-Süd-Richtung. Diese sind aus verschiedenen Epochen. Mit viel Input und Begeisterung kehrte die Gruppe bei „Anna“(Obst- und Gartenbauverein)zum Abschluss ein. Die Teilnehmer der historischen Radtour bedankten sich mit kräftigem Applaus bei Klaus Grinda und Stephan Thomas für die gelungene Veranstaltung durch Bürstadt und hoffen auf eine Fortsetzung solcher Touren. zg

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