
LAMPERTHEIM – Hinter dem großen offenen Tor zum Innenhof der Notkirche eröffnete sich den vielen Besuchern am dritten Adventswochenende eine freundliche Welt der vorweihnachtlichen Freude und Genüsse mit über 30 Ständen im Außen- und Innenbereich. Strahlende rote Sterne schwebten hoch oben vor dem grauen Himmel, die wunderbar mit den roten Kugeln des prächtigen Tannenbaums harmonierten.
Gegen Zahlung von drei Euro für einen guten Zweck wurden die Besucher aus nah und fern Teil dieser Welt, Kinder bis 14 Jahre genossen den Vorteil des kostenlosen Eintritts mit der Möglichkeit, schöne Geschichten im Vorlesezelt der Pfadfinder zu hören. Hier loderte ein wärmendes Feuer, das immer wieder mit Holzscheiten gefüttert wurde, eine Aufgabe, die der siebenjährige Niklas aus Hofheim unter Anleitung von Pfadfinder Steffen Frank mit der gebotenen Umsicht gerne übernahm.
Im weihnachtlich dekorierten Budendorf war allerhand Kunsthandwerkliches zu entdecken und zu kaufen, vom Windlicht aus Holz bis zum Engel aus Glas. Auch wer sich den Glühwein des Lions Clubs gönnte, tat zugleich Gutes. Mit der guten Bratwurst vom Grill und den Maronen frisch vom Ofen bietet der Lions Club wie jedes Jahr einen besonderen Genuss.
Am Stand der Kita Pater Alfred Delp und der Kita Mariä Verkündigung, dekoriert mit Girlanden von Bastelarbeiten, waren die Waffeln begehrt. Auf der Bühne im Freien spielte an beiden Tagen die Musik: Der Chor Ephata trat auf und das Ensemble der Musikschule spielte, die Jagdhornbläsergruppe Schriesheim kamen am Samstag, am Sonntag erklang das Konzert der Kurpfälzer Alphornbläser und der Chor Chorisma sang unter anderem „Immer wenn es Weihnacht wird“. Auf den Stehtischen lag der Text von „O du fröhliche“ zum Mitsingen aus.
Die Magie der Adventszeit zog die Besucher auch im Saal der Notkirche in ihren Bann, Kunsthandwerk und Handarbeiten in ihrer schönsten Vielfalt, auch für kleines Geld an. Karin Bucher und Sabine Schneider konnte man beim Sockenstricken zuschauen. Warme Strümpfe, Mützen und Stulpen waren fast ausverkauft, die beiden mussten also fleißig für Nachschub sorgen. Cornelia Schirmer aus Offenheim verzierte unter hellem Licht weihnachtliche Glaskugeln mit winzigen weißen Wachströpfchen.
Foto: Hannelore Nowacki
Zum Vorlesewettbewerb „Grundschüler lesen Weihnachtliches“ am Sonntagnachmittag drängten sich Eltern und Lehrkräfte der teilnehmenden Schulen vor der Bühne. Gleich daneben hatte Roswitha Nitzsche ihren Stand mit allem, was man für eine gute Puppenstube und zum Kaffeeklatsch braucht, an verzückten Kundinnen fehlte es nicht. Hier wurden auch drei Lehrerinnen der Hofheimer Nibelungenschule fündig – Slavie Mayer, Lea Gaebler und Joleen Brenner fanden die passenden kleinen Dinge für den Wichtel im Klassenzimmer, der in der Wand wohnt und zu kleinen Streichen aufgelegt ist. Morgens schauen die Kinder immer nach, was in der Nacht passiert ist. Mal sehen, was der Wichtel mit dem Adventskranz anstellt.
Sehr zufrieden zeigte sich der künstlerische Leiter des Adventsmarktes Helmut Meister mit den beiden Tagen, von den Ausstellern habe er viel Positives gehört. Aussteller, die erstmals dabei waren, wollen nächstes Jahr wiederkommen und zwei neue Bewerbungen habe er bereits erhalten. Schirmherr des Lampertheimer Adventsmarktes war wieder Bürgermeister Gottfried Störmer, der vom Lampertheimer Adventsmarkt des Lions Clubs als weiteren Höhepunkt nach dem Weihnachtsmarkt begeistert ist.
Hannelore Nowacki
































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