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  • Do., 26. März 2020, 11:40 Uhr
    Marktbeschicker wehren sich gegen Kritik in sozialen Medien / Gegenseitige Rücksichtnahme in Corona-Zeiten erforderlich

    Wochenmärkte dienen der Grundversorgung

    Frisches Obst und Gemüse vom Wochenmarkt – bei gegenseitiger Rücksichtnahme auch in Zeiten von Corona gesund und lecker. Foto: www.pixabay.com


    RIED – Ist die Aufrechterhaltung des Betriebes von Wochenmärkten und deren Besuch angesichts der Corona-Epidemie sinnvoll? Diese Frage wird immer häufiger gerade in sozialen Medien gestellt und diskutiert – und kann mit einem klaren Ja beantwortet werden, sofern alle Besucher der Märkte sich in gegenseitiger Rücksicht üben. 

    Dabei ist zunächst eindeutig festzustellen: Wochenmärkte dienen ebenso der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln wie Fachgeschäfte und sind wichtiger Bestandteil der Grundversorgung. Dahingehend sind sie keineswegs Feste oder Folklore, wie dies derzeit immer wieder in sozialen Medien dargestellt werden.

    Gerade angesichts der aktuellen Situation sind die Kunden achtsamer und nehmen aufeinander Rücksicht und halten entsprechende Abstände untereinander – sowohl auf dem Wochenmarkt als auch in den Fachgeschäften.

    Kunden der Wochenmärkte können zudem an der frischen Luft und ohne Gedränge einkaufen. Die Wochenmarkthändler haben ein weiteres großes Plus: So können die Kunden bei diesen ihre Ware vorbestellen und brauchen sie nur abzuholen – also mit möglichst wenig Kontakt zu den Verkäufern und Mitmenschen. Ein weiterer Vorteil des Besuchs auf dem Wochenmarkt: Hier kommen die Kunden mit keinen Einkaufswagen oder -körben in Kontakt außer den eigenen. 

    Unterstützung des lokalen Handels vor Ort

    Darüber hinaus ist es besonders in Zeiten der aktuellen Situation wichtig, Einzelhändler, Dienstleister und eben auch die Landwirte der Region zu unterstützen, damit diese über die derzeitige Krise hinaus ihre Angebote aufrecht erhalten können. Gerade durch die Absage zahlreicher Veranstaltungen müssen auch die Landwirte erhebliche Einbußen hinnehmen – so etwa durch die Absage der Spargelwanderung, bei der diese ihre Produkte präsentieren können.

    Wenig förderlich ist es in diesem Zusammenhang unsachgemäße Kritik bei Facebook oder in anderen sozialen Medien. Natürlich ist es von äußerster Wichtigkeit, Abstand zu halten und gegenseitig aufeinander Rücksicht zu nehmen – dies gilt für alle Orte, an denen derzeit Menschen zusammen kommen, sei es bei der Arbeit, in der Apotheke, beim Arzt oder eben beim Einkaufen. Wenn dies aber gewährleistet ist, steht den Besuchen von Wochenmärkten nichts im Wege.

    Appelle zum Zusammenhalt

    Die Beschicker der Wochenmärkte, sei es in Bürstadt, Lampertheim oder beim Hofmarkt für Genießer in Hofheim, sind davon überzeugt: „Kunden der Wochenmärkte und Fachgeschäfte sind achtsam, gesundheitsbewusst und kommen aus allen Altersgruppen. Rücksicht auf besonders gefährdete Personen ist für sie nach unseren Beobachtungen selbstverständlich.”

    Wichtig ist, gerade jetzt zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Besuchen Sie daher die Wochenmärkte und die Fachgeschäfte vor Ort. Wenn Sie dabei gegenseitig Rücksicht aufeinander nehmen, profitieren alle davon: Die Händler, weil sie ihre Betriebe auch in Krisenzeiten weiterführen können, und die Kunden, weil sie frische und gesunde Lebensmittel aus der Region genießen können. Benjamin Kloos

    Information

    Der Wochenmarkt in Lampertheim hat dienstags und samstags im März von 8 bis 12 Uhr sowie ab April von 7 bis 12.30 Uhr geöffnet. Der Wochenmarkt in Bürstadt findet freitags von 7 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz statt. In Hofheim lädt der Hofmarkt für Genießer bei Gemüsebau Back eden Freitag von 14.30 bis 18.30 Uhr ein.
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