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  • Fr., 15. Dezember 2023, 09:13 Uhr
    MUNDART: Bäschdedder Babbler lockten viele Zuschauer mit Programm zur Weihnachtszeit an

    „Woihnachde in Bäschdadd unn annerschdwu – wie schuneemol“

    „Woihnachde in Bäschdadd“ war bei den Bäschdädder Babblern laut Programm angesagt. Als Zwischengänger sei er gekommen, meinte der Nikolaus, denn als solcher sei er zu spät, aber als Weihnachtsmann zu viel zu früh. Monika Kroker ging ihm als freundlicher Knecht Ruprecht zur Hand. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Auf zwei Stunden hatten „Owwerbabbler Frank Gumbel und seine Mitsprecher ihr neues Weihnachtsprogramm angelegt, das am Dienstagabend so viele Besucher anlockte, dass der Saal des Männergesangsvereins 1902 (MGV) in der Waldgartenstraße rappelvoll wurde. Bis zur musikalischen Verabschiedung durch den evangelischen Posaunenchor unter der Leitung von Ralph Vierheller und letzten Akkordeonklängen von Manfred Winkler dauerte es dann doch länger. Bei freiem Eintritt hatten die Freunde der Bürstadter Mundart ein umfangreiches Programm vor sich, das mit einer Überraschung für Oberbabbler Gumbel anfing: Alexander Bauer, Landtagsabgeordneter und Stadtverordneter, hatte sich als Mundartdichter und Fan der Bürstädter Babbler geoutet und einen Liedtext geschrieben. Das brachte die Planung etwas durcheinander und Gumbel meinte: „Manchmool froog ich mich, warum ich mir des geb“. Auch im weiteren Verlauf ging es nicht ganz nach Plan. Die Singgemeinschaft von MGV, Volkschor und Liederkranz Bobstadt unter der Leitung von Herbert Ritzert erfreute das Publikum mit vorweihnachtlichen Liedern wie „Advent ist ein Leuchten“ und „Adventjodler“ und einem „Weihnachtstraum“. Dann rief Owwerbabbler Gumbel „Alois, leg mal los“, worauf Alois Klüber seinen Film mit der Musikergruppe „Hermann und die Superhelden“ vorführte. Auch die „Kirche im Licht“ aus dem Jahr 2016 und den „Bürstädter Adventszauber“ von 2019 hatte Klüber filmisch in Szene gesetzt und weckte nun schöne Erinnerungen.

    Mundartlich an alte Zeiten erinnert

    Vom SKK 50 tanzten die Gruppen „Lollipop“ und „Konfetti“, deren Trainerin Luisa-Marie Morweiser als frühere Sonnenbotschafterin bekannt ist. Mehrere Vorträge in Mundart waren zu hören: Martina Rausch und Hans Schader sprachen über den Künstlerverein und Monika Kroker schwelgte wie Jürgen Manske mundartlich in besinnlichen alten Zeiten. Damals wurden die Kinder noch vor Weihnachten gebadet, eins nach dem anderen bestieg die Wanne, in die eine Fichtelnadeltablette für bessere Wasserqualität hineingeworfen worden sei, erzählte Manske. Als Prädikant in der evangelischen Kirche lag ihm auch daran, das Publikum zu den Gottesdiensten einzuladen, nicht nur zu Weihnachten. Sabrina Frick bekannte sich als geborene Rheinländerin ohne Bürstädter Mundart, die auch im nächsten Jahr in der Ratskellerscheune ihre „Winterträume“ für eine Spende veranstalten will, dann für die Fußballjugend, dieses Jahr waren ein paar hundert Euro für die Kita Zwergenwald und die Kinderkrippe Sonnenkäfer zusammengekommen. Vom Podium aus führten Frank Gumbel, Roland Weinz, Jürgen Manske und Monika Kroker Regie. Als Nikolaus mit weißem Wuschelkopf und Rauschebart kam Stephan Thomas mit Geschenkesack in den Saal, beim Verteilen der Teelichter und Schriftrollen half ihm Monika Kroker als Knecht Ruprecht. Drauß vom Walde sei er hergekommen, erzählte er und schaute in sein goldenes Buch. Daraus las er ein großes Lob für die Babbler, die zudem ihre Ziele erreicht hätten. Gemeinsam wolle man Frieden und Freude schenken.

    Hannelore Nowacki

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