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  • Mo., 13. März 2023, 12:25 Uhr
    Alle Interessierten sind am 25. März in das Jugendhaus Bürstadt eingeladen 

    Workshop zur Zukunft des Freizeitkicker-Geländes

    BÜRSTADT – Seit Sommer 2022 läuft in Bürstadt der Prozess zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Zukunft des Freizeitkicker-Geländes. Am Samstag, 25. März, sind alle Interessierten eingeladen, sich über die bisherigen Ergebnisse zu informieren und gemeinsam an Vorschlägen für mögliche Nutzungsmischungen zu arbeiten. Hierzu wird ein Workshop von 15 bis 18 Uhr im Jugendhaus Bürstadt, Nibelungenstraße 199A, in Bürstadt angeboten. Moderiert wird die Veranstaltung von der Sozialagentur Fortuna und der ProjektStadt als Programmmanagement im Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“. Um auch Eltern mit Kindern die Teilnahme zu erleichtern, erfolgt vor Ort eine Kinderbetreuung. Alle, die sich gerne an der Diskussion zur Zukunft des Freizeitkicker-Geländes beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen. 

    Das fast 36.000 Quadratmeter große Freizeitkicker-Gelände im Osten der Kernstadt ist seit vielen Jahren ein Ort vielfältiger Aktivitäten. Es wurde Mitte der 90er-Jahre zunächst als reine Spielfläche zum „Kicken“ und für andere spontane Sport- und Freizeitaktivitäten errichtet. Danach wurde das Areal um eine Skateboard-Anlage, Basketballfelder und einen „Dirtpark“ zum Fahrradfahren erweitert. Damit hat die Fläche bis heute eine große Bedeutung als Ort der Bewegung im Alltag und als Treffpunkt für Jugendliche, aber auch für viele erwachsene Bürstädterinnen und Bürstädter. Im September 2023 eröffnet nun in unmittelbarer Nähe des Freizeitkicker-Geländes der neue Bildungs- und Sportcampus. Während die alte Großsportanlage vor allem dem Vereinssport vorbehalten gewesen war, bietet der neue Campus eine Vielzahl von unterschiedlichen Sport-, Spiel- und Freizeitangeboten, die offen zugänglich sind und von jedem und jeder spontan genutzt werden können. Insbesondere werden dort Angebote entstehen, die gerade Jugendliche ansprechen, etwa eine Calisthenics-Anlage, ein Ninja-Parcours und ein Jugendgarten mit „Muckibude“, Chill-Area und Graffitiwand direkt am Jugendhaus, das sich ebenfalls auf dem Campus befindet. Auch der Skate-Parks sowie die Basketballfelder werden nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung künftig auf den Bildungs- und Sportcampus verlagert. In der Folge werden sich auch die Bedeutung und die Nutzung des Freizeitkicker-Geländes grundlegend verändern.     

    Vor diesem Hintergrund wurde im März 2022 im Ausschuss für Bau- und Stadtentwicklung beschlossen, dass im Rahmen der Beplanung und künftigen Ausgestaltung des Freizeitkicker-Geländes ein Beteiligungsprozess für ein nutzerorientiertes Gesamtkonzept initiiert wird. Im ersten Schritt des Beteiligungsprozesses wurde über die Sommermonate von der Sozialagentur Fortuna durch Beobachtungen und viele Gesprächen mit den derzeitigen Nutzerinnen und Nutzern erhoben, welche Aktivitäten dort wann und vom wem tatsächlich stattfinden, welche Flächen dafür benötigt werden und an welchen Nutzungen voraussichtlich auch nach der Eröffnung des Bildungs- und Sportcampus noch Interesse besteht. Die Sozialagentur Fortuna betreibt das Quartiersbüro am Beethovenplatz, aber auch das Jugendhaus auf dem Bildungs- und Sportcampus. In einem zweiten Schritt wurde die Diskussion geöffnet und es wurden auch all jene, die das Freizeitkicker-Gelände bisher nicht nutzen, in die Diskussion eingebunden. Hierfür wurde im Rahmen der Aktion „Halloween-Leuchten“ des Quartiersbüros im Oktober 2022 ein Stand aufgebaut, an dem Anregungen und Ideen für die künftige Nutzung des Freizeitkicker-Geländes eingebracht und diskutiert werden konnten.  Eng eingebunden in den Beteiligungsprozess war die „Soziale Partnerschaft“ (SoPa), die die Umsetzung des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ in Bürstadt begleitet. Zwischenergebnisse wurden im November 2022 im Ausschuss für Bau- und Stadtentwicklung vorgestellt.

    Deutlich wurde im bisherigen Beteiligungsprozess, dass es eine große Bandbreite an Anregungen für die Zukunft des Geländes gibt. Sie reichen vom Wunsch nach dem Erhalt und der Ausweitung von Angeboten für spontane Sport- und Freizeitaktivitäten über den Wunsch nach Grünstrukturen bis hin zum Wunsch nach einer Nutzung der Fläche oder von Teilflächen des Gebiets für eine Wohnbebauung. Im letzten Schritt des Beteiligungsprozesses soll nun in einem Workshop gemeinsam mit allen Interessierten diskutiert werden, welche Möglichkeiten und Konzepte es geben könnte, verschiedene Interessen zusammenzubringen. Dabei sollen auch aktuelle Herausforderungen, vor die sich die Stadt Bürstadt zum Beispiel zur Unterbringung von Geflüchteten oder zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gestellt sieht, mitgedacht werden. Über „Versuch und Irrtum“ sollen im Workshop verschiedene Vorschläge für möglichen Nutzungsvarianten und -mischungen erarbeitet werden, die dann als Anregung in die politische Abwägung und Diskussion einfließen. zg

     

     

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