Verein für Heimatgeschichte zu Besuch in der Residenzstadt Würzburg
Wundervoller Ausflug bei bestem Sommerwetter
In Mondfeld legte der Verein für Heimatgeschichte Nordheim eine Rast ein und genoss die herrliche Aussicht auf die Rebstöcke des Frankenweins und die malerische Burgruine Henneburg. Foto: oh
NORDHEIM – Mit fast 50 Teilnehmern fuhr der Verein für Heimatgeschichte Nordheim bei seinem Jahresausflug nach Würzburg. Statt eintöniger Autobahnfahrt führte der Weg bei bestem Sommerwetter durch den schönen Odenwald. Über Reinheim, vorbei an den mittelalterlichen Festungen Otzberg und Burg Breuberg, ging die Fahrt an den Main. Gemächlich befuhren die Frachtschiffe den aufgestauten Fluss, gleich neben der Straße. In Mondfeld wurde eine Rast eingelegt und dabei die herrliche Aussicht auf die Rebstöcke des Frankenweins und die malerische Burgruine Henneburg genossen.
Wie in so vielen Großstädten, gab es auch am Zielort Würzburg mehrere kurzfristig eingerichtete Baustellen mit Umleitungen. Hier wurden Marktplatz und Rathaus ebenso besucht wie die imposante Marienkapelle, eine sehr gelungene, große spätgotische Hallenkirche, die 1377 von der stolzen Bürgerschaft errichtet wurde. Ein Hauptanziehungspunkt war die alte Mainbrücke mit ihren zahlreichen, überlebensgroßen, barocken Sandsteinfiguren, die sofort an die Karlsbrücke in Prag erinnerten.
Der hochbegabte Hausarchitekt der berühmten Fürstenfamilie Schönborn, Balthasar Neumann, der auch den Hochaltar im Wormser Dom schuf und die Barockkirche in Lampertheim-Hofheim errichtete, baute von 1720 bis 1744 die Weltkulturerbe Residenz der Fürstbischöfe von Würzburg. Die weitläufige Schloßanlage mit großartigem Treppenhaus und freitragendem Deckengemälde, sowie seinen prunkvollen Sälen, wie Weißer Saal, Gartensaal und den Paradezimmern blieb im letzten Krieg weitgehend unversehrt. Müde und erfreut über diesen schönen Tag fuhren die Teilnehmer dem Abendrot entgegen, heim nach Biblis, Wattenheim und Nordheim. zg