Ortsbeirat hatte Bürger zum persönlichen Gedankenaustausch eingeladen / Lebhafte und konstruktive Gespräche
Wünsche zu Busverbindung und Geldautomat
Der Gedankenaustausch unter den Neuschlösser Bürgern zeigte, dass es viele Ideen und Anregungen gibt – und eine insgesamt konstruktive Atmosphäre. Foto: Hannelore Nowacki
NEUSCHLOSS – Ein langer Tisch im gemütlichen Café am Ahornplatz war mit nicht ganz zwanzig Gesprächsteilnehmern voll besetzt. Mittendrin Ortsvorsteherin Carola Biehal, an ihrer Seite Robert Lehnhardt, stellvertretender Ortsvorsteher, und weitere Ortsbeiratsmitglieder. Elf weitere Neuschlösser Bürger waren gekommen, unter ihnen auch Magistratsmitglied Hans Schlatter. Beim ersten persönlichen Gedankenaustausch, zu dem der Ortsbeirat die Bürger im Stadtteil am Dienstagabend eingeladen hatte, wurde lebhaft diskutiert. Vorschläge und Ideen zu mehreren Themen wurden eingebracht und besprochen - genügend Gesprächsstoff, um von 19.30 Uhr bis nach 22 Uhr dabei zu bleiben. Ortsvorsteherin Biehal hatte dem Gedankenaustausch einen Rückblick auf das vergangene Jahr vorangestellt. Das Schlossfest unter dem Motto „Neuschloß stellt sich vor“ habe die Leute begeistert und der Kindergarten wurde durch die neue Kinderkrippe ergänzt. Zu den Altlasten gehören die Grundwassersanierung und Sanierung des Sodabuckels. Ein älterer Bürger brachte das Thema „demografische Entwicklung“ ins Gespräch. Seine Sorge: Der Stadtteil könnte überaltern, wenn nicht mehr junge Familien zuziehen. Wie sich herauskristallisierte, gibt es für Kinder und Jugendliche mit Kindergarten, Spielplatz und dem künftigen Kickerplatz eine gute Infrastruktur. Zwei Bushaltestellen zählte Biehal zu den großen Pluspunkten für die Mobilität. Doch einen Wunsch haben die Neuschlösser: Zug- und Busfahrplan sollten besser abgestimmt sein, denn der Bus fahre ab, wenn der Zug gerade einfährt. Ein Kiosk ist am Ort, aber kein Geldautomat mehr. Zum Einkaufen fahren die Neuschlösser in die Otto-Hahn-Straße, wo auch der nächste Geldautomat stationiert ist. Doch der Raum sei häufig mit wartenden Kunden überfüllt, keine Diskretion, aber viel Dreck. Auch sei zu befürchten, dass die Sparkasse den Geldautomaten abbaut. Ortsvorsteherin Biehal wird sich daher zur Busverbindung zum Geldautomaten mit den zuständigen Stellen Kontakt aufnehmen, um eine Lösung zu finden. Ein jüngerer Neuschlösser fasste seine Meinung zum Stadtteil so zusammen: „Neuschloß ist ideal für Kinder, Wohnraum ist günstig und man ist schnell zur Arbeit nach Frankfurt gefahren – wir haben eine absolut geile Lage“. Noch detaillierter fiel die Liste der positiven Merkmale und Einrichtungen aus, die Ortsvorsteherin Biehal vortrug. Im späteren Gespräch mit dem TIP meinte Biehal zur Premiere dieses Gedankenaustausches: „Die Idee ist gut rübergekommen und angenommen worden – ich bin glücklich, dass so viel Menschen gekommen waren“. Drei oder vier Mal im Jahr könnte der Gedankenaustausch stattfinden, der nächste vielleicht vor den Sommerferien. Hannelore Nowacki