Sa., 15.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 21. November 2013, 10:52 Uhr
    Verbandsversammlung des Zweckverbandes: Infoveranstaltung zum Thema Windkraft am 5. Dezember / „Von Deponie geht kein Risiko aus” / Transpondereinführung läuft reibungslos / Dank an Bürger

    ZAKB setzt auf Transparenz

    KREIS BERGSTRASSE – Der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) setzt den eingeschlagenen Weg fort, bei geplanten Projekten größtmögliche Transparenz walten zu lassen und den Dialog mit Kritikern zu suchen:  Aktuell gilt dies vor allem für das Thema Windkraft. Geplant ist, wie berichtet, auf dem Gelände der ehemaligen Kreismülldeponie nahe Hüttenfeld eine Windkraftanlage zu betreiben. Bei der Verbandsversammlung am gestrigen Mittwoch informierte ZAKB-Geschäftsführer Gerhard Goliasch über den Sachstand: Noch laufen vorbereitende Untersuchungen für das Vorhaben.

    Der Verband hat inzwischen die Genehmigung, eine Windmesseanlage zu errichten. Dies soll in den nächsten Wochen geschehen, sobald die Prüfstatik vorliegt. Die Anlage wird ein Jahr lang Daten erfassen. Nach Abschluss der Messungen und daraus resultierender Wirtschaftlichkeitsberechnungen entscheidet der ZAKB über den Bau der Anlage. Nach Vorliegen ausstehender Gutachten sollen zudem noch in diesem Jahr die Bürger über das Projekt informiert werden. Hierzu lädt der Zweckverband für den 5. Dezember (Donnerstag) zu einer Veranstaltung in das Bürgerhaus Hüttenfeld ein. Beginn ist 18.30 Uhr.

    Offensiv geht der ZAKB auch mit der Sorgen von Bürgern um, die fürchten, in der Deponie könnten Giftfässer gelagert sein. Solche Bedenken waren in den vergangenen Wochen öffentliche geäußert worden. Nach Kenntnisstand des Verbands gehe von der Deponie kein Risiko aus, so Goliasch. Seit 1984 hatte sich ein vom ZAKB-Vorgänger beschäftigter Deponie-Ingenieur um sicherheitsrelevante Themen und den gefahrlosen Betrieb der Deponie gekümmert. Heute werden, wie vom Gesetzeber im Zuge der Deponienachsorge verlangt, regelmäßig Untersuchungen durchgeführt und die Ergebnisse dem Regierungspräsidium (RP) vorgelegt.

    Eine positive Bilanz zog Goliasch bei der laufenden Umrüstung der 145.000 Mülltonnen im Kreis Bergstraße auf Transponder. Diese lösen die Barcodes auf den Behältern ab, mit denen jede Leerung registriert wird. Das Procedere verläuft reibungslos, 98 Prozent aller Tonnen sind auf die die neue Technologie umgestellt. „Ein großes Dankeschön an die Grundstückseigentümer“, so Goliasch. Hätten diese sich nicht kooperativ gezeigt und die Tonnen zum Umrüsten bereitgestellt, wäre die Quote schwierig ohne zusätzlichen Aufwand zu erreichen gewesen. Im Dezember gibt es einen Testbetrieb, ab Anfang nächsten Jahres kommt das Erfassungsverfahren dann beim Leeren der Abfallbehälter durchgängig zum Einsatz.

    Weiter voran geht es bei den Arbeiten am Bau einer Biogasanlage bei Heppenheim. Derzeit werden Vorarbeiten für die Bodenplatten vorgenommen. Das Projekt liegt laut Goliasch leicht hinter dem Zeitplan, mit der verantwortlichen Firma werde nun überlegt, wie ein fristgerechter Abschluss dennoch erreichbar ist. Der ZAKB-Geschäftsführer ist zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird.

    Über einen möglichen Mitgliederzuwachs beim ZAKB informierte Verbandsvorsitzender Erster Kreisbeigeordneter Thomas Metz. Demnach überlegt die Stadt Lorsch, dem ZAKB beizutreten. Vom dortigen Fachausschuss gibt es grünes Licht, einen verbindlichen Beschluss muss die Stadtverordnetenversammlung fassen. Deren Sitzung steht noch aus. Auch berichtete Metz von Beitrittsüberlegungen in Lampertheim. Dort wird das Thema aber erst im kommenden Jahr beraten. Zustimmung erteilte die Versammlung redaktionellen Änderungen der Verbandssatzung und der Abfallsatzung. Ebenso dem Wirtschaftsplan 2014. Dieser weist wie abzusehen ein Defizit aus, dass sich mit der Senkung der Müllgebühren zu Jahresbeginn und der hierzu geplanten Auflösung von Rücklagen begründet. Die Versammlung tagte in den Räumen des ZAKB bei Hüttenfeld. Sie war letztmals in diesem Jahr zusammengekommen. Geleitet wurde sie vom früheren Bürstädter Bürgermeisters Alfons Haag. zg
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2