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  • Mo., 23. April 2018, 14:02 Uhr
    Erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 abschlossen / Bitte kein Plastik in den Biomüll

    ZAKB setzt auf Transparenz, Service und Kundennähe

    Der ZAKB sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt – auch dank eines erfolgreichen Geschäftsjahres 2017. Archivfoto: TIP-Verlag

    HÜTTENFELD – „Es ist uns wichtig, transparent nach außen zu zeigen, wie der ZAKB funktioniert und arbeitet. Die Menschen müssen sich keine Gedanken machen, dass der Abfall entsorgt wird – und dies bei relativ konstanten Gebühren”, erläuterte Landrat und ZAKB-Verbandsvorsitzender Christian Engelhardt am Montag im Rahmen des Jahrespressegespräch des ZAKB. „Trotz schwieriger Bedingungen, unter anderem aufgrund steigender Kosten, konnten wir ein gutes Jahresergebnis erreichen, auch dank der guten Mitarbeiter des ZAKB. Dabei wurde das Geschäftsgebiet durch Lampertheim und Viernheim signifikant erweitert. Dies ist mit sehr hohem Aufwand verbunden, ist aber dennoch hervorragend gelungen.”
    So liegt das voraussichtliche Jahresergebnis 2017 (konsolidiert) bei einem Plus von 518.000 Euro und damit deutlich besser als geplant, wie Geschäftsführer Gerhard Goliasch mitteilte. Die Müllgebühr lag dabei pro Einwohner bei 72,86 Euro und ist damit seit Jahren konstant, ebenso wie die Abfallmengen in den Bereichen Restabfall, Sperrmüll, Bioabfall und Papier. Überraschend niedrig sei hierbei besonders die Menge des Restabfalls, gerade im Vergleich mit dem Durchschnitt in Hessen.
    Gerhard Goliasch ging zudem auf die Entsorgungssicherheit ein. Besonders durch das Rückwärtsfahren gäbe es in der Branche leider tödliche Unfälle – „zum Glück noch nicht in unserem Geschäftsgebiet”, wie der ZAKB-Geschäftsführer betonte. Damit dies so bleibt, wird eine Bestandsdatenerfassung durchgeführt. Aktuell gibt es im Geschäftsbereich 1.029 relevante Straßen bzw. Straßenabschnitte, die je nach Gefährdungsbeurteilung inklusive Risikoeinstufung typisiert werden. „Möglicherweise können daraus folgernd sehr enge Straßen nicht mehr angefahren werden, hierfür suchen wir aktuell Lösungen.”
    Ein Problem, dass den ZAKB wie alle Unternehmen im Bereich der Müllentsorgung beschäftigt, sind Störabfälle im Bioabfall. So waren dies im Jahr 2017 1,5 Prozent, was nicht nur zu einer eingeschränkten Gasgewinnung, sondern auch zu einer Minderung der Kompostqualität und damit zu Vermarktungsschwierigkeiten führt. „Dadurch haben wir eine eklatante Kostensteigerung zu verzeichnen, die sich auch auf die Gebühren auswirken wird”, betonte Gerhard Goliasch und machte darauf aufmerksam, dass auch Bio-Plastiktüten nicht geeignet sind, da diese zwar kompostierbar sind, aber nicht in dem Zeitraum der Verweildauer in der Deponie. „Bitte verwenden Sie ausschließlich Papiertüten oder Zeitungspapier”, appelliert er an die Bürger. Und auch Windeln, Restabfälle oder gar Metall, das sich immer wieder im Biomüll findet, gehöre hier nicht hinein. „Bitte achten Sie darauf, um Gebührenerhöhungen für alle zu vermeiden!”
    Um den Service und die Kundennähe zu verbessern, baut der ZAKB seine Wertstofferfassung kontinuierlich aus. So ist derzeit ein Wertstoffhof in Biblis in Planung, zudem findet eine permanente Optimierung der Annahmebedingungen sowie ein fortwährender Ausbau bestehender Annahmestellen statt. Unter anderem wurde das Dienstleistungsangebot auf dem Werstoffhof in Lampertheim erweitert, so dass hier auch Elektro-Großgeräte, Baustoffe auf Gipsbasis, behandeltes Holz aus dem Außenbereich sowie Fachglas entsorgt werden können. Zudem wurde hier die Öffnungszeit von drei auf sechs Tage pro Woche erweitert und die Verkehrswege sowie die Ladefläche optimiert. Die Aufstellung zweier Doppelgaragen für Elektro-Großgeräte und die Aufstellung eines Unterstandes für wetterunabhängige und verkürzte Abfertigungszeiten runden das neue Angebot ab. Der Wertstoffhof Lampertheim-Hofheim wurde ebenso wie der Wertstoffhof in Lampertheim im Rahmen des ZAKB-Beitrittes des Spargelstadt übernommen, hier wurde die Zufahrt deutlich verbreitert und ein neues Aufstellungskonzept für Behälter durchgeführt. In Bürstadt wurde ebenfalls investiert, und zwar durch den Einbau eines neuen Schiebetores. Für die Zukunft steht die Rüpckverlegung des Standortes Gernsheim nach Hüttenfeld zum 1. Januar 2020 an, aktuell starten hier die relevanten Baumaßnahmen.
    Abschließend blickten Landrat Engelhardt und ZAKB-Geschäftsführer Goliasch auf die Nutzung erneuerbarer Energiepotenziale: „Der Energeipark Hüttenfeld ist der größte Stromerzeuger im Kreis Bergstraße, und das aus erneuerbaren Energien”, zeigte sich Landrat Engelhardt stolz. Die Energieanlagen des Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße laufen dabei sehr kontinuierlich und können so gemäß der ursprünglichen Kalkulation wirtschaftlich betrieben werden. Als Beispiel nannte Gerhard Goliasch die Solaranlagen des ZAKB, die in Summe im Jahr 2017 etwa 7,23 Prozent mehr Strom ins öffentliche Netz eingespeist haben, als vorab prognostiziert wurde. Benjamin Kloos


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