Lampertheimer Adventsmarkt lockte mit Kunsthandwerk und Weihnachtsschmuck
Zauberhafte Stimmung, Tannenduft und Glühwein
Die Magie der Kobolde und anderen Gesellen am Stand von Rosi Schlesinger machte kauflustig. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Wo gibt es außergewöhnliche Geschenkideen, Kunsthandwerk und kulinarische Köstlichkeiten zum sofortigen Genuss oder in Form von Honig, Wein, Likör oder selbst gebackenen Plätzchen zum Mitnehmen in bester Qualität in anheimelnder Umgebung? Alle Jahre beim Lampertheimer Adventsmarkt, der auch diesmal an beiden Tagen Besucher aus nah und fern anlockte. 39 Aussteller im großen Saal der Notkirche und im gemütlichen Innenhof hatten für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas Passendes. Stimmungsvoll dekoriert und erleuchtet waren die Stände und das Budendorf, in dessen Mitte der festliche Weihnachtbaum mit vielen großen roten Kugeln als besonderer Blickfang aufragte. Vor dem großen Tor zum Innenhof schwebte Tannenduft in der Luft, hier waren schön gewachsene Weihnachtsbäume frisch aus dem Odenwald erhältlich. Zur Eröffnung mit Bürgermeister Gottfried Störmer als Schirmherr des Adventsmarktes am Samstagmittag erfreute der Chor der Schillerschule die zahlreichen Zuschauer im Saal mit fröhlichen modernen Weihnachtsliedern wie „Zumba, Zumba, es ist so weit, wieder ist es Weihnachtszeit“. Karin Salber, Vizepräsidentin des Lionsclubs, der den Adventsmarkt veranstaltet, dankte der Stadt Lampertheim und der Lukasgemeinde für die Unterstützung und dem künstlerischen Leiter Helmut Meister für sein Engagement. Wer bei der Tombola für ein Los fünf Euro einsetzte, konnte mit etwas Glück eine Reise nach Teneriffa oder andere wertvolle Preise gewinnen. In der Jurte der Pfadfinder Kurfürst Friedrich von der Pfalz war Vorlesen von Weihnachtgeschichten bei loderndem Feuer angesagt. Bürgermeister Störmer, als guter Vorleser schon bekannt, übernahm mit der Geschichte der „Weihnachtsmann und seine Freunde“ die erste Lesung. Stimmungsvolle Melodien hörten die Besucher am Samstag vom „Stubenmusi“-Ensemble mit Musikschulleiter Joachim Sum und der Violinengruppe. Der Rundgang durch den Saal und das Budendorf im Innenhof wurde zur Entdeckungsreise durch die bunte Welt der Weihnachtsdekoration, aber auch zeitlos Schönes und Nützliches war geboten. Federleichte Holzkugeln bemalt Ludmilla Finkbeiner aus Schwalmstadt mit allerlei Motiven und lackiert die Unikate glanzvoll, ein Gefühl wie Glas, nur nicht so zerbrechlich. Halsketten im eigenen Design aus Künstlerperlen, die sie aus Marokko und Indien bekommt, sind die Spezialität von Gabriele Greiner aus Speyer, ein Stand voller schmucker Verführungen für die Damenwelt. Brigitte Heinecke aus Neulußheim liebt Stoffe mit nostalgischen Motiven, aus denen sie Herzen und Kissen mit duftender Lavendelfüllung fertigt, ein Hobby mit Nähmaschine und Musikbegleitung aus dem Radio, das ihr Wanderungen und Städtereisen ersetzt, die ihr die Gesundheit nicht mehr erlauben. Winzige Torten mit Fimo backt Roswitha Nitzsche aus Römerberg im Backofen, die zum Anbeißen lecker aussehen. Damit sich die Puppenmutti nicht die Finger verbrennt, häkelt sie kleine Topfläppchen. Mit ihrer Miniaturwelt für die Puppenstube begeisterte sie die Besucher. Der Kunst von Gerhard Gärtner aus Einhausen konnte der kräftig auffrischende Wind nichts anhaben, seine Herzen und Skulpturen aus dem Holz von Olive, Sequoia und Tuja blieben standfest. Unter freiem Himmel schmeckte der Glühwein des Lionsclubs, auch wenn der Wind milde war. Der Erlös des Adventsmarktes aus Standgebühren, Eintrittund Bewirtung des Lionsclubs kommt wie immer sozialen Zwecken zugute. Hannelore Nowacki