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  • Mi., 01. Februar 2023, 14:09 Uhr

    Zertifizierte Pfleger für das Grünzeug in Biblis

    Stolz präsentieren die neuen "Fachpfleger des öffentlichen Grüns" ihre Zertifikate - im Grün Foto: Benjamin Kloos


    BIBLIS – Einen dreitägigen Kurs, bei dem sich alles um das schützenswerte Grünzeug in Biblis drehte, haben Tobias Engert, Martin Brecht, Bernd Koch, Andreas Wetzel und Ulrich Hembach hinter sich. Am Mittwoch zahlte sich die Arbeit dann ganz offiziell aus. Ihnen wurde das Zertifikat zum „Fachpfleger des öffentlichen Grüns“ verliehen.
    Das öffentliche Grün nehme in Deutschland eine Fläche von ca. 15 Mio. Hektar ein und diese müssen gepflegt werden, um sie zu erhalten. Junge Bäume, alte Bäume, Sträucher, sie alle verdienen die richtige Aufmerksamkeit. Doch die Arbeiter, die ihnen diese Aufmerksamkeit schenken, würden nicht genug gewürdigt werden, so Thomas Brecht, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands Hessen für Obstbau, Garten und Landschaftspflege e.V. (LOGL). Um dies zu ändern und zur hochqualitativen Pflege des öffentlichen Grüns, wurde der Kurs ins Leben gerufen. In den drei Tagen lag der Fokus besonders auf der Erhaltung von Jung- und Altbäumen in Biblis. Doch das war nur die erste Etappe. Der Kurs soll weitergehen, sodass eine noch höhere Qualifizierung und dadurch auch mehr Gehalt möglich gemacht wird. Fachwissen und verlässliche Mitarbeiter, das sage das Zertifikat aus. „Voranbringende Teamarbeit, das ist unser Weg in Biblis“, sagt Bürgermeister Volker Scheib stolz.
    Dieser Kurs bestand aus einem 50/50 Anteil von Praxis und Theorie. Die nächste Stufe sei nun ein Vortrag in der Gemeinde zur Biodiversität, der beispielsweise richtige Bepflanzung und Bodenkultur behandeln und ebenfalls wieder drei Tage andauern soll. Diese zweite Phase des Kurses sei bereits in der Planung und auch Teil 3 würde schon in Grundsätzen realisiert werden. Das „Endstadium“ nach den drei Kursteilen sei dann der Titel des Fachwarts. Der Kurs sei aktuell der einzige seiner Art in Deutschland, doch das Ziel sei nun, ihn auch auf Landesebene auszuweiten, erzählt Brecht weiter.
    Besonderen Wert soll auf Jungbäume gelegt werden, denn diese müssten durchgebracht werden, sodass sie zu großen, starken „Sauerstoffproduzenten“ heranwachsen können. Richtige Pflege sei nicht nur nötig, sondern auch gesund! Das Spazierengehen zwischen gesunden Bäumen wirke sich positiv auf die eigene Gesundheit aus. Und natürlich wird der Gang um den Block attraktiver, wenn die Natur schön aussieht. Gerade Senioren seien sehr naturverbunden und bereit auf die Natur zu achten. Dies soll ebenfalls an die jüngere Generation weitergegeben werden, sodass der Schutz der Grünflächen weiterhin bestehen bleibt. Das Bibliser Projekt leiste ebenfalls einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Luftqualität. Fachkundige, wichtige und nachhaltige Arbeit, die zur Erhaltung der Pflanzen beiträgt und sowohl Mensch, als auch Natur zu Gute kommt. Leonie Theil

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