Fr., 21.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 30. November 2020, 11:28 Uhr
    UMWELTSCHUTZ: Stefan Reimers leistet im Kleinen wichtigen Beitrag / in Eigenregie Aschenbecher an Weg zwischen Rosenau- und Chemiestraße aufgestellt

    „Zigarettenkippen und Müll gehören nicht auf den Fuß- und Radweg”

    Bitte keine Kippen auf den Weg werfen – auf dem Weg zwischen Rosenau- und Chemiestraße hat Stefan Reimers in Eigenregie zwei Aschenbecher angebracht. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Es ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für die Umwelt und ein positives Zeichen von bürgerschaftlichem Engagement, das Stefan Reimers Woche für Woche leistet: Bei seinen regelmäßigen Spaziergängen auf dem Fuß- und Radweg zwischen Rosenau- und Chemiestraße sammelt der Lampertheimer, ausgestattet mit Eimer und Zange, Müll und Zigarettenkippen auf. Darüber hinaus hat er entlang des Weges in Eigenregie zwei Aschenbecher aufgestellt, die er zuvor gebastelt hat – versehen mit der Bitte, die Kippen hierin zu entsorgen und entsprechenden Hinweisen, was eine Umweltverschmutzung durch Zigarettenkippen bedeutet. Leider nehmen immer wieder einige Mitbürgerinnen und -bürger dieses Angebot nicht an: Bei einem Vor-Ort-Termin mit dem TIP lag beispielsweise eine Zigarettenkippe keine drei Meter vom Aschenbecher entfernt. Auch das Schild wurde bereits mehrfach zerstört, ist mittlerweile aber aus beständigerem Material wieder hergestellt worden. 

    Begonnen hat alles im Jahr 2004, als Stefan Reimers mit seinem Hund Gassi ging und jedesmal seinen Eimer und seine Zange dabei hatte, um Müll aufzusammeln – denn auf diesem Weg lag weniger Hunde- als vielmehr Menschenmüll. Auch heute, nachdem sein Hund leider verstorben ist, ist der engagierte Lampertheimer zweimal in der Woche unterwegs, um Unrat und vor allem Zigarettenkippen aufzulesen. „25 bis 40 Kippen kommen dabei jedesmal zusammen”, erläuterte Stefan Reimers im Gespräch mit dem TIP. Dies ist besonders deshalb fatal, weil die Zigarettenkippen nicht nur eine Gefahr für das Grundwasser sind, sondern zudem drei bis fünf Jahre brauchen, bis sie vollständig aufgelöst sind. Daher ist die Eigenverantwortung jedes Einzelnen gefordert, seinen Müll und in diesem Fall insbesondere seine Kippen selbst und ordnungsgemäß zu entsorgen.

    Hundekot ist auf dem Weg hingegen weniger das Problem, auch wenn es natürlich auch hier leider immer wieder Ausnahmen gibt. Generell sei Lampertheim, was Hunde betrifft, „wirklich gut aufgestellt. Auch was Hundetoiletten angeht, die regelmäßig gereinigt werden”, lobt Stefan Reimers die Stadtverwaltung.

    Bleibt zu hoffen, dass mehr Menschen, die den Weg nutzen, ihre Zigarettenkippen in den Aschenbechern entsorgen und ihre Müll mit nach Hause nehmen – doch nicht nur hier. Denn wenn jeder im Kleinen und bei sich anfängt, kann viel für die Umwelt und damit für uns alle getan werden – dies gilt auch für illegale Müllentsorgungen, die leider immer mehr zunehmen. Benjamin Kloos

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2