Erntedankfest beim AZ-Vogelpark inklusive Besuch in der Tropenhalle / Saisonabschluss am 27. Oktober
Zu Besuch bei Rico, Mowgli, Dickerchen & Co.
Wie jedes Jahr unterstützt Landwirt Otto Henkelmann den AZ-Vogelpark durch den Verkauf von Kürbissen. Der Erntedanktisch wurde von mehreren Lampertheimer Höfen gesponsert. Foto: Manuel Ding
LAMPERTHEIM – Das Erntedankfest im AZ-Vogelpark läutet die kühlere Jahreszeit ein. Zwar steht noch das Fest zum Saisonabschluss am 27. Oktober auf dem Terminkalender, doch stellen sich auch die gefiederten Bewohner des Parks, sofern sie nicht in sonnigere Länder abgereist sind, voll auf den Winter ein. Diejenigen aber, die das aus ihrer natürlichen Heimat nicht kennen, wie etwa die vielen Papageien, Kakadus und Beos, werden Jahr für Jahr in die Tropenhalle des Parks einquartiert.
Aufgrund besonderer Nachfrage durch die Jungs der Fußballabteilung des Turnvereins Lampertheim, nahm Monika Alberstadt vom AZ-Vogelpark die neugierigen Gäste mit zu Rocco, Rico, Mowgli und Co. in die warme Halle. Dabei erwies sich die Schriftführerin als wahre Vogelflüsterin, als ihr auf ihre Begrüßung bereits zu Beginn der grüne Ara Rico ein „Hallo“ entgegnete. Der Kakadu Rocco sei ein Schmuser, meinte Alberstadt. Die Streicheleinheiten nutzt sie dazu, zu ertasten, ob Rocco auch genug Nahrung zu sich nimmt. Sowas spüre man am Brustbein, fügte sie hinzu. Ein Papagei sei sehr misstrauisch. „Sie brauchen Wochen, bis sie sich an eine neue Stimme gewöhnen.“ Das sei ein Problem, denn die Helfer erwarteten, dass man die Tiere sofort füttern und streicheln könne.
Das bekommen Neulinge besonders bei der aggressiven Maggy zu spüren: Das Graupapageiweibchen setzt sich bei Besuch schon mal auf den Boden. „Von da kann sie besser in Füße und Waden beißen“, erklärt Alberstadt. Graupapageien kämen ohnehin sehr schwer darüber hinweg, wenn sie abgegeben werden. „Und das sind alles Abgabetiere.“ Dennoch faszinierte die jungen Fußballer die verschiedenen Charaktere der Tiere. Während Maggy angriffslustig in Beißposition geht, sitzt beispielsweise Chico auf einem Ast und macht bei Besuch einen Freudentanz. Das sprachbegabte Dickerchen macht nicht nur Menschenstimmen nach. Auch Hundebellen zum Beispiel gehörten zu seinem Repertoire, während Rico eher ein Pfeifer sei.
Zum Erntedankfest wurde wieder ein üppiger Erntedanktisch aufgestellt mit Spendengaben von den Lampertheimer Bauereien Steinmetz, dem Kreuzhof, Schmidt, Starfalter, Knecht und Strauß. Landwirt Otto Henkelmann unterstützte den Park durch den Verkauf von frech bemalten Kürbissen. Trotz des eher ungemütlichen Wetters seien die Gäste nicht ausgeblieben, freut sich Alberstadt. Das wichtige Gartengeschäft sei allerdings ausgeblieben. Bei der Frage, ob man mit der verstreichenden Saison 2013 zufrieden sei, kann Alberstadt nur mit einem „Nein“ wie aus der sprichwörtlichen Pistole antworten. „An den ersten Terminen war es viel zu kalt und dann wurde es so heiß, dass die Leute lieber ins Schwimmbad gingen.“ Parallel hierzu seien die Preise für Heu und Stroh auf das Doppelte angestiegen, bedauerte Monika Alberstadt.