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Di., 26. März 2024, 11:01 Uhr
GEMEINDEVERTRETUNG: Personalkosten durch Abwahl von Bürgermeister Bersch, Anfragen zum Wasserschaden bei der Feuerwehr und zu Vereinen
Zum zweiten Mal Wasserschaden, diesmal andere Ursache
Das Groß-Rohrheimer Rathaus. Foto: Hannelore Nowacki
GROSS-ROHRHEIM – Eine Reihe von Anfragen hatte Bürgermeister Karsten Krug zurSitzung der Gemeindevertretung als Tischvorlage schriftlich beantwortet. Im Juli letzten Jahres wollte die CDU-Fraktion wissen, welche Personalkosten der Gemeinde jährlich im Zusammenhang mit der Abwahl von Rainer Bersch als Bürgermeister entstehen, da es durch die Wahl des neuen Bürgermeisters zur doppelten Belastung komme. Die Antwort konnte erst zu Beginn des neuen Jahres erfolgen, da die Versorgungskasse erst die erforderlichen Informationen ermitteln musste, heißt es in der Mitteilung. Bis zum Ablauf Berschs regulärerAmtszeit am 11. August 2026 entstehen der Gemeinde Groß-Rohrheim Personalaufwendungen in Höhe von rund 222.000 Euro. Durch die Nachbesetzung der Stelle ab 6. November 2023 durch Karsten Krug entstehen Mehraufwendungen von rund175.000 Euro. Noch nicht einberechnet wurden die zu erwartenden Besoldungsanpassungen und noch nicht bekannte Auswirkungen bei Rückstellungen und Versorgung.
Wasserschaden bei der Feuerwehr
Wasser und Schimmel bei der Feuerwehr seit Dezember letzten Jahres, mit der Folge, dass inakzeptable Zustände im Gebäude herrschen, aber vonseiten der Gemeinde werde nichts unternommen, kein Gremium sei informiert worden, diesen Vorwurf erhob der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft Leben in Groß-Rohrheim (LiGR) Ludwig Klodtka. Die Feuerwehrkameraden seien zutiefst enttäuscht, berichtete er, und wollten sich nicht länger hinhalten lassen. So sei die Damenumkleide in die Küche verlegt und die Herren-Umkleide befinde sich zwischen den Fahrzeugen in der Fahrzeughalle. Bürgermeister Krug wies die Vorwürfe zurück und erklärte, dass der Schaden im Gemeindevorstand angesprochen wurde und regelmäßige Gespräche mit dem Gemeindebrandinspektor und Sachverständigen stattfanden. Es habe länger gedauert, weil zunächst die Schadensursache ermittelt werden musste, die sei jetzt bekannt, die Sanierung beginne jetzt. Die Ursache sei eine andere als beim ersten Schaden vor einigen Jahren. Die Sanierung soll innerhalb bis Ende April, also innerhalb von fünf bis sechs Wochen abgeschlossen sein. Auf Nachfrage des Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler – Bürger für Groß-Rohrheim (FW) Walter Öhlenschläger teilte Krug mit, dass an der Seite zur Bürgerhalle vom Dach aus Niederschlagswasser eingedrungen sei, die tiefste Stelle sei die Damenumkleide. Mit Hilfe von Lebensmittelfarbe sei dies nachgestellt worden. Zunächst werde das Gebäude von außen abgedichtet, dann die Räume getrocknet und saniert. Möglichweise übernehme die Versicherung den Schaden im unteren fünfstelligen Bereich.
Vereine unterstützen Veranstaltungen
In die Kritik geriet Bürgermeister Krug durch eine Anfrage der LiGR-Fraktion, die das Vorgehen bei der Vergabe der Bewirtung durch die Vereine bei Kulturveranstaltungen bemängelte. Die Frage war, ob außer der Musikkiste weitere Vereine bei den Sommerabenden in der Allee zum Zuge kommen und wie ausgewählt wird. Bürgermeister Krug hatte schriftlich geantwortet, dass beim Neujahrsempfang erstmals ein öffentlicher Aufruft gestartet wurde und im Anschluss Gespräche mit interessierten Vereinen stattfanden, jedoch ohne verbindliche Zusagen, außer von der Musikkiste für die erste Veranstaltung am 15. Juni. Heike Kiefer-Bersch (LiGR) fragte, nach welchen Kriterien entschieden werde. Das entscheide er mit dem Gemeindevorstand, antwortete Krug. „Das geht so aber nicht“, kritisierte Kiefer-Bersch. Krug teilte mit, dass ein Vereinsfrühschoppen am Sonntag, 14. April um 10.30 Uhr im Vereinsheim des Rasse- und Geflügelzuchtvereins stattfinden werde, mit offenem Austausch und Informationen unter anderem zur Landesförderung für Energiezuschüsse, zum Kulturprogramm und zur Bewirtung durch Vereine bei den Sommerabenden und beim Comedy-Abend. Krug teilte im Nachgang mit, dass er die Vereine noch einmal konkret über diese Möglichkeit informieren werde, so dass es auch weiterhin allen Vereinen möglich sein werde, ihr Interesse zu bekunden. Erst danach würden noch ausstehende Entscheidungen getroffen.