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  • So., 02. Juli 2017, 19:18 Uhr
    Männerchor des MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld lud zu „seinem” Jubiläumsbeitrag

    Zurück zu den Anfängen

    Der MGV 1840 Lampertheim, der älteste Verein der Stadt, wählte für den Auftritt der 18 Herren ausnahmslos romantische Meister. Foto: ehr
    r MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld ist 125 Jahre alt. Das Jubiläum wurde im März bereits mit einem Festwochenende ausführlich begangen. Nun reihen sich im Laufe des Jahres weitere Events an, die im Zeichen dieses Jubiläums stehen. Die „Young Voices“ taten dies bereits vor einigen Wochen mit ihrem Frühsommerkonzert.
    Jetzt war der Männerchor an der Reihe. Denn obwohl der Verein sich inzwischen für alle Chorgattungen geöffnet hat, neben den „Young Voices“ auch noch einen Frauenchor sein eigen nennt und als jüngste Abteilung auch einen gemischten Chor – die „Purple Voices“ – gründet hat, soll man nicht vergessen, dass der Ursprung des Vereines der Männerchor ist, was sich ja auch im Namen „MGV“ manifestiert.
    Der erste Vorsitzende Kurt Muntermann begrüßte im Bürgerhaus zahlreiche Zuhörer, den Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg und die Mitglieder und Freunde der beteiligten Männerchöre. Der MGV Sängerbund 03 Heppenheim war mit von der Partie ebenso wie die Harmonie Fehlheim, der MGV Concordia 1904 Erbach und aus Lampertheim der MGV 1840. Dazu noch die Chorgemeinschaft Volker Schneider, die sich aus sieben Chören rekrutiert.
    Zum Teil traten die Chöre in Chorgemeinschaften auf die Bühne, was sich zum einen anbot, da der gleiche Dirigent die Vereine leitet. Zum Anderen war es aber auch der Notwendigkeit geschuldet, dass die Männerchöre zahlenmäßig geschrumpft sind und unter chronischer Überalterung leiden. Das soll nicht despektierlich klingen, denn die Herren stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass sie stimmlich voll auf der Höhe sind und nach wie vor ihr Publikum begeistern können. Zugleich ein Appell an das kulturinteressierte Publikum, ob man den Trend des Chorsterbens nicht entgegenwirken soll.
    Die Harmonie Fehlheim und der Sängerbund Hüttenfeld werden beide von Marc Bugert geleitet. So eröffneten sie gemeinsam den Abend mit „Im Abendrot“, ein Klassiker von Franz Schubert und „Der Hammerschmied“ nach einem Satz von Klaus Ochs.
    Die Männergesangvereine Sängerbund 03 Heppenheim und Concordia 1904 Erbach stehen unter dem Dirigat von Heinz Ritsert, der zudem den Vorsitz des Sängerkreises Bergstraße innehat. Sie überzeugten mit den Liedern „Handwerkers Abendgebet“ (Bernhard Riffel), „Weit gehen die Gedanken“ (Rudi Kühn) oder „Dona Maria“ von Alfons Burkhardt.
    Der MGV 1840 Lampertheim, der älteste Verein der Stadt, wird von einer Frau musikalisch geleitet. Elisabeth Seidel wählte für den Auftritt der 18 Herren ausnahmslos romantische Meister. Passend, denn dieser Epoche entstammte einst die die Bewegung der ersten Männerchöre. Silcher, Schubert, Mendelssohn und Weber trafen nicht nur damals mit ihren Weisen den Geschmack der Zeit.
    Volker Schneider leitete gar eine Chorgemeinschaft von sieben Chören, aus Neckarau, Käfertal, Hohensachsen, Mittershausen, Weschnitz, Heppenheim und dem RNV Werkschor. Da standen immerhin 67 Männer auf der Bühne und grüßten mit dem einem Sängergruß und zwei Liedern, die geografisch kaum weiter auseinander liegen konnten. „Schöner Odenwald“ und „Griechischer Wein“ waren die Titel. Die Konstellation von den drei Chören aus Mannheim brachten es thematisch dann auf den Punkt „Wir sind die alten Herren“.
    Den Abschluss bildete wieder der gastgebende Chor zusammen mit der Fehlheimer Harmonie. Bei den Liedern „Fährmann hol über“ und „Es klingt ein Lied“ trat Friedhelm Ehret zunächst als Akkordeonspieler und schließlich auch als Gesangssolist in Erscheinung.
    Den krönenden Abschluss eines bewegenden Abends bildeten alle Chöre gemeinsam. Beeindruckend schmetterten die Herren auf der Bühne und aus dem Publikum den Kreislauf des Weines „Aus der Traube in die Tonne“, der in keinem Repertoire eines Männerchores fehlen darf. ehr

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