NATURSCHUTZ: Die „Krötenwanderung“ startet bald wieder und „Mc Bufo“ stellt sich vor / Helfer auch in Bürstadt, Hüttenfeld und im Jägersburger Wald gesucht
Zusammen stark – let it quak!
Das kecke Wechselkröten-Männchen „Mc Bufo“ ist das Maskottchen des Krötenwanderungsteam des NABU. Foto: oh
KREIS BERGSTRASSE – Für die Rettung von Amphibien wie Kröten, Frösche oder Molche und Betreuung entlang der Schutzzäune im Kreisgebiet werden Menschen gesucht, die Lust haben, mitzuwirken – morgens und/oder abends – sowie auch beim Auf- und Abbau der Amphibienschutzzäune. „Wir sind aktiv in Mitlechtern, Albersbach, Mittershausen, Scheuerberg, , Liebersbach, Viernheim, Hüttenfeld, Bürstadt, Jägersburger Wald und weiteren”, so das „Krötenwanderungs-Team”.
Die Tiere starten ihre Wanderung zum Laichgewässer, sobald es circa 6 bis 8 Grad und frostfreie Nächte sind. Die Winterquartiere wie Hecken, Wälder aber auch Gärten liegen teilweise weit entfernt von den Laichgewässern. Auf ihren teilweise langen Wanderungen müssen sie dabei oftmals Straßen überqueren. Manchmal bleiben die Kröten und Frösche sogar längere Zeit auf der warmen Fahrbahn sitzen, da die Tiere wechselwarm sind und werden dann ein leichtes Opfer anrollender Autos. Oft weisen Hinweisschilder an den Straßenrändern auf Streckenabschnitte hin, in denen besonders viele Amphibien wandern. Der NABU bittet darum, dass Autofahrer*innen auf diesen Amphibienwanderstrecken höchstens 30 km/h fahren. Das kann vielen Tieren das Leben retten. Denn sie können nicht nur durch direktes Überfahren sterben, sondern auch wenn Fahrzeuge schnell unterwegs sind. Große Geschwindigkeit erzeugt einen so großen Unterdruck, dass es zu Verletzungen der inneren Organe von Fröschen, Kröten und Molchen kommt. Die Tiere verenden dann elend, langsam und qualvoll. Eine umsichtige Fahrweise ist auch wegen der vielen freiwilligen Helfer*innen nötig sowie die Bitte, das Tempolimit zu beachten.
Die ehrenamtlichen und freiwilligen Naturschützer*innen - nicht nur im Kreis Bergstraße – sind dann wieder ab Dämmerung und morgens an den Straßenabschnitten unterwegs. Viele Naturschutzgruppen, aber auch private Initiativen, stellen bereits Amphibienschutzzäune auf, um Amphibien an besonderen Gefahrenstellen vor dem Straßentod zu retten. Bei entsprechender Witterung heißt es dann, morgens und abends die Krötenzäune und Bereiche abzugehen und die in den Eimern sitzenden Amphibien zu zählen und sie über die Straße zu tragen. Um die Zaunbetreuung gewährleisten zu können, sind die Naturschützer*innen zurzeit organisatorisch besonders gefordert. Dieser engagierte Einsatz der Helfer*innen ist umso wichtiger, da die Amphibien unter der Trockenheit der letzten Jahre besonders gelitten haben. Für die Betreuung der Amphibienzäune benötigt es immer viele Aktive. Familien mit Kindern sind willkommen. Die Aktiven werden ab spätestens März im Einsatz sein bis circa Mai. Einsätze sind ab Dämmerung an jedem Abend und jeden Morgen erforderlich an Strecken mit Schutzzäunen. Die HelferINNEN müssen eine Warnweste tragen und sind ausgestattet mit Eimer/Taschenlampe. Im Jahr 2022 konnten wir mit den sehr engagierten Ehrenamtlichen/Freiwilligen circa 10.000 Amphibien retten.
Um den Kampf gegen das Artensterben an der Bergstraße zu verstärken, hat sich das Team der Krötenretter (NABU) sympathische Unterstützung gesichert. So wird Maskottchen „Mc Bufo“, das kecke Wechselkröten-Männchen, künftig auf Krötenwanderungen hinweisen und das Krötenretter-Team bei verschiedenen Initiativen unterstützen. Bufo selbst stammt aus der kreativen Feder des Illustrators und Cartoonisten José Vilchez, dessen „José Cartoons“ sich bereits bundesweit großer Beliebtheit erfreuen. José wohnt in der Nähe und war sofort einverstanden, den Schutz und Erhalt dieser wunderbaren Tiere mit einem pfiffigen Maskottchen zu unterstützen.
Dank BUFO werden die kleinen, zarten und laut Bundesnaturschutzgesetz geschützten Amphibiensichtbarer und Berührungsängste werden abgebaut. Der Gute Laune ‚Mc Bufo‘ vermittelt Zuversicht und steht für Teamgeist und Freude am Schutz unserer Tier- und Pflanzenwelt. Zusammen stark – let it quak!