Ausländerbeirat Bürstadt lud zum 3. Internationalen Fest ein
Zusammenkunft der Kulturen
Bürstadt ist bunt – dies wurde beim 3. Internationalen Fest, welches durch den AUsländerbeirat initiiert wurde, auch auf der Bühne sichtbar. Foto: Nadine Schütz
RIEDRODE – Nach und nach füllte sich am Samstagabend der Riedroder Bürgersaal mit Menschen aller Herren Länder. Schillernde Gewänder verliehen dem multilingualen Stimmengewirr ein farbenprächtiges Bild. Kinder huschten mit erwartungsvoller Vorfreude um die Tische und allmählich füllte sich das internationale Büfett mit delikaten Köstlichkeiten.
Fatma Aya, Vorsitzende des Ausländerbeirats Bürstadt, und Tamer Cifci, Moderator für diesen Abend, begrüßten zusammen mit dem Kernteam des Ausländerbeirats das bunt gemischte Publikum. Bereits zum dritten Mal werde das Internationale Fest nun gefeiert. Ins Leben gerufen worden sei es im Jahr 2017 im Rahmen der Anti-Rassismus-Woche, um die Basis für ein gemeinsames Miteinander zu schaffen, erklärte Aya. Jeder habe seine eigenen Interessen und dennoch gebe es ein gutes Zusammenleben, da alle miteinander harmonierten und ein gemeinsames Ziel verfolgten: die Kulturen zusammenzubringen. Cifci brachte es auf den Punkt: „Wir wollen eine Bindung schaffen. Wenn sich Leute kennenlernen, werden Vorurteile abgebaut.“
Auch Bürstadts Bürgermeisterin Barbara Schader war unter den Gästen und richtete ihrerseits ein Grußwort an alle Anwesenden. Sie wünschte, im Sinne der mit dieser Zusammenkunft ausgedrückten Gemeinschaft, und passend zu dem strahlenden Sonnenschein an diesem Tag, allen „ein wunderschönes Fest mit Sonne im Herzen.“
Im Rahmen der Büfett-Eröffnung überreichte der Ausländerbeirat eine Spende an die Tafel des Diakonischen Werkes Bergstraße. „Wir wollen zeigen, dass wir nicht hier sind, nur um zu nehmen. Wir wollen etwas zurückgeben und den Bund der Freundschaft festigen“, sagte Cifci und verwies auf die Bedürftigen der Stadt Bürstadt. Wie viel in dem überreichten Umschlag drin ist, wurde nicht verraten, denn ein türkisches Sprichwort besagt: „Das was die rechte Hand gibt, sollte die Linke nicht sehen.“ Es gehe schließlich nicht darum, was gespendet wird. Vielmehr gehe es um die Geste des Spendens an sich, verdeutlichte Aya.
Und damit war die Überleitung zum Büfett perfekt. Dieses bestand nämlich ausschließlich aus Spenden der Gäste. So fanden Spezialitäten aus beispielsweise Afghanistan, Sri Lanka oder der Türkei Anklang bei den großen und kleinen hungrigen Besuchern.
Das abendfüllende Programm begeisterte Jung und Alt. So ließ ein Zauberer aus einem scheinbar leeren Kochtopf Süßigkeiten über die Kinder regnen. Musiker ließen mit internationalen Klängen das Publikum aufhorchen. Tanzgruppen zeigten traditionelles und modernes Können und auch das Publikum fand Gelegenheit zum Tanz. Gefeiert wurde bis spät in den Abend hinein. Gemeinsam – mit viel Spaß – und gewiss mit neuen Freunden einer anderen Kultur. Nadine Schütz