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  • Di., 21. April 2015, 09:09 Uhr
    Situation an der Schule in den Weschnitzauen nach Schließung der Hauptschule im Sommer

    Zwei Schulstandorte für Grundschule bis 2018

    Noch drei Jahre Geduld sind wahrscheinlich nötig, dann wird die Schule in den Weschnitzauen komplett am Standort in der Freiherr-vom-Stein-Straße untergebracht sein. Beim Pressegespräch machten Bürgermeister Felix Kusicka und Hans Eberle, Technischer Leiter der Eigenbetriebe Schule und Gebäudewirtschaft, deutlich, dass es dem Kreis Bergstraße aktuell an Geld für die Sanierung der „neuen Schule“ fehle. Foto: Hannelore Nowacki


    BIBLIS – Wie geht es mit der Schule in den Weschnitzauen weiter, wenn im Sommer die letzte Hauptschulklasse 9 ihren Abschluss gemacht hat? Werden die beiden Schulstandorte, der ältere in der Viktoriastraße und die „neue Schule“ in der Freiherr-vom-Stein-Straße,  erhalten bleiben?  Mutmaßungen waren aufgekommen, ja auch Aufregung, Verwirrung und Verunsicherung, wie Schulleiterin Gabriele Ganzert anlässlich eines Pressegesprächs erklärte. Um Klarheit zu erhalten und einen gemeinsamen Informationsstand zu erreichen, hatten Schulleitung und Kollegium der Schule in den Weschnitzauen am Freitagmittag Bürgermeister Felix Kusicka und Fachleute der Eigenbetriebe Schule und Gebäudewirtschaft vom Landratsamt in Heppenheim zu einem klärenden Gespräch in die „neue Schule“ eingeladen. Hans Eberle, Technischer Betriebsleiter, Schulentwicklungsplanerin Claudia Blume und Sachgebietsleiter Hochbaukonstruktion Eik Burger standen für Fragen zur Verfügung. Die wenigen Lehrerinnen und Lehrer, die nach der weitgehenden Schließung der Hauptschule noch ihren Dienst an den zwei Standorten tun, stellten ihre umständliche Arbeitssituation dar, die sich aus der räumlichen Entfernung ergibt. Die Kinder der Grundschulklassen 1 und 2 werden in der Viktoriastraße unterrichtet, wo auch die Schulkinderbetreuung angesiedelt ist, die Klassen 3 und 4 sind seit jeher in der großen „neuen Schule“ untergebracht. Oft hasten die Lehrkräfte in den kurzen Fünfminutenpausen mit dem Auto durch den Ort zum jeweils anderen Standort. Dabei müssen sie alles mitschleppen, was wie für den Unterricht brauchen und auch an die Kopierkarten für die jeweiligen Kopiergeräte denken. Nur noch fünf Lehrkräfte unterrichten in der Viktoriastraße. Sechs Lehrerkollegen führen ein zum Teil einsames Dasein in der Freiherr-vom-Stein-Straße. „Schule soll eigentlich vor Leben sprühen“, meinte ein Lehrer zu dieser Situation, die sich voraussichtlich erst ab 2018 ändern wird. Schulleiterin Ganzert betonte, es gehe dem Kollegium nicht um Kritik, Ziel sei es, zu einem einheitlichen Informationsstand zu kommen. Bürgermeister Kusicka bedauerte, dass es zur Verwirrung kommen konnte. Denn Fakt sei, dass mit der notwendigen Sanierung der „neuen Schule“ frühestens 2018 zu rechnen sei. Dies sei bei einem Gespräch mit dem Landrat im November besprochen worden. Weitere Tatsachen gebe es nicht. Der Schulentwicklungsplan sei in Arbeit, erklärte Eberle. Vor allem organisatorische Aspekte seien in der Standortfrage ausschlaggebend gewesen. Die derzeitige Prognose sei, dass auf einen Standort verzichtet werde und die Viktoriastraße aufgegeben werde. In diesem Fall gebe es die Möglichkeit, der Gemeinde Biblis die Gebäude kostenfrei zu übertragen. Bis zur Übertragung an den Kreis Bergstraße in den 1970er Jahren sei die Gemeinde Biblis Eigentümerin der Schulgebäude gewesen. Die „neue Schule“ muss nach Angaben Eberles wegen Betonschäden und fehlender Wärmedämmung grundsaniert werden. Umfangreiche Umbauten seien notwendig, Mensa und Ausgabeküche müssen neu gebaut werden. Die Hoffnung auf eine schnellere Lösung steht im Raum, da Landrat Matthias Wilkes im Zuge der aktuellen Haushaltsberatungen versuchen wolle, die Angelegenheit zu beschleunigen. „Das ist gut für uns zu hören“, meinte Schulleiterin Ganzert und stellte klar: „Da müssen wir durch – noch drei Jahre, das ist für uns die gemeinsame Herausforderung“. Schulleitung und Kollegium machten Eberle das Angebot, bei der Planung mitzuwirken. „Wir haben das gleiche Ziel“, bekräftigte Eberle. Zunächst werde ein Architekt beauftragt, dessen Vorschläge dann mit der Schule diskutiert werden. Bürgermeister Kusicka brachte die Riedhalle ins Gespräch, wegen der alten gemeinsamen Heizungsanlage eine Schnittstelle mit der Gemeinde Biblis.

    Hannelore Nowacki

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