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  • Mi., 05. Juli 2023, 12:21 Uhr
    SCHULEN: Lessing-Gymnasium Lampertheim veranstaltete Austausch im Rahmen der Begabtenförderung

    Zwischen Kurt Gödel, Windrädern und Bionik

    Forschten gemeinsam im Bereich Naturwissenschaften: Schüler des Otto-von-Taube-Gymnasiums aus Gauting bei München waren zu Gast im Lessing-Gymnasium in Lampertheim. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – Eine neunköpfige Schülergruppe des Otto-von-Taube-Gymnasiums aus Gauting bei München besuchte vom 21. bis 23. Juni ihre südhessischen Mitschüler vom Lessing-Gymnasium in Lampertheim, um im Bereich der Naturwissenschaften Gemeinsames zu unternehmen, zusammen zu lernen und zu forschen.

    Ziel des dreitägigen Projektes, dass im Rahmen der drei Länderkooperation Bayern / Hessen / Sachsen im Bereich Begabten- und Begabungsförderung stattfand, war das Zusammenbringen besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schüler im Bereich der Naturwissenschaften. Die Zehnt- und Elftklässler aus den beiden Bundesländern, die auch gemeinsam bei den verschiedenen Lampertheimer Gastfamilien übernachteten,  wurden in den drei Tagen von den Lehrkräften Carolin Neuberger-Weikert aus Gauting sowie Lisa Hujer und Jörg Werner aus Lampertheim begleitet. 

    Die Verantwortlichen des Lessing-Gymnasiums hatten ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das allerlei Wissenswertes vermitteln konnte. Darunter waren am Mittwoch, dem Anreisetag der Gäste, auch zwei Vorträge der Lampertheimer Kollegen Hans Kreuziger und Martin Metzendorf. Kreuziger referierte zum Unvollständigkeitssatz des Mathematikers Kurt Gödel, Metzendorf stellte unterschiedliche Methoden zur Distanzbestimmungen in der Astronomie vor. 

    Am Donnerstag, dem zweiten Tag des Besuchs, nahm die Gruppe an zwei Wettbewerben im Rahmen der naturwissenschaftlichen Forschungstage „Explore Science“ im Mannheimer Herzogenriedpark teil. So baute ein Teil der Gruppe um die Schüler Jan Goliasch, Angelina Götz, Christoph Haßler, Matteo Lunkenbein und Henrike Stöckinger ein Windradmodell mit zwei Windräder, von denen das eine, nachdem es in Gang gesetzt wurde, das andere antreiben sollte. Ziel war es hier, einen möglichst hohen Effizienzgrad zu erreichen. Die Kreativität und das Engagement der jungen Ingenieure beeindruckte Jury und Zuschauer gleichermaßen. Die Landvermessungsgruppe um die Schüler Mia-Sophie Diesterweg, David-Eric Fodor, Jan Aaron Snaschel, Nadja Rhein und Tim Walther, die mit Hilfe mathematischer Formeln den Flächeninhalt einer vorher nicht bekannten Dreieckskonstruktion im Park bestimmen sollte, erreichte einen hervorragenden 2. Platz, der obendrein mit 300 Euro Preisgeld dotiert war. Die Freude war allseits groß, bedeutsamer war allen Beteiligten aber das gemeinsame Erleben von Forschung und Wissenschaft und es war schnell zu erkennen, wie gut die gemischte Gruppe aus den beiden Schulen trotz der Kürze der Zeit zusammenwuchs. 

    Am abschließenden Freitag besuchten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern das Technoseum in Mannheim, wo nach einem Rundgang durch die Ausstellung ein Workshop zum Thema „Bionik“ die Schüler noch einmal forderte, ehe es im Anschluss hieß, Abschied zu nehmen, und die Gäste aus Bayern die Heimreise antraten.

    Die rundum gelungene Veranstaltung hat den Teilnehmern Lust auf mehr gemacht. Es zeigte sich erneut, dass Schülerinnen und Schülern mit besonderen Potenzialen diese in Gemeinschaft noch besser nutzen und dadurch voneinander profitieren können. Weitere Austauschfahrten und gemeinsame Projekte mit dem Otto-von-Taube-Gymnasium in Gauting sind geplant. zg

     

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