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  • Mo., 21. Januar 2019, 22:49 Uhr
    Spatenstich für die neuzubauenden Sozialwohnungen in der Burgunderstraße 

    Zwölf neue Sozialwohnungen für Bürstadt

    Den Spatenstich für die neuzubauenden zwölf Sozialwohnungen in der Burgunderstraße vollführte Bürgermeisterin Barbara Schader stilecht mit einem Bagger. Foto: Franziska Hartmann


    BÜRSTADT – Nach zwei Jahren langer Verhandlungen, Diskussionen und Kompromissen kamen am Montag Vertreter der Stadt und der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Bürstadt eG (GBG) zum Spatenstich für das aktuelle Neubauprojekt in der Burgunderstraße 10 in Bürstadt zusammen. 

    Dort soll auf dem 879 Quadratmeter großen Gelände noch in diesem Jahr ein vier Stockwerke hohes Haus, mit zwölf Sozialwohnungen entstehen. Acht davon mit einer Fläche von fast 50 Quadratmetern und vier Wohnungen mit einer Fläche von knapp 60 Quadratmetern. Mit einem Stellplatz pro Wohnung, einem Aufzug und einer barrierefreien Bauweise, sollen die Wohnung allen Bedürfnissen gerecht werden. Der Bürstädter Architekt Werner Ofenloch hat die Wohnungen dementsprechend geplant und freut sich, dass die aktive Bauphase nun beginnen kann. 

    „Vielleicht können wir noch in diesem Jahr Einweihung feiern“, freut sich auch Hermann Hofmann, Vorsitzender der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Bürstadt, in seiner Begrüßungsrede - denn Mitte des Jahres soll bereits der Rohbau stehen. 

    Es ist seit längerem das erste Neubauprojekt der GBG, denn die Erträge der letzten Jahre flossen allesamt in die Sanierung und Modernisierung des Bestands.  

    Probleme beim Bau von Sozialwohnungen, seinen vor allem die steigenden Grundstückspreise, die Grundstücksknappheit am Markt und auch die jeweiligen Bauvorschriften. Aus diesem Grund freuen sich alle Beteiligten, dass dieses Projekt nun in die Endphase kommt. „Es gab viele Verhandlungen, bis wir soweit waren“, sagte auch Bürgermeisterin Barbara Schader, „aber genau deshalb ist das heute ein glücklicher Tag für uns.“ An allen Ventilen habe man gedreht, damit dieses Projekt zustande kommen kann. „Wir haben in euch einen Partner, der nicht nur baut, sondern sich auch kümmert und weiterdenkt,“ so die Bürgermeisterin gegenüber der GBG. Für das Projekt in der Burgunderstraße 10 gewährt die Stadt der GBG ein zinsloses Darlehen von 240.000 Euro. Das entspricht 20.000 Euro pro Wohneinheit. Das Darlehen muss binnen der nächsten 30 Jahre zurückgezahlt werden. 

    Insgesamt wird das ganze Bauvorhaben ca. zwei Millionen Euro kosten, schätzt Hermann Hofmann. Die Schwierigkeit am Sozialen Wohnungsbau ist, dass dieser nun mal nicht wirtschaftlich ist, denn die Kosten müssen 15 Prozent unter der Normalmiete liegen. Noch dazu gilt als Bemessungsgrundlage für die Angemessenheit des Wohnraums bei Hartz-IV-Empfängern im Kreis Bergstraße immer noch eine Obergrenze von etwa 5,50 Euro. Somit ist es notwendig, dass der Mietpreis für die einzelnen Wohnungen in der Burgunderstraße 10 unter 6,00 Euro pro Quadratmeter liegt. Dies kann nun aber gewährleistet werden. 

    Zurzeit seien vor allem kleinere Wohnungen gefragt aber man hofft, bald auch größere Wohnungen bauen und anbieten zu können. Denn die Nachfrage ist allgemein groß. Etwa 80 Bewerber stehen auf der Warteliste der GBG für eine Sozialwohnung.

    Deshalb sei es wichtig, erklärt Bürgermeisterin Barbara Schader, im Dialog bedürfnisorientiert weiterzumachen. „Ich wünsche mir, dass wir zusammen, zum Wohle der Bürstädter Bevölkerung, den sozialen Wohnungsbau vorantreiben“, so die Bürgermeisterin, die zum Ende des Termins feierlich in den bereitstehenden Bagger stieg, um den ersten Spatenstich für dieses soziale Projekt zu tätigen. Franziska Hartmann

     

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