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  • Mo., 17. Juni 2024, 10:21 Uhr
    KIRCHE: Gemeindeglieder aus dem Pastoralraum südliches Ried produktiv im Kloster Mont Sainte Odile

    Ouvre mes yeux – Öffne meine Augen

    Zwölf Katholikinnen und Katholiken erarbeiteten Projekte für die neue Groß-Pfarrei. Foto: oh


    RIED – Wie wäre es, wenn von den katholischen Gemeinden des südlichen Rieds, man nennt dies auch Pastoralraum südliches Ried, unterschiedliche Formen der Glaubensbegegnung angeboten werden? Wie wäre es, wenn es Gottesdienstformen gäbe, die mehr Interaktion zwischen Gemeinde und Gottesdienstleiter beinhalten? Kämen dann mehr Gläubige zusammen, um ihrer Religiosität und Spiritualität Ausdruck zu verleihen, vielleicht sogar in kleinen und größeren Glaubenskreisen?

    Mit diesen und vielen weiteren Fragestellungen haben sich zwölf gläubige Katholiken aus Bürstadt, Bobstadt und Lampertheim in die Vogesen zum Kloster Mont Sainte Odile aufgemacht, um dort das Wochenende vom 31. Mai bis zum 2. Juni auf 753 Metern Höhe zu verbringen. Die Umgebung und die Geschichte der Sainte Odile, zu Deutsch die heilige Odilia, die in den Jahren 660 bis 720 gelebt hatte, haben alle Beteiligten inspiriert und die Gruppe zu produktiven Ergebnissen bringen lassen.

    Das Wochenende war geprägt von Analyse, Gedankenaustausch und Zukunftsplänen für den Pastoralraum südliches Ried aber auch im Hinblick auf die Ökumene.

    Tanja Bechtloff, die in Bürstadt bekannte Gemeindereferentin aus Ober-Roden, moderierte den Rahmen sowie Inhalt. Von einer kritischen Ist-Analyse und dem Hinterfragen was „unsere Mission als Christ“ ist, sowie welche grundlegende Werte wir haben, bis hin zu den übergeordneten Zielen, all das wurde darin abgedeckt. Ferner lud sie jede Person ein, die Träume für die Kirche und insbesondere für die neue Groß-Pfarrei Alfred Delp zu formulieren.

    Getragen von dem Geist und dem Willen, der bei allen vorherrschte, sprach man alsbald von Mitmach-Gottesdiensten, welche wesentlich mehr Spontanität, Flexibilität und Individualisierung beinhalten. Gottesdienste für kleinere Gruppen in alternativen Räumen und im Freien sollen auf den gesamten Pastoralraum ausgeweitet werden. Ebenso sollen Aktionen für Jugendliche und junge Erwachsene dabei sein, z.B. unter dem Motto „mit der Bibel im Rucksack“ per Wanderung, Rad oder auch mal als Kanufahrt. Die bereits in der Gemeinde etablierten meditativen Spaziergänge und die Exerzitien im Alltag wurden in der Gruppe positiv hervorgehoben.

    Die Angebotspalette wird also reichhaltiger, dementsprechend braucht es engagierte Christen die den Glauben an Jesus Christus weitertragen.

    Das intensive Arbeitswochenende für eine authentische, lebhafte und gläubige Groß-Pfarrei war viel zu schnell vorbei. Gerne hätten alle Beteiligten noch mehr über den mystischen Ort Mont Sainte Odile erfahren und auf sich einwirken lassen, denn viele Menschen die zum Kloster hinaufkommen sind wahrhaft ergriffen von der Geschichte der heiligen Odilia, die blind geboren zur Welt kam und mit der Taufe sehen konnte.

    Mit brennenden Herzen und großem Enthusiasmus ging es am Sonntagnachmittag wieder in das südhessische Ried. zg

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